Unterleiterbach
Fußball

FSV Unterleiterbach am Ende obenauf

Lange Zeit führte der FSV Unterleiterbach die Fußball-Kreisliga Bamberg an. Nach einem Tief nach Ostern sicherten sich die FSVler den zweiten Platz erst in einem Entscheidungsspiel, ehe die Kicker aus dem Zapfendorfer Gemeindeteil mit zwei Siegen in der Relegation doch noch den Sprung in die Bezirksliga schafften.
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Frenetischer Jubel auf der Auswechselbank und bei den Unterleiterbacher Fans im zweiten Relegationsspiel des FSV gegen den SV Dörfleins. Gerad hat Benjamin Schmitt fast mit dem Pausenpfiff das 1:0 erzielt. Die "Lätterbocher" gewannen am Ende mit 2:1 nach Verlängerung und haben damit den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.  Foto: Günther Geiling
Frenetischer Jubel auf der Auswechselbank und bei den Unterleiterbacher Fans im zweiten Relegationsspiel des FSV gegen den SV Dörfleins. Gerad hat Benjamin Schmitt fast mit dem Pausenpfiff das 1:0 erzielt. Die "Lätterbocher" gewannen am Ende mit 2:1 nach Verlängerung und haben damit den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Foto: Günther Geiling
Nach drei Jahren in der Kreisliga Bamberg ist den Fußballern des FSV Unterleiterbach die Rückkehr in die Bezirksliga Oberfranken West gelungen. Acht Jahre kickten die FSVler bereits in der Bezirksliga, ehe sie nach der Saison 2011/12 in die Kreisliga zurück mussten. Nach Platz 13 und 9 starteten die "Lätterbocher" in der vergangenen Spielzeit durch.

Tolle Serie nach Auftaktpleite

Mit dem neuen Trainer Jürgen Schmitt, der Lutvi Jefkay ablöste, der aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, legten die FSVler eine beeindruckende Saison hin. Nach der unglücklichen 1:2-Auftaktniederlage beim späteren Meister TSV Schammelsdorf verloren die Schmitt-Mannen erst wieder im letzten Spiel vor der Winterpause mit 0:2 gegen Tütschengereuth. Das waren 16 Spiele mit elf Siegen bei fünf Unentschieden. Mit der Niederlage verlor der FSV die Tabellenführung.
"Da wurde die Mannschaft wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt", beschreibt Abteilungsleiter Gerald Eberlein den Dämpfer zur rechten Zeit. Platz 1 erorberte das Team aber zu Jahresbeginn wieder. Bis Mitte April führten die Unterleiterbacher die Liga an.

Nur zwei Punkte aus fünf Spielen

"Dann begann aber das große Flattern", berichtet Abteilungsleiter Gerald Eberlein. "In den folgenden fünf Spielen holten wir nur zwei Punkte. Damit war sogar der zweite Tabellenplatz in Gefahr." Der TSV Burgebrach schloss - nachdem die Steigerwälder schon acht Zähler zurückgelegen waren - nach Punkten auf.
Nach Saisonschluss musste ein Entscheidungsspiel her, wer als Vizemeister an der Relegation zur Bezirksliga teilnehmen durfte. In Oberhaid schlug der FSV die Burgebracher souverän mit 4:1. Im ersten Relegationsspiel schlugen die Schmitt-Schützlinge den Bezirksligisten TSV Hirschaid mit 2:1.

Benjamin Schmitt schieße den FSV in die Bezirksliga

Im zweiten Match ging es - erneut in Oberhaid - gegen den SV Dörfleins. In einem sehr kampfbetonten Spiel mit hohem Unterhaltungswert lagen die Unterleiterbacher durch einen Treffer von Benjamin Schmitt mit dem Halbzeitpfiff in Führung, die auch bis zur 84. Min. hielt. Durch den Ausgleich des SVD ging es in die Verlängerung. Hier sorgte Benjamin Schmitt mit seinem Tor nach hervorragender Vorarbeit von Markus Kobold in der 116. Minute für die Entscheidung zum Aufstieg.
"Die Garanten für den Erfolg waren vor allem die Abwehr und die mannschaftliche Geschlossenheit", lobt Eberlein das Erfolgsteam um die brandgefährlichen Angreifer Benjamin Schmitt (19 Treffer) und Franz Schmuck (11), die für 30 der 64 FSV-Treffer gesorgt haben.

Drei Tage lange Aufstiegsfeier

Drei Tage lang habe man den Aufstieg gefeiert, erzählt Vorsitzender Hans Brückner, der vor allem von der tollen Unterstützung der Fans in den Relegationsspielen begeistert war. "Vor allem unsere Mädchen- und Frauenmannschaft muss ich hier besonders loben", sagt der FSV-Vorsitzende, der mit dem Zuschauerzuspruch während der Saison zufrieden war. "In unserer Schwächephase nach Ostern haben zwar einige Fans gemurrt, doch insgesamt ist die Zahl von 170 Zuschauern im Schnitt für ein Dorf mit 630 Einwohnern in Ordnung."

Zwei Neue stehen schon fest

Die Planungen für die kommende Spielzeit in der Bezirksliga laufen auf Hochtouren, wie Brückner verrät. Zwei Neuzugänge im Team von Trainer Jürgen "James" Schmitt stehen bereits fest. Stefan Meinert (28) vom Kreisklassisten ASV Reckendorf verstärkt das Team. Vom Nachbarn TSV Staffelstein kommt Stürmer Thomas Schneider (26). Mit weiteren Spielern sei man im Gespräch, sagt Brückner. Bis auf eine bescheidene Punkteprämie, für die ein Förderkreis sorgt, werde beim FSV nichts gezahlt, so der Vorsitzende. "Wir bauen weiter auf junge Spieler, die aus dem eigenen Nachwuchs beziehungsweise aus der Spielgemeinschaft mit Zapfendorf, Lauf und Sassendorf kommen", sagt Brückner. Mit den Nachbarklubs bildet man den Nachwuchs aus. Inzwischen, so weiß Brückner, sind auch die Jugend-Spielgemeinschaften in den Regularien des Bezirksliga-Spielbetriebes anerkannt.
Vor fünf Jahren wurden dem FSV aufgrund fehlender Jugendteams im Verein noch drei Punkte abgezogen und es drohte in der Folgesaison der Zwangsabstieg. Nur mit einem Kniff zusammen mit dem ASV Stübig umging man damals diese Szenario.

Gewachsenes Team

Der Kern der derzeitigen Mannschaft rekrutiert sich aus dem Team, das vor zwei Jahren neu aufgebaut wurde. Neben den beiden Routiniers Markus Scholz (33) und Serge Meli (37) ist der Rest des Teams unter 25. "Die Mannschaft ist jung, aber aus vielen Einheimischen gewachsen, sodass mir vor der Bezirksliga nicht Bange ist. Ich wäre aber auch nicht böse gewesen, wenn es mit dem Aufstieg nicht geklappt hätte, denn die Kreisliga Bamberg ist durchaus attraktiv. Mit Breitengüßbach ist ja ein weiterer Nachbar in die Kreisliga aufgestiegen", sagt Brückner.
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