Ebensfeld
Fußball-Landesliga Nordwest

Folgt nun die Reaktion in Schweinfurt?

Nach dem 0:5 gegen Ansbach ist der TSV Ebensfeld heute Nachmittag aber auch bei der Regionalliga-Reserve nur in der Außenseiterrolle.
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So respektlos gegenüber dem Gegner auftreten wie gegen Memmelsdorf, fordert der Ebensfelder Trainer Klaus Gunreben. Zum Saisonauftakt kam der TSV so zu einem 1:1. Wie's geht zeigt hier der Ebensfelder Daniel Alt (links) gegen den Memmelsdorfer Markus Beiersdorfer. Foto: sportpress
So respektlos gegenüber dem Gegner auftreten wie gegen Memmelsdorf, fordert der Ebensfelder Trainer Klaus Gunreben. Zum Saisonauftakt kam der TSV so zu einem 1:1. Wie's geht zeigt hier der Ebensfelder Daniel Alt (links) gegen den Memmelsdorfer Markus Beiersdorfer. Foto: sportpress
Der Landesliga-Aufsteiger TSV Ebensfeld (17.) ist spätestens nach der 0:5 (0:3)-Heimschlappe gegen die starke SpVgg Ansbach (6.) da angekommen, wo die meisten Verantwortlichen ihre mit fast ausschließlich einheimischen Spieler gespickte Mannschaft auch schon vor der Saison erwartet hatten, nämlich im Abstiegskampf.
Gegen den Bayernliga-Absteiger aus Mittelfranken wurde bereits in der ersten Halbzeit deutlich, dass Ebensfeld schon einen sehr guten Tag benötigt, um gegen die Spitzenmannschaften der Landesliga Nordwest mithalten zu können. Die Krux an der Sache ist aber, dass die Liga in dieser Saison wohl unglücklicherweise so stark und ausgeglichen ist wie schon lange nicht mehr. Dennoch herrscht in Ebensfeld noch lange nicht Ernüchterung. Vielmehr wird die aktuelle Saison weiterhin als Geschenk angesehen, wie auch TSV-Trainer Klaus Gunreben bestätigt: "Gegen Ansbach war es ein Klassenunterschied, keine Frage.
Dennoch sehen meine Spieler diese Partien auch weiterhin als positive Erfahrungswerte an. Logischerweise ist man nach solchen Niederlagen trotzdem etwas geknickt."


Gunreben: Ehrfurcht ablegen

Es gibt außerdem trotz der hohen Niederlage gegen die Mittelfranken auch den ein oder anderen Lichtblick aus Ebensfelder Sicht. So bot vor allem Tommy Grünert eine sehr engagierte Leistung und setzte viele Akzente. Zumeist war Grünert selbst vom überlegenen Gegner nur durch ein Foul zu stoppen. Genau hier sieht auch TSV-Trainer Klaus Gunreben die Chance zur Weiterentwicklung: "Wir müssen weiter an den Aufgaben wachsen, denn unser Ziel ist es, am Ende zwei Mannschaften hinter uns zu lassen."
Um dieses Ziel zu realisieren, muss sich jedoch noch einiges tun. Gerade gegen die SpVgg Ansbach wirkte der TSV seltsam zurückhaltend und kam im Mittelfeld kaum in die Zweikämpfe. "Wir müssen die Ehrfurcht vor starken Gegnern ablegen", fordert Gunreben für zukünftige Aufgaben und fügt an: "Gegen Memmelsdorf haben wir es ja schon sehr gut gemacht. Dahin müssen wir wieder kommen."
Bestenfalls nehmen sich die Spieler die Worte ihres Trainers bereits am heutigen Samstag zu Herzen. Denn auch heute um 16 Uhr wird man bei der Regionalliga-Reserve des FC Schweinfurt 05 (8.) in der Außenseiterrolle sein und nur mit einem couragierten Auftritt eine reelle Chance auf Auswärtspunkte haben.


Junge Schweinfurter Truppe

Dabei wird auch die Besetzung des Gegners eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen. Schließlich weiß man im Vorfeld eigentlich nie, auf welche personellen Verstärkungen aus der ersten Mannschaft kommen. Ohnehin hat sich der aktuelle Tabellenachte extrem schnell in der Landesliga Nordwest etabliert.
In den beiden letzten Spielen war allerdings kein Spieler aus der Regionalliga im Einsatz. Die junge Truppe, die zum großen Teil seit der F-Jugend zusammenspielt, hatte ein Durchschnittsalter von 19,3 Jahren und begeisterte beim 2:1-Sieg über die Würzburger Kickers II und beim 2:2 in Kleinrinderfeld.
Bereits in der vergangenen Saison sprang als Aufsteiger ein fünfter Platz heraus. So verwundert auch der Respekt des TSV-Trainers Klaus Gunreben kaum: "Schweinfurt gehört auch zu den spielerisch stärksten Mannschaften der Liga. Wenn wir aber unsere Ehrfurcht ablegen, können wir vielleicht selbst gegen einen so guten Gegner punkten."
Bei diesem ambitionierten Vorhaben muss der Ebensfelder Coach allerdings neben den bereits bekannten Ausfällen auch noch auf Daniel Röder, Dominik Eideloth und Thomas Stölzel verzichten. berg
TSV Ebensfeld: Brückner, Mantel - Alt, Ammon, Grünert, Vogel, Häublein, Popp, B. Quinger, C. Quinger, Degel, Lieb, Vogt, Scheler, Lempa
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