Ebensfeld
Landesliga Nordwest

TSV Ebensfeld verpasst die Sensation

Dank einer guten Leistung im zweiten Durchgang holt der TSV Ebensfeld beim Mitaufsteiger FC Coburg einen Punkt.
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Der Coburger Torjäger Daniel Sam ließ sich diese Chance gegen TSV-Keeper Brückner nicht entgehen und traf zum 3:3-Endstand. Foto: A. Höchstädter
Der Coburger Torjäger Daniel Sam ließ sich diese Chance gegen TSV-Keeper Brückner nicht entgehen und traf zum 3:3-Endstand. Foto: A. Höchstädter
Es bleibt dabei: Die Heimspiele des FC Coburg haben enorm hohen Unterhaltungswert, allerdings lässt der Gastgeber durch seine teils haarsträubende Spielweise dabei auch immer wieder unnötig Punkte auf der Strecke.
Gegen Mitaufsteiger TSV Ebensfeld reichte es wieder nur zu einem Unentschieden. Diesmal sahen die gut 250 Zuschauer keine acht Treffer wie vor 14 Tagen beim 4:4 gegen Neustadt/Aisch, sondern "nur" sechs. Aber es hätten gut und gerne noch ein paar mehr sein können, denn gerade in ihrer beherzten Anfangs- und Schlussphase ließen die Coburger reihenweise beste Chancen liegen.


Sam sorgt für das 1:0

Nach dem schnellen 1:0 durch Daniel Sam vergab der gleiche Spieler zwei weitere Hochkaräter.
Die einseitige Partie hätte nach einer knappen halben Stunde entschieden sein müssen, denn das Konzept der Platzherren ging zunächst auf, die Gäste wurden quasi überrollt. Doch nach knapp einer halben Stunde war es schon vorbei mit der Herrlichkeit, denn plötzlich lahmte die Angriffsmaschinerie der Elf von Trainer Christoph Böger. Und wie schon in den vorangegangenen Spielen schlichen sich immer mehr Ungenauigkeiten ein. Ebensfeld steckte den Rückstand gut weg und setzte mit gelegentlichen Kontern gegen die anfällig wirkende Hintermannschaft der Coburger mit einem Schuss an den Außenpfosten ein Ausrufezeichen. Beim 1:1 benötigte Ebensfeld allerdings die Mithilfe von FC-Torwart Jannik Knoch, der einen harmlosen Freistoß aus gut 40 Metern unterschätzte. Daniel Alt roch den Braten und köpfte ins leere Tor (39.). Die Vestestädter gingen dennoch mit einer Führung in die Pause, weil der eingewechselte Eidloth den durchgebrochenen Sam nur zwei Minuten später von den Beinen holte. Christian Beetz verwandelte den Elfmeter sicher zum 2:1.


Gunreben zufrieden

"Meine Jungs haben um jeden Zentimeter gekämpft" - dieses Fazit von Ebensfelds Trainer Klaus Gunreben nach der Partie trifft in erster Linie auf den zweiten Durchgang zu, denn da begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Zwar waren die Coburger ballsicherer und bestimmten auch die Richtung, doch der Mitaufsteiger war effektiver und hatte in Florian Häublein einen Doppel-Torschützen. Zuerst profitierte er von einem Missverständnis, als sich kein Coburger für eine "Kerze" im Strafraum zuständig fühlte. Und sein anschließender Kopfball aus elf Metern landete hinter der Linie, obwohl Knoch mit der Hand dran war (52.).
Danach verlor der FCC endgültig seine spielerische Linie. Auch deshalb, weil der Gegner jetzt Morgenluft witterte und mit Mann und Maus hervorragend in der eigenen Hälfte verteidigte. Beim teilweise kopflosen Anrennen ging dann der Schuss sogar ein drittes Mal nach hinten los und Coburg lag nach einem Lapsus von Yannik Krebs an der Außenlinie und einem Schrägschuss von Häublein aus gut 20 Metern ins lange Eck plötzlich sogar 2:3 hinten (71.).
Doch in den verbleibenden Minuten ließ Coburg nichts unversucht und erspielte sich jetzt wieder gute Chancen, die sogar noch zum Sieg hätten reichen können. Neben dem späten Ausgleich durch Sams wuchtigen Kopfball (89.) vergaben Schiebel und Beetz klare Möglichkeiten.
"Die Mannschaft hat über die gesamten 90 Minuten bis zum Umfallen gekämpft. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit gute Chancen. Wieder einmal geraten wir durch einen unnötigen Elfmeter in Rückstand. Nach unserer überraschenden Führung haben wir natürlich auf den wichtigen Dreier gehofft, doch durch die Kopfballstärke von Sam haben wir noch den Ausgleich kassiert, der für uns ärgerlich ist, aber für Coburg natürlich absolut verdient", sagte Ebensfelds Trainer Klaus Gunreben.


Böger sauer

FC-Coach Christoph Böger war enttäuscht: "25 Minuten guter Fußball sind eindeutig zu wenig und reichen nicht zum Dreier. Während der Gegner das Optimale aus seinen Möglichkeiten herausgeholt hat, sind wir davon derzeit meilenweit entfernt." hh
TSV Ebensfeld: Brückner - Scheler, C. Quinger (29. Eidloth), Alt, Amon, Grünert, Vogel (69. Lempa), Popp, Häublein (81. Degel), Vogt, B. Quinger.

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