Lichtenfels
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TSL-Riege vom Abstieg bedroht

Die Lichtenfelser erleben bei der zweiten Runde der Regionalliga vor allem am Pauschenpferd ein Debakel.
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Marius Steinmetz - hier am Reck - könnte der Joker in einem Top-Team der Lichtenfelser der zweiten Runde werden, wenn es um den Verbleib in der Regionalliga geht.  Foto: Peter Jakoubek
Marius Steinmetz - hier am Reck - könnte der Joker in einem Top-Team der Lichtenfelser der zweiten Runde werden, wenn es um den Verbleib in der Regionalliga geht. Foto: Peter Jakoubek
Mit dem Ergebnis von 262,90 Punkten in Monheim wird man sich im Turnteam der TS Lichtenfels zur Halbzeit der Regionalliga langsam an den Gedanken des Abstiegs in die Bayernliga gewöhnen müssen. Fast 25 Punkte hinter den Vorjahresergebnissen können nicht nur auf das Fehlen von Benedikt Zipfel zurück zu führen sein.
Offensichtlich sind gerade die bisherigen Leistungsträger in einem Trainingsrückstand, der nicht an die Vorjahresergebnisse anknüpfen lässt. Diese Lücken sind auch mit den beiden Neuen, Markus Höhlein und Matthias Mohr, nicht zu schließen. Dennoch wird die TSL-Riege nicht aufgeben, zwei Entscheidungen stehen noch aus. Auf die Herbstrunde am 16. Oktober und am 20. November kann man sich noch lange vorbereiten - und dann ist auch wieder Benedikt Zipfel mit dabei.


An den Ringen zurückgefallen

Bereits an den Ringen - im vergangenen Jahr eines der besten Geräte der TSler - fiel man zurück. Patrick Schneider bot mit 12,70 Punkten noch die sicherste Übung. Georg Großmann (11,80) und Christian Schneider (11,50) folgten. Locker zwei Punkte kostete die verturnte Übung von Julian Kochhafen (10,60).
Der Sprung wurde zwar mit 47,75 Zählern relativ gut bewältigt, keines der Konkurrenz-teams landete aber unter 48 Punkten. So mussten sich Kochhafen (12,70), P. Schneider (12,05), Maximilian Leicht (11,70) und Matthias Mohr (11,30) wieder hinten einreihen.


Am Barren nicht Letzter

Am Barren übertraf die TSL mit 47,20 zumindest die TG Augsburg (46,00). Dies war auf die Top-Übungen von Kochhafen (12,70) und P. Schneider 12,50 zurückzuführen. Marius Steinmetz steuerte 11,20 und Markus Höhlein 10,80 Zähler bei.
Keiner der vier Starter war im Anschluss in der Lage, seine Reckübung sicher vorzutragen. P. Schneider (10,75) mit der besten Wertung, Kochhafen (10,40) mit groben Fehlern, Großmann (8,95) mit Absteiger beim Flugteil und Steinmetz (8,70) mit Patzer vor dem abschließendem Salto. Daher gingen auch am Reck rund fünf Punkte verloren.


Gutes Ergebnis am Boden

Mit guten Ergebnissen am Boden warteten P. Schneider (13,40) und Kochhafen (13,30) auf. Die Neulinge Steinmetz (12,60) und Matthias Mohr (12,25) lieferten zwar eine solide Leistung ab, verhalfen aber dem Team zu keiner Verbesserung des Ergebnisses.
Mit einem harten Kampfgericht am Pauschenpferd wurden die TSler weiter zurückgeworfen. Zudem waren nun konditionelle Schwächen bei den Lichtenfelsern erkennbar. Großmann legte mit durch geturnter Übung 9,00 Punkte vor. P. Schneider musste nach zweimaliger Übungsunterbrechung durch einen Joker ersetzt werden. Den erfüllte Christian Schneider (7,50) ganz passabel. Leicht (6,80) mit Übungsunterbrechung und Kochhafen (7,70) blieben aber deutlich unter ihren Möglichkeiten. 31,00 Punkte waren das bis lang in der Liga schlechteste Ergebnis, spiegeln daher aber deutlich den derzeitigen Stand des Teams wider. peja
Stand, bayerische Regionalliga: 1. SV Unterföhring 20 Ligapunkte;2. TSV Pfuhl 14; 3. DJK Würzburg 12; 4. TG Allgäu II 8, 5. TG Augsburg 6; 6. TS Lichtenfels 0
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