Selb
Handball

Spiel der TS Lichtenfels aller Ehren wert

Die Lichtenfelser Rumpftruppe führt beim Tabellenführer der Handball-Bezirksoberliga, dem HSV Hochfranken, bis zum 7:5 und macht dem Titelfavoriten aus Selb den 34:23-Sieg nicht einfach.
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Mit fünf Toren aus dem Positionsspiel und vier per Siebenmetern war der Lichtenfelser Andreas Kraus auch beim HSV Hochfranken wieder der erfolgreichste Rückraumspieler.  Foto: Heike Günther
Mit fünf Toren aus dem Positionsspiel und vier per Siebenmetern war der Lichtenfelser Andreas Kraus auch beim HSV Hochfranken wieder der erfolgreichste Rückraumspieler. Foto: Heike Günther
"Das war unser bisher bestes Spiel. Das Ergebnis ist absolut in Ordnung", lobte Trainer Hans Borchert seine Lichtenfelser Bezirksoberliga-Handballer genauso wie die mitgereisten Fans, die ihr Team beim Landesliga-Absteiger HSV Hochfranken trotz der 23:34 (13:16)-Niederlage prächtig unterstützten.

Sieben Spieler fehlten Trainer Hans Borchert

Die Lichtenfelser traten in Selb ohne Philipp Rödel, Thorsten Nicol, Imran Cakir, Florian Hochwart, David Günther und die beiden Torhüter Andreas Lutz und Lukas Zapf an, die aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung standen. Borchert beorderte so Timo und Christian Goller sowie Johannes Söllner aus der TSL-Reserve in die erste Mannschaft und neben Michael Heide lief auch Torhüter Nicholas Cudd mit auf.

Lob für die Erstzleute

"Meine Ersatzleute boten zusammen mit dem Rest
des Teams eine sehr gute Leistung und hielten auch in der Abwehr hervorragend dagegen", bestätigte Borchert. Dies bewiesen auch die ersten 20 Minuten, in denen die mannschaftlich geschlossen agierenden Gäste spielbestimmend waren und bis zum 7:5 vorne lagen.
Die Verteidigung der TSL in der 6:0-Formation war bombastisch, der HSV kam zunächst nicht damit klar. Die TSL-Angriffe wurden schnell, überlegt und fast fehlerlos ausgeführt. Der dezimierte Rückraum sorgte beim HSV durch seine Torgefährlichkeit besonders für Eindruck.

Selber übernehmen mit dem 7:7

Mit dem 7:7 übernahm aber der Spitzenreiter das Kommando. Bis zum Seitenwechsel musste sich der Gastgeber jedoch gewaltig abmühen, um das 16:13 zu halten.
Heide im TS-Tor stahl dem HSV auch nach der Pause mit bravourösen Paraden viele Chancen. Mit zunehmender Dauer ließen bei den Gästen jedoch die Kräfte nach. Zwischenzeitlich agierte die TSL mit zwei Kreisläufern, um den Rückraum zu entlasten.

Pech bei Pfostentreffern

Das nötige Quäntchen Glück fehlte im Torabschluss nun bei mehreren Pfostentreffern. Die Hochfranken spielten ihre ganze Klasse aus und sorgten mit beeindruckender Technik und Schnelligkeit für klare Verhältnisse. Die Lichtenfelser waren um Schadensbegrenzung bemüht und kämpften weiter dafür, was ihnen letztlich auch gelang. Nach dem Abpfiff verließen sie erhobenen Hauptes die Selber Halle - diese Leistung war aller Ehren wert.

Die Statistik

HSV Hochfranken: Michanek, Schnabel - Kopecky (3), Koranda (6), Puschert, Najman (9/4), Vogel (3), Stöckert (1/1), Turecek (3), Fischer (2), Krauß (4), Mocker (3) / TS Lichtenfels: Heide, Cudd - Söllner (1), Schulze, A. John (1), T. Goller, Eisele, Bernecker (1), A. Kraus (9/4), Chr. Goller (1), C. John (5), Korte (5) / SR: Bönisch (Rödental), Weisflog (Coburg)

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