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AC Lichtenfels gibt Vorsprung noch aus der Hand

Der AC Lichtenfels bleibt die einzige punktlose Mannschaft der Bundesliga Südost.
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Hart umkämpft war das Duell zwischen dem Lichtenfelser Bastian Hoffmann (rotes Trikot) und dem Auer Philipp Herzog, das der AC-Ringer knapp mit 3:2 für sich entschied. Foto: Gunther Czepera
Hart umkämpft war das Duell zwischen dem Lichtenfelser Bastian Hoffmann (rotes Trikot) und dem Auer Philipp Herzog, das der AC-Ringer knapp mit 3:2 für sich entschied. Foto: Gunther Czepera

Im spannenden Kellerduell gegen den zuvor ebenfalls sieglosen FC Erzgebirge Aue verloren die Lichtenfelser vor eigenem Publikum mit 12:14. Einen Tag später setzte es bei Vizemeister Red Devils Heilbronn ein 7:22 (ausführlicher Bericht folgt).

In den ersten Kämpfen gegen Aue erarbeiteten sich die Gäste eine 7:2-Pausenführung. Doch der ACL konterte, drehte die Partie und sicherte sich seinerseits einen Vorsprung. Dieser war allerdings nicht ausreichend, um ihn gegen die zwei Auer Hochkaräter in der Klasse bis 75 Kilogramm zu halten. Die Kämpfe in der Übersicht:

57 kg, Freistil: Karen Zurabyan (ACL) geriet gegen Said Gazimagomedov schnell mit vier Punkten ins Hintertreffen. Dann sicherte sich der Lichtenfelser die Oberlage und verkürzte. Mit einem offensiven Start in die zweite Runde gelang es Zurabyan erneut zu punkten, er musste dann aber - überrascht von einem Angriff des Gegners - eine dritte Wertung abgeben. Die folgende Offensive des Lichtenfelser lief ins Leere, so dass der Kampf mit 6:3 an Gazimagomedov ging. (0:2)

130 kg, griechisch-römisch: Alex Gergö Szöke (ACL) wurde von seinem physisch überlegenen Gegner Christian John aus der Kampffläche gedrängt. Der Auer sicherte sich als aktiverer Ringer und in einer Situation am Mattenrand zwei weitere Punkte. Als John in angeordneter Oberlage und auf 5:0 erhöht hatte, war der Kampf entschieden. (0:4)

61 kg, griechisch-römisch: In einem Schlüsselkampf standen sich Jozsef Andrasi (ACL) und Mariusz Los gegenüber. Andrasi zwang seinen Gegner in die Rückwärtsbewegung, was mit einem Punkt belohnt wurde. Als der Lichtenfelser aus der Kampffläche geschoben wurde, stand es 1:1. Da Andrasi der aktivere Ringer blieb, sicherte er sich in angeordneter Oberlage den Siegpunkt. (1:4)

98 kg, Freistil: Christoph Meixner (ACL) startete gut und ließ in einem von Taktik geprägten Kampf die Beinangriffe von Ilja Matuhin ins Leere laufen. Geriet aber dann durch eine Unachtsamkeit zwei Punkte in Rückstand. In der zweiten Runde wehrte Matuhin die angeordnete Aktivitätszeit ab und wurde zunehmend offensiver. Meixner versuchte vergeblich, dagegen zu halten und musste sich 0:9 geschlagen geben. (1:7)

66 kg, Freistil: Bastian Hoffmann (ACL) ging gegen Philipp Herzog in der ersten Runde mit 2:0 in Front. Doch ein gekonterter Angriff des Auers führte zum Ausgleich. Ein Punkt nach einer Verwarnung brachte Hofmann den hart erkämpften Sieg. (2:7)

86 kg, griechisch-römisch: Hannes Wagner (ACL) dominierte gegen Nik Müller. Ein schneller Armzug brachte vier Zähler, dann konterte Wagner einen Kopfzug und drehte Müller nach außen. Zurück im Stand zwang Wagner seinen Gegner in die Unterlage und drehte diesen bis zum technisch überlegenen Sieg. (6:7)

71 kg, griechisch-römisch: Rumen Savchev (ACL) brachte Moritz Singer zwei Mal in die Bodenlage und punktete nach Belieben, so dass er den Kampf beim Stand von 15:0 vorzeitig gewann. (10:7)

80 kg, Freistil: Die defensive Einstellung von Franco Büttner sorgte für die erste Aktivitätszeit von Andrzej Sokalski (ACL) und die Führung des ACL-Ringers. Auch nach der Rundenpause war der Gast durchweg passiv, was zum 3:0 führte. (12:7)

75 kg, Freistil: Johannes Lurz (ACL) geriet beim Versuch, die Offensive von Zsombor Gulyas zu verhindern, in die Passivität und in Rückstand. Gulyas drängte weiter nach vorne, führte bald mit 5:0 und holte nach der Pause den vorzeitigen Sieg. (12:11)

75 kg, griechisch-römisch: Achim Thumshirn (ACL) arbeitete verbissen gegen Krisztian Jäger. Nachdem sich Jäger eine Viererwertung gesichert hatte, bekam er einen weiteren Punkt und die Oberlage zugesprochen. Der Gästeringer sammelte weiter Punkt um Punkt, gewann mit 9:0 und sicherte so dem FC Erzgebirge Aue den knappen 14:12-Auswärtssieg. dm

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