Der Spielausschuss des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat nach der Einteilung der Bayernliga Nord und Süd nun auch die fünf Landesligen für die Saison 2012/13 eingeteilt. In der Landesliga Nordwest und Nordost gehen jeweils 19 Vereine an den Start, die Landesligen Mitte, Südwest und Südost starten mit je 18 Vereinen in das neue Spieljahr.

Derby mit Neudrossenfeld fällt weg


Der FC Burgkunstadt ist in die Staffel Nordwest eingeteilt worden und muss sich künftig mit den Teams aus dem Spielkreis Bamberg (Oberhaid, Strullendorf und Pettstadt) sowie den Klubs aus Unterfranken auseindandersetzen. Für das Team von Peter Reichel entfällt somit das Derby mit dem TSV Neudrossenfeld, der in der Nordost-Staffel antritt. Einziger Lokalschlager ist das Duell mit dem SV Friesen.
Damit sind die Burgkunstadter aber nicht zufrieden. Der Zweite Vorsitzende des FCB, Volker Köhler, hat gestern eine Beschwerde verfasst. Köhler begründet seinen Ablehnung der Gruppeneinteilung mit dem Mehraufwand für den Verein. "Wir haben mit den Fahrten nach West-Unterfranken rund 1200 Kilometer mehr zu fahren als in der Nordost-Gruppe mit den Spielen in Ost-Oberfranken", sagte Köhler. "Es ist auch nicht verständlich, dass beispielsweise der ASV Neustadt/Aisch auf der A70 an der Autobahnausfahrt Stadelhofen vorbeifährt, um nach Neudrossenfeld oder Oberkotzau zu fahren", wettert Köhler.

Burgkunstadt lieber im Nordwesten


Die Westmittelfranken wären besser in der Nordwest-Gruppe aufgehoben, meint der Burgkunstadter Vereinsverantwortliche. Köhler sieht in der Einteilung vor allem die Belange der mittelfränkischen Vereine berücksichtigt, die wohl einen Vorschlag an den BFV geschickt haben. So habe sich Dergahspor Nürnberg im Vorfeld gegen eine Einteilung in die Gruppe Mitte ausgesprochen, was offensichtlich Wirkung gezeigt habe. Der FC Burgkunstadt, dem vom als Staffelleiter Nordost vorgesehenen Funktionär Johannes Maciejonczyk eine Einteilung in den Nordosten avisiert worden war, wurde nun am Dienstagabend überrascht.
Beim SV Friesen, ebenfalls aus dem Fußballkreis Coburg/Lichtenfels/Kronach, sieht man die Sache gelassen. Trainer Christoph Böger favorisierte eine Einteilung in den Nordwesten. "Aber in unserem Verein gab es auch etliche, die lieber im Nordosten spielen. Letztlich war's uns egal", sagte der Friesener Übungsleiter, der sich mit der Randlage im Norden Frankens von vornherein mit weiten Auswärtsfahrten abfinden muss. Vom BFV sei der Verein aber ebenfalls nicht gefragt worden, in welche Staffel der SVF eingeteilt werden wollte.

Änderungen 2013 möglich


"Wir haben es uns bei der Einteilung nicht leicht gemacht, viele Varianten und Alternativen akribisch geprüft und die aus unserer Sicht tragfähigste Lösung gefunden. Die Einteilung verspricht den Vereinen und Fußballfans überall in Bayern packende Derbys und fünf attraktive Landesligen", erklärt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im Verbands-Präsidium für den Spielbetrieb zuständig ist.

Bezirke nicht zersplittern


Insgesamt 92 Vereine aus allen sieben Fußball-Bezirken wurden in die fünf neuen Landesligen eingeteilt - eine große Herausforderung. Verbands-Spielleiter Josef Janker weist darauf hin, dass Vereine eines einzelnen Bezirks in maximal zwei verschiedenen Landesligen spielen werden und betont: "Wir haben versucht, alle Wünsche und Anregungen der Vereine bestmöglich zu berücksichtigen. Das ist bei 92 Vereinen aus allen Regionen Bayerns jedoch im Detail leider nicht immer zu 100 Prozent machbar. Die Landesligen werden aber jedes Jahr neu eingeteilt, so dass wir die Möglichkeit haben, Vereine, die in dieser Saison vielleicht nicht alle Wunschgegner bekommen haben, im nächsten Jahr besonders zu berücksichtigen."

Saisonstart


Die Landesligen Nordwest und Nordost starten am 17./18. Juli in die Saison, in den Landesligen Mitte, Südwest und Südost findet der erste Spieltag am 21./22. Juli statt.