LKR Lichtenfels
Handball

Standortbestimmung für die TS Lichtenfels

Kann die TS Lichtenfels den Spitzenreiter der Handball-Bezirksoberliga Bamberg ärgern? Am Sonntag um 15 Uhr ist der HC im LIchtensfelser Sportzentrum zu Gast. Die HK Kunstadt ist auswärts beim ASV Marktleuthen gefordert.
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Neben Philipp Rödel hatte auch Florian Hochwart (am Ball) in der vergangenen Woche mit einer überdurchschnittlichen Leistung überzeugt. Die TSL-Fans erwarten von dem quirligen Außenspieler gegen den HC Bamberg neben schnellen Kontern auch eine gute Abwehrhaltung, die das gefährliche Flügelspiel der Gäste erfolgreich stört.  Foto: Heike Günther
Neben Philipp Rödel hatte auch Florian Hochwart (am Ball) in der vergangenen Woche mit einer überdurchschnittlichen Leistung überzeugt. Die TSL-Fans erwarten von dem quirligen Außenspieler gegen den HC Bamberg neben schnellen Kontern auch eine gute Abwehrhaltung, die das gefährliche Flügelspiel der Gäste erfolgreich stört. Foto: Heike Günther
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Die nächsten beiden Spieltage in der Handball-Bezirksoberliga finden für die Männer der TS Lichtenfels in eigener Halle statt. Mit dem Tabellenführer HC Bamberg hat sich am Sonntag ab 15 Uhr allerdings ein großes Kaliber im Sportzentrum angesagt - die beste Mannschaft der Liga und Meisterschaftsfavorit Nr. 1. "In dieser Partie können wir sehen, wo wir stehen", sagt TSL-Trainer Nicholas Cudd.
Zwei Wochen lang hatten die Männer der HG Kunstadt Zeit, den erfolgreichen Jahresauftakt mit dem Heimsieg über die SG Rödental zu feiern. Am Samstag steht für die HGK ab 16.30 Uhr beim Tabellennachbarn ASV Marktleuthen wieder der Ligaalltag auf dem Programm.


ASV Marktleuthen - HG Kunstadt

Momentan belegt der Aufsteiger Marktleuthen einen hervorragenden vierten Rang, einen Platz vor der HG Kunstadt.
Früher als "Fahrstuhl-Mannschaft" zwischen Bezirksliga und Bezirksoberliga verschrien, hat sich der ASV mit seinem starken Kader endgültig etabliert. So kommt es, dass beide Teams als Vierter und Fünfter an diesem Wochenende das Spitzenspiel der Liga absolvieren.
Im Vorfeld müssen sich beide Mannschaften aber mit ähnlichen Problemen auseinandersetzen. Bei der HG wird am Samstag weiterhin der langzeitverletzte David Jung fehlen. Dazu kommt Oliver Oester nach seiner Roten Karte beim Heimerfolg gegen Rödental. Doch auch beim Team von ASV-Trainer Lichtinger ist die Personaldecke sehr dünn. Verantwortlich hierfür sind langwierige Verletzungen von Alex Gläsel und Christian Schädlich. Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass das Jahr 2015 für den ASV bisher wenig Zählbares hervorgebracht hat, allerdings kassierte man die beiden letzten Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Bad Rodach und Rödental. Der Heimpartie gegen die Truppe von HGK-Trainer Zelenov kommt somit eine besondere Bedeutung zu. Mit der dritten Niederlage in Serie könnten die Ost-Oberfranken ganz schnell wieder in die untere Tabellenhälfte abrutschen.
Dieselbe Gefahr besteht aus Kunstadter Sicht: Nur wer gewinnt, kann den nächsten Wochen trotz aller Personalsorgen komplett entspannt entgegensehen. Das ist der Einsatz, der der Partie am Samstag die nötige Brisanz verleihen sollte. mts


TS Lichtenfels - HC Bamberg

TSL-Trainer Nicholas Cudd und seine Mannschaft sind den Fans sehr dankbar, die sie in der vergangenen Woche lautstark unterstützt haben. "Wir hoffen, dass wir am Sonntag wieder so viel Rückendeckung aus dem Publikum bekommen", erklärt Cudd: "Der HC Bamberg kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt. Er ist Favorit, doch wenn ein Punkt für uns rausspringt, nehmen wir den natürlich gerne mit!"
Es steht außer Frage, dass sich die Bamberger nach vielen vergeblichen Anläufen endlich die Meisterschaft holen wollen. Somit werden sie in Lichtenfels nichts anbrennen lassen. Im Hinspiel allerdings war die TSL gar nicht mal ein so schlechter Gegner und ging nur mit einer 15:19-Niederlage aus der Bamberger Halle.
Der neue Coach der Korbstädter ist sich sicher, dass der Spitzenreiter sein Team nicht unterschätzt, schon allein deswegen, weil seine Männer vor Wochenfrist gegen die SG Bamberg/Hallstadt in die Erfolgsspur zurückgekehrt sind. Auch der Handballclub wird mitbekommen haben, dass die Lichtenfelser auf neuen Wegen und nach dem Trainerwechsel enorm motiviert sind. Im Kollektiv war die TSL sehr stark und will sich weiterhin derart präsentieren.
Hervorzuheben ist trotzdem die herausragende Leistung von Philipp Rödel, der in der Vorrunde noch recht unauffällig agiert hatte, zuletzt aber in der Abwehr sowohl im Mittelblock, auf halb und auf außen äußerst stark war und mit seinen fünf Toren auch für die Offensivleistung Lob erntete.
Die starken Außen und das Tempogegenstoßspiel sind die besten Waffen der Bamberger. Ein Abwehrbollwerk und schnelles Rückzugsverhalten sind deshalb Pflicht für die "Turner". Auf die in der Vorwoche erkämpften Punkte und den errungenen siebten Rang werden sich die Cudd-Schützlinge nicht ausruhen. Zum Klassenerhalt ist es noch ein weiter Weg.
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