Altenkunstadt
Handball

Kunstadter im Doppeleinsatz

Die HG Kunstadt erwartet am Samstag Bamberg und am Sonntag im Derby Lichtenfels. Weidhausen bekommt es in Michelau mit dem HSC Coburg III zu tun.
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Große Hoffnung legen die Kunstadter Fans auf Rückkehrer Hannes Beuerle, dessen Torgefahr und Erfahrung an diesem Wochenende bei gleich zwei Heimspielen gefragt sein werden. Immerhin geht es am Samstagabend um 18 Uhr gegen den Verfolger HC 03 Bamberg und am Sonntag um 16 Uhr im Derby gegen die TS Lichtenfels.  Foto: Matthias Schneider
Große Hoffnung legen die Kunstadter Fans auf Rückkehrer Hannes Beuerle, dessen Torgefahr und Erfahrung an diesem Wochenende bei gleich zwei Heimspielen gefragt sein werden. Immerhin geht es am Samstagabend um 18 Uhr gegen den Verfolger HC 03 Bamberg und am Sonntag um 16 Uhr im Derby gegen die TS Lichtenfels. Foto: Matthias Schneider
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Ein Wochenende, wie es die Kunstadter Bezirksoberliga-Handballer bisher selten erlebt haben dürften, erwartet die Mannschaft von HGK-Trainer Kostja Zelenov. Denn eigentlich wäre die Heimpartie am Samstagabend um 18 Uhr gegen den direkten Verfolger vom HC 03 Bamberg schon Höhepunkt genug. Doch keine 24 Stunden später treffen die Kunstadter am Sonntag um 16 Uhr - erneut in der Altenkunstadter Kordigasthalle - auf den Lokalrivalen TS Lichtenfels.


HG Kunstadt - HC 03 Bamberg
HG Kunstadt - TS Lichtenfels

Spitzenspiel und Derby innerhalb weniger Stunden - das mag dem Kunstadter Anhang ein denkwürdiges Handball-Wochenende bescheren. Für die Mannschaft bedeutet dies absolute Schwerstarbeit. Denn die von der Papierform leichte Aufgabe gegen die Lichtenfelser wird am Sonntag nicht einfacher, wenn man die Belastung der HGK vom Vortag im Blick hat.
Denn was Oester & Co. da zu erwarten haben, ist schlichtweg die bisher größte Herausforderung der bisherigen Saison. Das Bamberger Team von Coach Roppelt ist mit 20:4 Punkten der einzige ernsthafte Verfolger des verlustpunktfreien Spitzenduos HSV Hochfranken und HG Kunstadt. Allerdings ist die Partie zugleich die letzte Chance für die Bamberger, noch ein Wort bei der Titelvergabe mitzureden. Sollte Kunstadt gewinnen, dann wäre Bamberg endgültig aus dem Rennen.
Somit ist klar, dass die Gastgeber in diesem Spitzenspiel auch eine Spitzenleistung abrufen müssen. Dass sie dazu in der Lage sind, bewiesen sie im Hinspiel. In einer hochklassigen Partie siegten die Zelenov-Schützlinge in Bamberg mit 30:29. Um dies zu wiederholen, wird die Mannschaft an ihre Grenzen gehen müssen. "20 bis 30 gute Minuten werden gegen Bamberg nicht ausreichen", sagt Routinier Andrei Stirbati und denkt dabei an die zuletzt eher durchwachsenen Leistungen. Die Abwehr wird sich auf einen variablen und vor allem schnellen Gegner einstellen müssen.
Bambergs Trainer Roppelt hofft, auf einen möglichst breiten Kader zurückgreifen zu können, denn mit einer dezimierten Truppe entkam sein Team zuletzt nur knapp einer Auswärtspleite beim HSC Coburg III.
Für Optimismus sorgt im Kunstadter Lager hingegen Hannes Beuerle. Der 34-jährige Spielmacher setzt sein Versprechen um und schnürt in der zweiten Saisonhälfte nochmals die Handballschuhe für die HGK. Dabei können seine Übersicht und vor allem sein Tempo der Mannschaft gegen Bamberg nur helfen. Trainer Zelenov weiß aber auch, dass am Samstag alle an ihre Leistungsgrenzen gehen müssen.
Und genau aufgrund dieser Tatsache, erwartet die Kunstadter Handballer einen Tag später gleich der nächste heiße Tanz: Um 16 Uhr ist Derby-Zeit in der Kordigasthalle. Fans und Spieler dürfen sich auf bis in die Haarspitzen motivierte Lichtenfelser freuen. TSL-Coach Hillebrand, ehemaliger Herrentrainer des HC 03 Bamberg, weiß um die große Chance, die sich seiner Mannschaft aufgrund des engen Kunstadter Spielplans eröffnet. Gerade weil Spieler wie Lakiza, Trotsenko, Stirbati und Beuerle eher zu den Älteren der Liga zählen, könnte die kurze Regenerationszeit nach dem Bamberg-Spiel zu einem Lichtenfelser Vorteil werden. Im Hinspiel setzte es allerdings eine 16:31-Schlappe für die ohne "Tormaschine" Andreas Kraus angetretenen TSler. mts


TV Weidhausen - HSC Coburg III

Wenn zwei unmittelbare Tabellennachbarn gegeneinander antreten, beinhaltet dies eine besondere Brisanz. So trifft am Sonntag (16.30 Uhr) in der Michelauer Mainfeldhalle der Tabellensiebte TV Weidhausen (10:14) auf den Achten HSC Coburg III (8:16). Die 28:29-Niederlage der Vestestädter gegen den Tabellendritten HC 03 Bamberg ließ aufhorchen, doch auch Weidhausen überzeugte zuletzt mit 25:21 gegen die SG Bad Rodach/Großwalbur.
Eigentlich haben die Steinberger-Schützlinge mit den den Coburgern noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel verloren sie mit 28:34. Allerdings hat dabei der TV Weidhausen seine bisher schlechteste Saisonleistung gezeigt. "Wir haben damals die notwendige Einstellung zum Spiel vermissen lassen," erklärt Frank Steinberger und will im Rückspiel den Spieß umdrehen.
Viel hängt von der Personalsituation der Coburger ab. Die überwiegend aus A-Jugendlichen bestehende Mannschaft des Trainergespanns Andreas Gahn/Martin Röhrig können jedem Team das Leben schwer machen. Mit welchem Personal die Gäste nach Michelau anreisen, bleibt abzuwarten. Sowohl die A-Jugend als auch die Regionalligamannschaft bestreiten ihre Spiele bereits am Samstag.
Bereits um 14.30 Uhr trifft die Reserve des TV Weidhausen in der Bezirksklasse Mitte an gleicher Stelle auf den TV Ebersdorf II. kag

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