Der "Dauerläufer" von der TS Lichtenfels war zwar nach eigenem Bekunden mit einigem Trainingsrückstand die elf Kilometer lange Strecke des Hauptlaufes angegangen, konnte aber dennoch seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen.
Bei der Damenkonkurrenz schaffte Ulrike Schwalbe (CLV Megaware) sogar den Hattrick, indem sie - wie bereits 2010 und 2011 - das Feld fast spielerisch dominierte und nach hervorragenden 43:54 Min. ihre Leistung aus dem Vorjahr nochmals um 30 Sekunden unterbot. Nur sechs Männer aus dem Hauptlauf waren somit schneller als die sympathische Siegerin aus Jena.

150 Teilnehmer am Start


Die Zahl von 150 Teilnehmern entsprach in etwa der des Vorjahres, wenngleich der ein oder andere Hobby- beziehungsweise Schülerlauf in der jeweiligen Besetzung noch Platz gehabt hätte.
Doch die Atmos-phäre vor der malerischen Kulisse des Marktplatzes und die anspruchsvolle Streckenführung des 2,2 Kilometer langen Rundkurses über Asphalt und Schotterweg in und rund um Burgkunstadt zauberten jedem Teilnehmer trotz alle Strapazen ein Lächeln ins Gesicht. Besonders breit war dieses Lächeln natürlich bei Alexander Finsel, der vom Startschuss an das Geschehen des Hauptlaufes bestimmte. Sofort setzte er sich an die Spitze und lieferte somit einen Start-Ziel-Sieg ab. "Auf der vierten Runde konnte ich es ein bisschen ruhiger angehen lassen, hatte dann aber spätestens in der fünften Runde den Ehrgeiz, auch eine gute Zeit laufen zu wollen," sagte der Sieger hinterher.

Spannendes Duell um Platz 2


Allzu große Ruhepausen hätte sich Finsel allerdings auch nicht erlauben dürfen, denn die Konkurrenz schlief nicht. Etwas überraschend machten hinter Finsel mit Stefan Schnapp von der JFG Kunstadt und Patrick Hasenberg von der TS Lichtenfels zwei "Youngster" aus dem männlichen B-Jugendbereich mächtig Druck. Beide lieferten sich ein packendes Duell um die Podiumsplätze, das Schnapp im Zielsprint und mit einer bemerkenswerten Zeit von 41:12 Min. vor Hasenberg (41:13) für sich entschied.
"Die beiden werden dir spätestens nächstes Jahr einen ganz heißen Kampf liefern," prophezeite Organisationsleiter Helmut Dorsch bei der Siegerehrung dem Gewinner von 2012. Christof Schmidt vom SV Bayreuth konnte seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr nicht wiederholen, zeigte sich als Vierter mit einer Zeit von 41:36 Min. dennoch zufrieden. Er hatte immerhin noch einen Triathlon und einen Ironman aus den Vorwochen in den Knochen stecken, die Teilnahme beim Ritter-Kuno-Stadtlauf war für ihn aber eine Ehrensache: "Es gibt weit und breit keinen schöneren Lauf als diesen," sagte Schmidt.

Schwalbe verbessert Siegeszeit um 30 Sekunden


Ähnlich muss es auch Ulrike Schwalbe sehen, denn erneut war die ehemalige Duathlon-Weltmeisterin aus Jena an den Obermain gereist, um in "ihrem Wohnzimmer" den Sieg aus den beiden Vorjahren zu wiederholen. Bei hervorragenden äußeren Bedingungen und Anfeuerungen der Zuschauer verbesserte sie ihre Vorjahreszeit nochmals um 30 Sekunden. Über sechs Minuten nach ihr fand Heike Dworschak von der TS Lichtenfels den Weg ins Ziel, verbesserte sich somit im Vergleich zu 2011 um über zwei Minuten und um einen Platz in der Damenwertung. Das Podium wurde von Claudia Friedrich (Carpe Diem Sportstudio Weismain) komplettiert.

Nachwuchs beteiligt sich rege


Keineswegs im Schatten des Hauptlaufes standen der parallel gestartete Hobbylauf und der Jugendlauf (je 2 Runden über insgesamt 4,4 Kilometer). Eine erfolgreiche Fortsetzung fand der Ritter-Kuno-Stadtlauf im Staffelwettbewerb, der reibungslos über die Bühne ging und Teams, wie den Fußballern des FC Burgkunstadt oder den Handball-Talenten der HG Kunstadt, Gelegenheit bot, die anspruchsvolle Strecke über Bauershof, Franz-Roscher-Straße, Feldweg, Peunt und Marktplatz gemeinsam zu absolvieren. Zuvor wurden bereits wie in den Vorjahren diverse Schülerläufe und ein Bambini-Lauf für die Allerkleinsten rund um den Marktplatz angeboten, die von den laufbegeisterten Kindern teilweise bis zur völligen Erschöpfung betrieben wurden. "Laufsport ist Familiensport," erklärten Gerlinde Konrad, Zweite Bürgermeisterin von Burgkunstadt, und Helmut Dorsch gemeinsam und umschrieben den familiären Charakter und somit das für alle offensichtliche Erfolgsgeheimnis dieses Volkslaufes. mts