Bad Staffelstein
Kegeln

SKC Staffelstein: Brütting will nicht vom Titel sprechen

Der Macher des Bundesliga-Tabellenführers SKC Staffelstein schiebt die Favoritenrolle dem Titelverteidiger Zerbst zu.
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Hans-Karl Brütting vor seinem zweiten Zuhause, der Staffelberg-Kegelbahn, die bei vielen Sportler in der Bundesliga ob ihrer schwierigen Bahnen gefürchtet ist.  Foto: Udo Schilling
Hans-Karl Brütting vor seinem zweiten Zuhause, der Staffelberg-Kegelbahn, die bei vielen Sportler in der Bundesliga ob ihrer schwierigen Bahnen gefürchtet ist. Foto: Udo Schilling
Am ersten Rückrundenspieltag hat es die Bundesliga-Kegler des SKC Staffelstein doch erwischt. Beim KC Schwabsberg verlor das Team um Manager Hans-Karl Brütting mit 3:5 und kassierte die erste Niederlage in dieser Spielzeit und steht mit Titelverteidiger Rot-Weiß Zerbst punktgleich an der Tabellenspitze. Mit Brütting unterhielten wir uns über den bisherigen Saisonverlauf, seine Neuzugänge und was er 2016 erwartet.

Der SKC Staffelstein steht nach dem ersten Rückrundenspieltag vor der Weihnachtspause auf Platz 1 der Kegler-Bundesliga. Überrascht Sie das?
Ja und Nein. Im Vergleich zur vergangenen Saison haben wir gegen die drei Großen - Zerbst, Bamberg und Schwabsberg - in der Vorrunde auswärts verloren. In dieser Spielzeit hatten wir das Trio zu Hause und alle drei haben wir bezwungen, schon überraschend. Durch unsere drei Verstärkungen hat mich die makellose Vorrunde aber auch nicht überrascht.
Sind Sie zufrieden mit den Leistungen Ihrer Neuzugänge Torsten Reiser, Jürgen Zeitler und Cosmin Craciun?
Die Frage erübrigt sich. Die drei waren und sind Spitzenkegler. Wenn sie einen schwachen Tag haben, kegeln sie immer noch 590 Holz. Andere kommen an einem schwachen Tag vielleicht auf 520 oder 530. Das unterscheidet Spitzenkegler von durchschnittlichen. Das unterscheidet unser Team der vergangenen Saison von dem heuer.

Die Mannschaft muss in der Rückrunde noch nach Bamberg und zum Verfolger nach Zerbst. Wird dort die Meisterschaft entschieden?
Die Meisterschaft geht an Zerbst, keine Frage. Die verlieren kein Spiel mehr. Da sie die Spiele gegen die hinteren Mannschaften allesamt 8:0 oder 7:1 gewinnen, werden sie bei Punktgleichheit aufgrund des Mannschaftspunktverhältnisses Meister, da es ja keinen direkten Vergleich mehr gibt. Wir schlagen die hinteren Teams nur mit 5:3 oder 6:2. So ist für uns Platz 2 machbar und unser Ziel.
Die Meisterschaft ist für Staffelstein nicht drin?
Vor zehn Jahren, als wir Meister geworden sind, haben wir zum Rückrundenauftakt in Bamberg gespielt. Ohne Druck haben wir 6200 Holz mit dem Team erzielt. Hätten wir am letzten Spieltag dort gespielt, wären wir nie und nimmer deutscher Meister geworden, weil der Druck zu hoch gewesen wäre. Ähnlich sehe ich es in dieser Saison.

Sehen Sie noch Steigerungsmöglichkeiten bei Ihrer Mannschaft?
Selbstverständlich. Vor allem auf unserer Bahn. Ich kenne alle Kegelbahnen und die Staffelbergbahn ist die am schwierigsten zu bespielende. Das hat man gegen Zerbst gesehen. Die Zerbster - allesamt Nationalspieler - spielen sonst auswärts bis zu 680 Holz, bei uns kamen nur zwei gerade über 600. Selbst die Besten müssen sich erst an die Bahn anpassen. Und da spielen unsere drei Neuen noch nicht am Optimum.
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