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Redwitz
Mountainbike

Damen-Quartett aus Redwitz und Trieb fährt zum EM-Titel

Das Kronacher Sirius-X-Ice-Radsportteam mit Fahrerinnen aus Redwitz und Trieb dominiert im Vierer-Damenteam bei der Zwölf-Stunden-MTB-Europameiserschaft in Dießen am Ammersee. Das Herrenteam fuhr auf Platz 7 aller 48 gestarteten Vierer-Teams.
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Das erfolgreichen Männerteam mit (von links) Peter Erhardt, Thomas Müller, Uwe Kuhnlein und Micha Trinkwalter.
Das erfolgreichen Männerteam mit (von links) Peter Erhardt, Thomas Müller, Uwe Kuhnlein und Micha Trinkwalter.
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Zusammen haben die beiden Mountainbike-Teams 575 Kilometer und 9500 Höhenmeter in zwölf Stunden abgespult.

Jede Runde gewechselt

Die vier Damen des Sirius-X-Ice Teams gehören zu den besten ihrer Klasse: Tanja Trinkwalter vom TVRedwitz und Kerstin Kuhnlein vom RVC Trieb sowie Theresa Wolfrum und Jasmin Erhardt. Die Fahrerinnen gaben den Staffelstab von Beginn an nach jeder der 7,8 km langen Runde an eine frische Teamkollegin weiter und fuhren mit so viel Druck an den Anstiegen, dass kein Zweifel am Siegeswillen bestand. Runde für Runde wuchs der Vorsprung. Auch wenn die Damen der Sportschule Puch wacker dagegen hielten und versuchten, den Rückstand so gering wie möglich zu halten, so waren es doch zwei Minuten die ihnen pro Wechsel auf das Sirius-Team fehlten. Als etwa eine Stunde vor dem Ende der Himmel seine Schleusen öffnete, war bereits alles entschieden.
Das Damenteam hatte bereits über eine Stunde Vorsprung.
Eigentlich hätten sie jetzt das Zelt gar nicht mehr verlassen, sondern einfach nur noch auf das Ende und ihren Sieg warten müssen. Doch es gehört zum Sport, dass man auch solch ein Rennen zu Ende fährt. Insgesamt standen nach zwölf Stunden 275 Kilometer und 4500 Höhenmeter für die Oberfranken zu Buche.

Herren zu Beginn nur zu dritt

Das Vierer-Herrenteam, das zunächst als Dreier-Team starten musste, hatte von vornherein schlechtere Chancen. Ein guter Platz im Mittelfeld der stark besetzten Herrenklasse war das Ziel. Thomas Müller und Uwe Kuhnlein vom RVC Trieb sowie Michael Trinkwalter vom Turnverein Redwitz begannen zunächst mit einem Zwei-Runden-Wechselrhythmus, um die Pausenzeiten etwas länger zu halten. Das Trio setzte sich im Vorderfeld fest und lag zeitweise sogar auf Platz 6 der 48 gestarteten Vierer-Teams. Als die Kräfte schwanden, stellten die Oberfranken ebenfalls auf einen rundenweisen Wechsel um. Mit dem kürzeren Intervall erreichten die Fahrer wieder Zeiten wie zu Beginn.

Peter Erhardt nicht zu bremsen

Als mit Peter Erhardt der vierte Fahrer zum Team stieß und immer noch Platz 7 auf der Anzeige stand, war klar, dass von den nachfolgenden Teams keine Gefahr mehr drohte. Souverän spulte Erhardt, der nun jede zweite Runde übernahm, seine Kilometer ab. Als etwa eine Stunde vor Ende des Rennens Unwetter und Platzregen einsetzten, war er nicht mehr zu bremsen und schickte seine Teamkameraden vorzeitig zum Duschen. Im Wald war es mittlerweile so dunkel und rutschig, dass kaum noch ein vernünftiges Fahren möglich war. Während Peter Erhardt und Tanja Trinkwalter die letzten Runden fuhren, war der Rest des Teams bereits damit beschäftigt, im Fahrerlager abzubauen und Technik und Zelte vor dem Unwetter in Sicherheit zu bringen.
Eine Höhepunkt war abschließend die Siegerehrung im vollbesetzten Festzelt mit den "frisch gebackenen" 12-Stunden Europameisterinnen des Sirius X-Ice Teams. che

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