Michelau
Hellenfußball

Sport, Spannung und Spenden

Beim Turnier in Michelau kamen die Zuschauer auf ihre Kosten und der gute Zweck nicht zu kurz.
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Strahlende Sieger sah man nach dem Turnier: die Family Kickers in weißem Trikot, der Vizemeister Cosmos Korches in schwarzen Trikots, der Torschützenkönig David Daumann (vorne ganz links), flankiert von Bastian Angermann und dem Schirmherrn Christoph Kolb.Klaus Gagel
Strahlende Sieger sah man nach dem Turnier: die Family Kickers in weißem Trikot, der Vizemeister Cosmos Korches in schwarzen Trikots, der Torschützenkönig David Daumann (vorne ganz links), flankiert von Bastian Angermann und dem Schirmherrn Christoph Kolb.Klaus Gagel
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Der wichtigste Satz an diesem Tag in der Michelauer Mainfeldhalle ging fast im Schlachtengetümmel des Fußballturniers unter. "Dieses Turnier wird es auch in den kommenden Jahren noch geben. Eine solche Idee darf nicht sterben", verkündete Bastian Angermann von Turbine Michelau. Bereits zum sechsten Mal richteten die Michelauer Hobbykicker den Hallencup aus, mit dem Ziel, für einen sozialen Zweck einen stattlichen Geldbetrag zu sammeln.

Nach den Aktiven Bürgern Lichtenfels, dem Hospizverein, der Lichtenfelser Tafel Plus, "Helfen macht Spaß" und dem Tierheim sowie "Gemeinsam gegen Krebs" in den Vorjahren wollen die Teilnehmer 2020 den Verein für sozialpädagogische Jugendbetreuung unterstützen.

Ute Stenzel, Leiterin der Jugendhilfestation in Coburg, stellte die Ziele des Vereins, der seinen Sitz in Nürnberg hat und Einrichtungen in der Region unterhält, vor. Der Mitarbeiterverein kümmert sich um Kinder und Jugendliche, die einen Jugendhilfebedarf haben. Es sind oft Kinder aus Problemfamilien. Deshalb gehört die Hilfe für Familienangehörige auch zu den Aufgaben des Vereins.

Ziel ist es, im Gegensatz zur Heimerziehung in Großeinrichtungen, die Jugendlichen in überschaubaren, dezentralen Einheiten zu betreuen. Das geschieht zum Beispiel in Coburg durch seine stationäre Jugendhilfe in Form einer Mädchenwohngruppe mit sieben Plätzen.

"Wir wollen, dass das eine regionale Maßnahme ist. Damit die Jugendlichen jederzeit nach Hause können, dass sie Kontakt zu ihren Familien haben können und dass auch Elternarbeit möglich ist", erläutert Ute Stenzel.

Ferner macht der Verein auch teilstationäre Angebote für Kinder nach der Schule, bietet eine ambulante Hilfe in den Familien an ebenso wie ein betreutes Wohnen für Jugendliche in der Selbstfindungsphase (mindestens 16 Jahre).

Hocherfreut nahm die Diplom-Sozialpädagogin zur Kenntnis, dass ihre Organisation ausgewählt wurde, um den wichtigen Bereich der Jugendsozialarbeit zu unterstützen. Turbine Michelau akquiriert die Zuwendungen aus Spenden von zahlreichen Firmen und Sponsoren, der teilnehmenden Teams am Hallencup und den zahlreichen Zuschauern.

Die erlebten einen Tag lang in der Mainfeldhalle Hallenfußball vom Feinsten. 20 Teams kämpften mit großem Einsatz um den Turniersieg. Dabei signalisierten so klangvolle Namen wie die Klebrigen Banditen, der 1. FC Schnell Müd, die Rasselbande, Cosmos Korches, SC Hütte oder Sancho Pancho, dass in erster Linie die Gaudi im Vordergrund stand. Doch sobald sich die einzelnen Teams Auge in Auge gegenüberstanden, ging's kompromisslos zur Sache.

Das Turnier bot alles, was den Hallenfußball so aufregend macht. Haushohe Niederlagen wie beim Duell der Family Kickers gegen West & East United, (9:2), den Lucky Punch eine Sekunde vor Spielende, das scheinbar "vernagelte" Tor, bei dem der Ball einfach nicht über die Torlinie kullern wollte, bis hin zum nicht enden wollenden Neunmeter-Duell.

Sieg für die Nachrücker

Das erlebten die Zuschauer im Halbfinale beim Kampf von Cosmos Korches gegen Sancho Pancho. "Held des Tages" war dabei der Cosmos-Keeper Holger Aumüller, der beim 14:14 den Schuss parieren konnte und damit seinem Team den Einzug ins Endspiel sicherte.

Dort trafen die wackeren Sieger auf eines der interessantesten Teams des Turniers, die Family Kickers. Die waren eigentlich als Nachrücker in diesen Hallencup eingestiegen. Die turniererprobten Kicker hatten gleich den ersten Hallencup unter der Regie von Turbine vor sechs Jahren gewonnen. Danach hatten sie an keinem weiteren Hallencup mehr teilgenommen. Doch als nun Not am Mann war, ließen sie sich nicht lange bitten.

Wie man sieht, mit Erfolg. Mit einem strammen Distanzschuss zum 1:0 legte Daniel Schardt den Grundstock für den Sieg seiner Mannschaft. Cosmos Korches glich zwar nochmals aus, doch das 2:1 bedeutete, dass die Family Kickers als erstes Team zum zweiten Mal den Hallencup gewinnen konnten. Torschützenkönig wurde David Daumann von Sancho Pancho mit acht Treffern.

Aufgelockert wurden die verbissenen Fights der Männer durch einen bezaubernden Auftritt der Michelauer Fever Bambis. Auch das Einlagespiel der Altliga vom 1. FC Schwürbitz gegen die Werkstätten Sankt Joseph sorgte für Stimmung.

Im Anschluss an den Hallencup lud der Schirmherr der Veranstaltung, Christoph Kolb (Vorsitzender des FC Schwürbitz), ins Vereinsheim nach Schwürbitz zu einem gemütlichen Beisammensein ein, wo DJ Wichwahn seine heißen Scheiben kreisen ließ.

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