Lichtenfels
Ringen

ACL nicht so schlecht wie das Resultat

Die personell gebeutelten Lichtenfelser unterliegen beim SV Untergriesbach mit 6:28.
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Er hat in der 98-Kilo-Klasse ganz schön schwere Gewichte zu wuchten, erledigt dies aber mit Bravour: Der Lichtenfelser Hannes Wagner (links) behielt auch in Untergriesbach seine weiße Weste und hat nun 13 Siege in 13 Kämpfen errungen.  Foto: Christian Voll
Er hat in der 98-Kilo-Klasse ganz schön schwere Gewichte zu wuchten, erledigt dies aber mit Bravour: Der Lichtenfelser Hannes Wagner (links) behielt auch in Untergriesbach seine weiße Weste und hat nun 13 Siege in 13 Kämpfen errungen. Foto: Christian Voll
21:6 hatten die Ringer des AC Lichtenfels in der Vorrunde zu Hause den SV Untergriesbach besiegt. Mit 6:28 verloren sie nun den Rückkampf und finden sich mit 14:14 Punkten drei Kampftage vor Schluss im Mittelfeld der Oberliga wieder.
Die Geschichte des Duells beim SV Untergriesbach ist relativ schnell erzählt: Der ACL hatte arge Personalsorgen, kurzfristig musste auch noch Achim Thumshirn passen. Der SVU hingegen bot "sein volles Programm" auf, wie ACL-Mannschaftsführer Daniel Luptowicz bilanzierte: "So komisch es klingt: So schlecht, wie es das Resultat vermuten lässt, waren wir nun auch wieder nicht."
Allerdings waren es halt die fünf Mannschaftsvierer, die den großen Ergebnisunterschied ausmachten. Unbesetzt blieb beim ACL einmal mehr das 57-Kilo-Limit. Mario Petrov (61 kg, Freistil) geriet früh in ein Feuerwerk an Durchdrehern von Johannes Lenz. Michael Schwarz (86 kg, Freistil) hatte gegen Andreas Rasch nichts auszurichten und wurde geschultert; ebenso wie der aufgerückte und noch immer nicht ganz fitte Rumen Savchev (80 kg, griechisch), der freilich Mitte der zweiten Runde nach einer Fünferwertung sogar noch mit 5:3 führte, dann aber überrascht wurde.
Johannes Lurz (75 kg, Freistil) wehrte sich nach Kräften gegen den vielleicht besten Freistilringer der Liga, Nikolay Kurtev. Kurz vor Ablauf der sechs Kampfminuten musste aber auch er dessen technische Überlegenheit akzeptieren.
Sein Bruder Christian (71 kg, Freistil) war gegen Benedict Pauli der aktivere Mann und führte lange Zeit mit 2:1, musste dann aber noch einen Vierer hinnehmen und verlor mit 2:5. Klarere Niederlagen kassierten dagegen Dominik Sohn (66 kg, griechisch, 2:15 gegen Florian Unfried) sowie Venelin Venkov (75 kg, griechisch) mit 0:12 gegen den konditionsstarken Witalis Lazovski.
So gingen die beiden einzigen ACL-Siege auf das Konto von Christoph Meixner und Hannes Wagner in den zwei schweren Klassen. Meixner (130 kg, Freistil) gewann in einer Neuauflage seines Vorrundenduells, das mit 6:0 endete, diesmal mit 6:1 gegen Christoph Bauer und stellte seine Souveränität im freien Stil einmal mehr unter Beweis.
Wagner (98 kg, griechisch) brauchte nur gut zwei Minuten und hatte nach einigen spektakulären Würfen mit der Wertungsfolge 5-4-4-2 bereits die Punkte zum 15:0-Abbruchsieg beisammen.
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