Seubelsdorf
Schach

Ein Sieg war zu wenig für die SG Michelau/Seubelsdorf

Die SG Michelau/Seubelsdorf verliert in der Schach-Bezirksoberliga in Nordhalben, bleibt aber Tabellenzweiter.
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Mustergültig konsequent in der Verwertung einer Angriffsstellung: Bernd Stammberger von der SG Michelau/Seubelsdorf.  Foto: Markus Häggberg
Mustergültig konsequent in der Verwertung einer Angriffsstellung: Bernd Stammberger von der SG Michelau/Seubelsdorf. Foto: Markus Häggberg
Die Zeichen standen ungünstig für die SG Michelau/Seubelsdorf I. Gleich zwei starke Stammspieler fehlten den SGlern beim FC Nordhalben. So setzte es auch folgerichtig eine 3:5-Niederlage. Dennoch blieben die Michelauer in der Schach-Bezirksoberliga auf dem zweiten Platz.
Zumindest der Auftakt gelang und ließ die SG hoffen. Bernd Stammberger überwand nämlich die Verteidigung von Hans Scherbel. Allerdings kam ihm der Nordhalbener auch etwas entgegen, denn den Läufereinschlag in seine Königsstellung ließ er zu. Danach war er rettungslos verloren, da Stammberger geradezu beispielhaft seine Kräfte mobilisierte und Zugwege für schweres Geschütz zum Königsflügel fand.
Die Phase der Hoffnung sollte andauern, denn Patrick Schüpferling nahm einem nominell stärkeren Gegner vorbildlich den Wind aus den Segeln. Allerdings wählte Frank Zimmermann auch eine unorthodoxe Figurenaufstellung, bei der Schüpferling mit gesunden Eröffnungszügen nur dagegenhalten brauchte, um ein Remis zu erreichen.


Häggberg in der Eröffnungsfalle

Doch dann drehte der Wind, auch weil Markus Häggberg in eine Eröffnungsfalle lief. Ein langschrittiger Läufer Wolfgang Burgermeisters beschäftigte ihn zu lange, um seine Entwicklung harmonisch zu gestalten. Die Folge davon war überwältigende Figurenaktivität mit unabwendbaren Drohungen binnen kürzester Zeit.
Eine Wendung des Geschehens musste auch Nachwuchsspieler Benjamin Zerr erfahren. Der Nordhalbener Sven Müller hielt eine elastische Auffangstellung für Zerrs Aktivitäten bereit und konterte diesen aus. Erst recht, da Zerr in Zeitnot geriet.


Seubold verkürzt

Noch einmal sollte die SG Michelau/Seubelsdorf zurückschlagen, was an Routinier Karl Heinz Seubold lag. Der Ersatzmann machte in Stefanie Birkes Stellung eine Schwäche aus und belagerte diese konsequent. In einem reinen Springerendspiel holte er die Bauernschwäche ab und brachte den Materialvorteil sicher nach Hause.
Unsicher hingegen agierte Gert Grüner am Spitzenbrett gegen Horst Wunder. Zwar hielt er lange souverän mit, aber letztlich sollte er in ausgeglichenem Bauernendspiel glatt einen Bauern einstellen, mit der Folge, dass weitere Bauern Wunder mühelos zufielen.


Wechselndes Schlachtenglück

Zäh war das Ringen zwischen Alfons Schüpferling und Hilmar Stumpf. Mit wechselndem Schlachtenglück. Auch hier gab's eine unorthodoxe Eröffnungsbehandlung seitens des Nordhalbeners, denen Schüpferling ab dem Mittelspiel durch geschicktes Lavieren entgegnete. Er sollte sogar einen Bauern einstreichen, war aber nicht konsequent in der Verwertung, sodass die Partie remis endete.
Blieb noch Andreas Schüpferling, der ebenfalls lange dem Nordhalbener Stefan Wunder Paroli bot. Doch auch ihn ereilte das Schicksal eines seltenen Bauerneinstellers. MH
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