Lichtenfels
Fußball

Abwehrschwache Teams unter sich

Mit dem FC Lichtenfels und dem FT Schweinfurt treffen am Samstag die beiden Mannschaften mit den meisten Gegentreffern der Landesliga Nordwest aufeinander - und beide haben die Chance, mit einem Sieg die Abstiegszone zu verlassen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nur nicht nachlassen, vor allem nicht in der Abwehrarbeit: Der Lichtenfelser Kapitän Tobias Zollnhofer feuert seine Mannschaftskollegen an.  Foto: Gunther Czepera
Nur nicht nachlassen, vor allem nicht in der Abwehrarbeit: Der Lichtenfelser Kapitän Tobias Zollnhofer feuert seine Mannschaftskollegen an. Foto: Gunther Czepera

Aufatmen beim FC Lichtenfels: Das 2:1 am vergangenen Wochenende beim FC Fuchsstadt bedeutete nicht nur den heiß ersehnten zweiten Saisonsieg. Durch den Erfolg hat das Team um das Trainer-Duo Christian Goller/Oliver Müller auch die Rote Laterne der Landesliga Nordwest an den SV Euerbach/Kützberg weitergereicht und ist sogar auf Rang 15 geklettert.

Weiter nach oben soll es am Samstag gehen, wenn der punktgleiche Tabellennachbar FT Schweinfurt (14.) zu Gast im Karl-Fleschutz-Stadion ist. Anpfiff ist um 16 Uhr.

Landesliga Nordwest

FC Lichtenfels - FT Schweinfurt

In der zurückliegenden Partie beim FC Fuchsstadt stimmte die Leistung der Lichtenfelser vor allem in den ersten 45 Minuten. Trainer Müller bilanziert daher zufrieden: "Das war ein verdienter Sieg. In der ersten Halbzeit waren wir Fuchsstadt deutlich überlegen und sind folgerichtig mit einer 2:0-Führung in die Pause gegangen."

Doch eine Vorentscheidung war das nicht. Nach dem Seitenwechsel musste sich der FCL gegen aufopferungsvoll kämpfende Fuchsstädter zur Wehr setzen. "Da ist Fuchsstadt ein klein wenig stärker aufgekommen und hat relativ früh den Anschlusstreffer erzielt. So wurde es am Schluss noch einmal eng für uns, aber wir haben es gut über die Zeit gebracht und die drei Punkte mitgenommen", fasst Müller zusammen.

An der Abwehrleistung seines Teams gab es für Müller diesmal nichts auszusetzen - das war in dieser Saison aber auch schon ganz anders. Gerade an das Spiel gegen den SV Vatan Spor Aschaffenburg (2:4) hat Müller keine guten Erinnerungen: "Bis auf dieses Spiel war unser Abwehrverhalten aber im Großen und Ganzen schon ganz gut. Die Abwehrleistung aus der Vorwoche wollen wir auf jeden Fall konservieren", setzt sich Müller zum Ziel. "Hoffentlich machen unsere Jungs jetzt in den nächsten Wochen so weiter." Denn klar ist auch: Die Lichtenfelser haben bislang zu viele Gegentreffer (19) hinnehmen müssen. Nur eine Mannschaft in der Landesliga Nordwest weist hier einen schlechteren Wert auf - der Samstagsgegner FT Schweinfurt (20 Gegentreffer). Entsprechend erwartet Müller am Samstag eine torreiche Begegnung. "Wenn man sich das Torverhältnis von Schweinfurt anschaut, dann erkennt man schon, dass sie ähnliche Probleme haben wie wir. Sie haben schon sehr viele Gegentore bekommen und erzielen im Grunde aber selbst genügend eigene Tore. Nur mit der Punkteausbeute hapert es bei ihnen", sagt Müller. "Für die Zuschauer wird das sicher ein interessantes Spiel, da beide Mannschaften viele Tore schießen, aber auch kriegen."

Der Wunsch des FCL-Trainers ist klar, seine Mannschaft soll einen Treffer mehr als der Gegner erzielen. Gelingt das, könnte der FC Lichtenfels zum ersten Mal in dieser Spielzeit die gefährdete Zone in der Landesliga Nordwest verlassen.

FC Lichtenfels: Kraus, Michel - L. Dietz, Funk, Goller, Graf, Hellmuth, L. Jankowiak, Pfadenhauer, Schaller, Schardt, Scholz, Schunke, Wagner, Wige, Zillig, Zollnhofer

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren