Ebensfeld
Kinder, Kinder

Spielerisch lernen

An der Ebensfelder Grundschule werden jetzt 50 I-Pads im Unterricht eingesetzt. Sie eröffnen den Lehrern neue Möglichkeiten.
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Karin Divers-Trapp zeigt das Gerät, mit dem der Lehrer sehen kann, was die Schüler an den I-Pads gerade machen. Fotos: Tobias Kindermann
Karin Divers-Trapp zeigt das Gerät, mit dem der Lehrer sehen kann, was die Schüler an den I-Pads gerade machen. Fotos: Tobias Kindermann
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Den Schülern wird es vermutlich egal sein, wer die I-Pads bezahlt hat. Hauptsache, sie sind jetzt da. Aber gut, das sollte man trotzdem erwähnen: 30 000 Euro hat die Gemeinde Ebensfeld als Sachaufwandsträger ausgegeben, um ihre Grundschule ein Stück moderner zu machen. Weil der Freistaat Bayern die "Digitaloffensive" ausgerufen hat, gab es 80 Prozent Zuschuss dafür. Jetzt übergaben Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) und Internet-Beauftragter Tobias Walter von der Gemeinde Ebensfeld 50 Geräte in zwei großen Koffern an Grundschuldirektorin Ursula Schüßler.

Brechen nun für Ebensfelder Schüler spielerische Zeiten an? Es gibt doch einen kleinen Unterschied zwischen Spielen und Spielen. "Die Apps mit Spielen haben wir natürlich gesperrt", sagt Ursula Schüßler. Und die zweite Einschränkung: Der Lehrer hat über ein eigenes Gerät Einblick, was die Schüler mit dem I-Pad gerade anstellen.

Schüßler und Konrektorin Karin Divers-Trapp haben in den Ferien schon eine Einweisung in die Geräte bekommen, weitere Lehrer werden folgen. Jetzt steht noch die Wahl entsprechender Programme aus. "Da gibt es viel Auswahl, etwa Rechtschreib- und Mathematikprogramme", sagt Schüßler. Aber auch kreative Apps sollen folgen, um zu sehen, wie die Schüler von erster bis vierter Klasse mit der Technik umgehen. "Man kann damit auch begabte Schüler fördern, in dem man ihnen etwas schwerere Aufgaben gibt. Gerade dies kommt oft etwas kurz", sagt Schüßler.

Die I-Pads sind aber nur der Einstieg in einer etwas andere Unterrichtswelt. "Die Schule soll direkt an das Glasfasernetz angeschlossen werden", sagt Tobias Walter. "Der Auftrag ist bereits raus, das könnte noch im Herbst geschehen", sagt Storath. Dann soll auch ein leistungsfähiges W-Lan in den Klassen eingerichtet werden. "Das ist aber kein freies Netz, etwa für Handy", sagt Storath.

Zusammen mit der leistungsstarken Anbindung wird es für Lehrer leichter, Unterrichtsmaterial wie Filme oder Videosequenzen aus der Internetplattform für Lehrer mit dem Namen "mebis" abzurufen und den Schülern zu zeigen. Und wer darf nun anfangen?

Die erste Klasse, die die neuen Geräte nutzen soll, wird die Klasse 3a sein, die von Karin Divers-Trapp unterrichtet wird.

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