Röslau
Landesliga Nordost

Zwei Minuten nicht aufgepasst

Unter dem Interimscoach Christian Tremel schlug sich der FC Redwitz in Röslau tapfer. Innerhalb von 120 Sekunden kam dann aber der K.o. für den FCR.
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Der Redwitzer Markus Mex bleibt zwischen Markus Sieg (links) und Mohammad Tamo hängen. Fotos: Rainer Cyris
Der Redwitzer Markus Mex bleibt zwischen Markus Sieg (links) und Mohammad Tamo hängen. Fotos: Rainer Cyris
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Der ohne Trainer angereiste Aufsteiger - Uwe Kalb hatte sich am vergangenen Donnerstag zurückgezogen und für ihn stand Torwartcoach Christian Tremel an der Bande - schlug sich tapfer. Die Hausherren hätten sich vor der Pause nicht wundern müssen, wenn sie in Rückstand geraten wären. In den zweiten 45 Minuten übernahmen die Fichtelgebirgler das Kommando und verbuchten ihren sechsten Saisonsieg per Doppelschlag. Beim "Finale" der kampfbetonten Partie, vergaben die Platzherren einige hochkarätige Chancen.

FC-Interimscoach Christian Tremel: "Mit der Leistung der Mannschaft bin ich zufrieden. Wir hatten mehr Stabilität in der Abwehr. Diese Tatsache hatte uns in der vergangenen Saison zum Meister gemacht und in den ersten Spielen der Nordost-Liga zum Erfolg verholfen. In der ersten Halbzeit hätten wir in Führung gehen müssen, aber der Ball landete leider nur am Pfosten und danach nicht in den Maschen.
Das 0:1 war ein billiges Tor nach einem Standard. Unter dem Strich bin ich mit der Vorstellung einverstanden."

Christian Tremel ließ wissen, dass die Redwitzer Vereinsverantwortlichen bereits mit Trainerkandidaten in Kontakt stehen. Er selbst kann das Amt auf Grund seiner beruflichen Verpflichtungen, er ist Polizeibeamter, nicht übernehmen.

Der Auftakt verlief beiderseits äußerst hektisch. Nach acht Minuten ein missglückter Rückpass von Zakrzewski, aber Keeper Blechschmidt verhinderte gegen Koch drohenden Schaden. Kurz darauf tauchte Blechschmidt per Hechtsprung in den unteren Winkel, geschossen hatte Fischer. Der Aufsteiger mischte auf dem glatten Untergrund ohne Scheu mit und zog sich bei Gefahr fast komplett zurück. Mit dieser Gangart konnten die Hausherren lange Zeit nichts anfangen, rannten sich mit engmaschigen Aktionen fest oder trennten sich viel zu spät vom Ball.

Die 20. Minute werden sich beide Team sicherlich einige Zeit merken. Fischer entwischte Knoblauch und hatte die FC-Führung auf dem Schlappen. Blechschmidt verkürzte den Winkel, das Spielgerät klatschte an den Innenpfosten, trudelte quer durchs Vorwärts-Gehäuse und Smrha sorgte für ein Ende der Schrecksekunden. Fünf Minuten später war Fischer nach einem Abpraller an der Strafraumkante zu überrascht und ließ diese gute Möglichkeit ungenutzt verstreichen.

Mit einem gefährlichen Aufsetzer von Schuberth endete die Redwitzer Drangperiode. Danach trat Röslau in Erscheinung. Benker nahm Maß, zog aus etwa 24 Metern ab, aber FC-Torhüter Jauch parierte dessen Geschoss mit einer Faust. Als Hermann losmarschierte, wurde er von Goller regelkonform an der Strafraumkante vom Ball getrennt.

Mit entschlossenen Blicken marschierten die Fuhrmann-Schützlinge die zweite Halbzeit. Nach einigen vergeblichen Angriffsversuchen, gab es Freistoß für Vorwärts. Benker drosch den Ball in den Strafraum. Hellmuth und Jauch behinderten sich gegenseitig, Nutznießer war Smrha und traf zum erlösenden 1:0. 120 Sekunden danach setzte Walther einen Querpass von Smrha zur Vorentscheidung in die Maschen. In der Schlussviertelstunde gab es Beifall für die nun wie aufgedreht agierenden Hausherren. Im Redwitzer Strafraum brannte es wiederholt lichterloh. Aber Walther, Yavuz, Zakrzewski und Tamo fanden ihren Meister in Keeper Jauch. cy

FC Vorwärts Röslau - FC Redwitz 2:0o
Vorwärts Röslau: Blechschmidt - Smrha, Zakrzewski, Knoblauch, Benker, Sieg, Hermann (82. Angachev), Tamo, Bifano (62. Yavuz), Lima (74. Spörl), Walther / FC Redwitz: Jauch - Beier, Hellmuth, F. Goller, Schu berth (67. Daumann), Koch, Fischer (82. Catlakcan), C. Goller, Dinkel, Dalke (78. Lulei), Mex / Zuschauer: 140 / SR: Vecera (TuSpo Roßtal) / Tore: Smrha 1:0 (59.), Walther 2:0 (61.) Gelbe Karte: Benker, Tamo, Bifano, Yavuz / Schuberth, Hellmuth
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