Ebersdorf bei Coburg

Nur die Vorrunde ist spannend

Bei der Kreismeisterschaft setzt sich der Landesligist FC Burgkunstadt im Finale deutlich mit 12:4 gegen Sonnefeld durch.
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Gegen den Bezriksligisten VfL Frohnlach II (gelbe Trikots) musste Burgkunstadt die einzige Niederlage einstecken. Fotos: Heinrich Weiß
Gegen den Bezriksligisten VfL Frohnlach II (gelbe Trikots) musste Burgkunstadt die einzige Niederlage einstecken. Fotos: Heinrich Weiß
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FC Burgkunstadt heißt der neue Hallenkreismeister aus Coburg/Lichtenfels. In einem einseitigen Finale besiegte das Team um Top-Kanonier Bastian Gutgesell den zum Finale dezimierten TSV Sonnefeld mit 12:4. Die 200 Zuschauer sahen letztmals die Kreismeisterschaft im klassischen Stil mit tempo- und torreichen Fußball unter dem Hallendach.

Bei der Siegerehrung zeigte sich Kreisspielleiter Helmut Dinkel hochzufrieden: "Die Einsatzfreude aller Teilnehmer war unübersehbar, dennoch blieb es fair. Wir sahen letztmals klassischen Hallenfußball, denn ab nächste Woche spielen wir dann generell nach den Fifa-Futsal-Regeln und vielleicht war es heute auch deshalb oft emotional!"

Von Beginn an gab es tolle Tricks und viele Kabinettstückchen, oft auch mit Hilfe der Rundumbande. "Keine einzige Partie blieb torlos - das wollen wir Fans doch so sehen!", freute sich ein Zuschauer.
In der Vorrunde marschierte die Bezirksligamannschaft des VfL Frohnlach II mühelos und ohne Verlustpunkt durch die Gruppenphase. Im torreichsten Gruppenspiel schossen die "jungen Wilden" von Coach Oliver Müller den SV Hut Coburg mit 5:1 ab. Ebenfalls recht souverän zog der Landesligist FC Burgkunstadt ins Halbfinale ein und musste sich eben nur der Bayernligareserve (0:1) geschlagen geben. Der FC Schwürbitz verspielte sich schon in der zweiten Partie durch Uncleverness alle Chancen und blieb ohne Punktgewinn hinter Hut Coburg.

Die andere Gruppe war deutlich ausgeglichener und schlussendlich setzte sich doch die Favorisierten TSV Marktzeuln vor dem TSV Sonnefeld durch. Das A-Klassenteam des SC Jura Arnstein siegte immerhin noch gegen Kreisligist SpVgg Lettenreuth und gewann neben dem dritten Gruppenplatz auch den Fairnesspokal mit lediglich einem Foul im gesamten Turnier.

Die vier Halbfinalisten waren bereits für die Endrunde in Kronach qualifiziert und stritten lediglich noch um die lukrativen Preise des Brauhaus Leikheim und der Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Im ersten Semifinale entschied Goalgetter Patrick Schwesinger durch einen Standard die Partie für seinen TSV Sonnefeld mit 1:0 gegen den VfL Frohnlach II. Im anderen Duell war es deutlich spannender. Der mit überzeugender Mehrweit zum besten Keeper gewählte Venthan Surenthian (TSV Marktzeuln) rettete mit Glanzparaden seinen Jungs das 1:1 gegen den FC Burgkunstadt und damit fiel die Entscheidung im Siebenmeterschießen. Nach 22 Versuchen entschied dann der zum besten Spieler gekürte Spielertrainer Marco Dießenbacher mit 11:10 die Partie für seinen FCB und sicherte damit den Einzug ins Endspiel.

Im kleinen Finale kam es ebenfalls zum Siebenmeterschießen und dort gewann diesmal das Team von Florian Engelmann gegen den VfL Frohnlach II mit 9:8.

Im Endspiel waren die Fronten schnell geklärt. Der TSV Sonnefeld musste auf drei Akteure verzichten, die schon die Halle verlassen hatten und auf dem Weg zum Bundesligaspiel des 1. FC Nürnberg waren, und lag bereits nach vier Minuten mit 0:4 in Rückstand. Angeführt vom Top-Kanonier Bastian Gutgesell machte der FC Burgkunstadt das Dutzend voll und siegte 12:4.

Am Samstag, 4. Januar, findet die Endrunde im Kronacher Schulzentrum nach neuen Regeln statt. Die Meinung zum Thema Futsal war auch in der Ebersdorfer Frankenlandhalle äußerst gespalten. "Meine Jungs dürfen selbst entscheiden, wer da mit spielt!", erklärte Florian Engelmann und ergänzte: "Bisher sind die meisten aber nicht überzeugt." Der VfL Frohnlach II wird sicher mit den "jungen Wilden" teilnehmen und auch Coach Oliver Müller lässt sich überraschen: "Wir haben es noch nie wirklich gespielt. Ich bin gespannt und danach werden wir uns ein Urteil erlauben."
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