Ebensfeld
Fußball-Landesliga Nordwest

Ein Punkt, der Ebensfeld nicht weiterhilft

Innerhalb von 60 Sekunden war die Kerwa-Partie des TSV Ebensfeld gegen Leinach entschieden. Die Gastgeber klettern sogar einen Rang nach oben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der TSV Ebensfeld bekam gegen Leinach sogar einen Handelfmeter zugesprochen, den Kevin Popp aber knapp neben den linken Pfosten setzte. Foto: Hartmut Klamm
Der TSV Ebensfeld bekam gegen Leinach sogar einen Handelfmeter zugesprochen, den Kevin Popp aber knapp neben den linken Pfosten setzte. Foto: Hartmut Klamm
Der TSV Ebensfeld hat auch gegen das Schlusslicht der Landesliga Nordwest nicht gewonnen, sich zur eigenen Kirchweih zumindest mit einem Punkt und dem Sprung auf einen Relegationsplatz belohnt.


TSV Ebensfeld - FC Blau Weiß Leinach 1:1

Ohne drei etablierte Stammspieler musst der TSV sein Kerwaspiel gegen den Tabellennachbarn bestreiten. "In Anbetracht dessen, dass uns heute wieder wichtige Spieler wie Häublein, Dierauf und Vogel fehlten, gingen wir an unsere Grenzen", sagte Trainer Klaus Gunreben.

In den Anfangsminuten merkte man den Mannschaften die Bedeutung dieses Sechs-Punkte-Spiels an, denn beide Teams waren auf Ballsicherung bedacht und wagten kaum einen Vorstoß in des Gegners Hälfte.
Die Hausherren setzten nach zehn Minuten das erste Ausrufezeichen der Partie: Nach einer schönen Hereingabe von Kevin Popp von der Grundlinie zog Benedikt Quinger ab, doch ein Verteidigerbein lenkte den Ball zur Ecke, die nichts einbrachte.

Auch nach einem von Tommy Grünert getretenen Freistoß aus dem linken Mittelfeld scheiterte derselbe Spieler nach Kopfballverlängerung von Sebastian Amon denkbar knapp. Im Gegenzug geriet Ebensfeld wie so oft in den letzten Wochen nach einer Nachlässigkeit überraschend ins Hintertreffen. Im Mittelfeld wurde nicht konsequent attackiert und so stand nach einer schönen Direktkombination Fabian Lichtlein frei vor dem Tor und hatte keine Mühe, rechts unten einzuschieben (11.).


Ebensfeld antwortet sofort

Doch die Einheimischen schlugen postwendend zurück. Einen langen Ball nahm Benedikt Quinger direkt und hob ihn über den verdutzten Gästeschlussmann hinweg zum Ausgleich ins Tor (12.). Beide Mannschaften waren anschließend wieder überwiegend auf Ballsicherung bedacht und das Geschehen spielte sich bis kurz vor dem Pausenpfiff fast ausschließlich im Mittelfeld ab.

Doch als ein Leinacher in der 40. Minute den Ball im Strafraum absichtlich mit der Hand abwehrte, zeigte der gut leitende Schiedsrichter Söllner sofort auf den Punkt. Nachdem der etatmäßige Elfmeterschütze Rainer Dierauf fehlte, schnappte sich Popp die Kugel. Allerdings setzte der Kapitän diese haarscharf am Pfosten vorbei. "Wir hatten Glück, dass der Elfmeter verschossen wurde und es keine rote Karte gab", räumte Gästetrainer Berthold Göbel ein.

In der zweiten Hälfte wurde in einer zerfahrenen Begegnung kaum noch Fußball gespielt und den zahlreichen Zuschauern magere Fußballkost geboten. "Wie man heute gesehen hat, stehen beide Mannschaften zurecht hinten in der Tabelle", fand Göbel. Erst nach einer Stunde hatten die "Blau-Weißen" nach einer schönen Einzelaktion von Johannes Leven die erste Möglichkeit. Er ließ drei Gegenspieler stehen und wurde erst von Matthias Vogt gestoppt, der sich mit letztem Einsatz in den Schuss warf.


TSV-Chance erst kurz vor Schluss

Auch zwei Freistöße in aussichtsreicher Position an der Strafraumgrenze konnten die Gäste nicht verwerten. Die treuen Ebensfelder Anhänger mussten fast bis zum Schlusspfiff warten, bis auch ihre Mannschaft nochmals gefährlich vor dem Gästetor auftauchte. Aber auch Domink Kremers Schuss wurde von einem Leinacher Abwehrspieler entschärft.

So blieb es in einem mäßigen Landesligaspiel im Duell der Kellerkinder beim leistungsgerechten Remis, das keiner Mannschaft so recht weiterhilft. "Das 1:1 geht zwar in Ordnung, aber uns fehlt es zur Zeit an Glück und Abgeklärtheit, um so ein Spiel auch mal zu gewinnen", analysierte Gunreben. th
TSV Ebensfeld: Brückner - Stölzel, Alt, Amon, Grünert, Popp, Do. Kremer, B. Quinger, Eideloth, Vogt (70. Scheler), Lempa (61. Röder)
FC Leinach: Schulze-Happe - Brendel, Öchsner (35. Hoh), M. Weidner, Härth, A. Weidner, Pickel, Leven (75. Geißler), Bufe, Kurz, Lichtlein
SR: Söllner (Schonungen) / ZS: 300 / Tore: 0:1 Lichtlein (11.), 1:1 B. Quinger (12.) /

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren