Burgkunstadt
Handball

Weidhausener Trainer hadert mit Schiedsrichtern

Die Weidhausenerinnen fühlen sich bei ihrer 20:23-Niederlage in Nabburg benachteiligt. Die Kunstadterinnen verkaufen sich beim Tabellenzweiten trotz eines 22:36 gut.
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Einmal mehr war Carolin Fichtel die erfolgreichste Werferin ihres Teams. Sie erzielte sechs Treffer. Zum Sieg des TV Weidhausen reichte es trotzdem nicht.  Foto: Klaus Gagel
Einmal mehr war Carolin Fichtel die erfolgreichste Werferin ihres Teams. Sie erzielte sechs Treffer. Zum Sieg des TV Weidhausen reichte es trotzdem nicht. Foto: Klaus Gagel
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Irgendwie schaffen es die Landesliga-Handballerinnen des TV Weidhausen momentan nicht, aus dem Tabellenkeller herauszukommen. So gehen sie als Elfte und 6:18 Punkten in die Weihnachtspause nachdem sie am Samstag beim der SG Nabburg/Schwarzenfeld mit 23:20 (12:11) verloren haben.
Als punktloses Schlusslicht geht gar die HG Kunstadt in die Weihnachtspause. Beim HC Sulzbach/Rosenberg zog der Aufsteiger mit 22:36 den Kürzeren.


SG Nabburg/Schwarzenfeld - TV Weidhausen 23:20

Die Enttäuschung und Verärgerung über die Leistung der beiden Schiedrichterinnen Christine Büttner und Jenifer Kronschnabel war dem Trainer des TV Weidhausen nach der Partie deutlich anzumerken.
"Ich schimpfe selten auf die Schiedsrichter, aber wenn die beiden dem Regelwerk entsprechend gepfiffen hätten, dann wäre das Spiel wohl anders ausgegangen" ereiferte sich Stefan Barthelmeß nach der Partie.
Beide Teams waren nicht in Bestbesetzung. Insgesamt entwickelte sich ein völlig ausgeglichener Verlauf (4:4, 6:6, 9:9). Zur Pause lagen die Oberpfälzerinnen knapp mit 12:11 vorn. Weidhausen hielt gut mit. "Die Mädels haben gefightet und eine sehr gute Deckungsarbeit geliefert", freute sich Barthelmeß noch zur Pause.
Etwas wechselhafter verliefen die zweiten 30 Minuten. Eine 14:11-Führung für Nabburg/Schwarzenfeld drehte Weidhausen in ein 14:16 um. Doch dann griffen die Unparteiischen mit ihren Entscheidungen ins Spiel ein.
Mehrfach wurde der TVW durch Zeitspiel unter Druck gesetzt. Freiwürfe, bei denen der Gegner mit einem Siebenmeter belohnt wurde, wurden nicht gegeben.
TVW-Torhüterin Evi Ohland hielt ihr Team im Spiel, indem sie vier Strafwürfe parierte. So führte Weidhausen weiterhin mit 17:15 und hätte in dieser Phase vielleicht noch den einen oder anderen Treffer draufsetzen müssen.
So aber kippte das Spiel. Die SGlerinnen zogen mit 19:17 in Front (50.). Erneut kam Weidhausen auf 20:20 heran, doch eine Zeitstrafe von zweimal zwei Minuten gegen Lena Klihm brach dem TV Weidhausen das Genick. Mit zwei Kontern beendeten die Oberpfälzerinnen das abwechslungsreiche Spiel zu ihren Gunsten und schickten ein TVW, der zwar aufopferungsvoll gekämpft hatte, ohne den entsprechenden Lohn auf die Heimfahrt. kag
Tore für Weidhausen: C. Fichtel (6), Streicher (4), D. Riedel (3), L. Klihm (2), S. Faber (2/1), Lehmann (1), C. Werner (1)


HC Sulzbach-Rosenberg - HG Kunstadt 36:22

Auch wenn das klare Endergebnis zunächst einen anderen Eindruck vermitteln mag, so war die letzte Auswärtsfahrt der Kunstadterinnen in diesem Jahr aus deren Sicht durchaus ein kleiner Erfolg. Denn trotz der klaren 22:36 (7:16)-Niederlage beim Tabellenzweiten Sulzbach-Rosenberg zeigte die HGK eine ansprechende Leistung und trotzte damit einmal mehr den eigenen personellen Engpässen.
Denn ähnlich wie beim Auswärtsspiel gegen die HSG Mainfranken konnte Coach Udo Prediger am Samstagabend nur auf zwei Auswechselspielerinnen zurückgreifen. Die größte Lücke hinterließ dabei Irene Dill im Tor der HG, die verhindert war. Die in der Saison bisher stärkste Kunstadterin wurde aber gut von der 17-jährigen Lena Thomas vertreten. Dies zeigt auch, dass die HGK zuversichtlich in die Zukunft blicken können.
Demnach wussten Trainer und Mannschaft diese Niederlage sehr wohl einzuordnen. Vor allem aber im Angriff zeigte die HG eine ihrer bisher besten Leistungen, was zum einen auf die Trainingsschwerpunkte und zum anderen auf den Aufwärtstrend bei Fabienne Seufert zurückzuführen war. Die Kunstadter Rückraumspielerin zeigte in der Oberpfalz wieder Ansätze ihrer Offensivstärke und war mit neun Treffern erfolgreichste Torschützin auf dem Feld.
Die Gastgeberinnen waren auch ohne Nicole Schiegerl vor allem in der Offensive das deutlich zielstrebigere Team. Melanie Kopp und Stefanie Häcke sorgten mit ihren Treffern zum 7:2 und 11:4 schnell für klare Verhältnisse. Nach der Pause (16:7) machte sich auch der Kräfteverschleiß bei der HGK bemerkbar. Beim 28:14 (50.) drohte erneut eine herbe Schlappe, doch die Gäste ließen sich nicht hängen, sondern hielten, angeführt von der gut aufgelegten Caroline Fürst, vor allem in der Schlussphase beherzt dagegen. Das Ergebnis von 36:22 war als ein wichtiges Lebenszeichen einer Kunstadter Mannschaft zu verstehen, die die nächsten freien Wochen nutzen wird, um frische Kräfte für eine nicht weniger anstrengende Rückrunde zu sammeln. mts
HC Sulzbach-Rosenberg: Schultz - Häcke (9/5), Kopp (8/1), Macarei (5/2), Eitel (3), Steiner (3), Himmerer (2), Luber (2), Pöllath (1), Wagner (1), Thom (1), Schramm (1), Rösel / HG Kunstadt: Thomas - Seufert 9/5, Fürst 6, Bornschlegel 3, Hümmer 2, Weber 1, Huber 1, Baier, Zimmermann / SR: Lehmann (Forchheim), Schwarz (Altenberg)

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