Altenkunstadt
Bauausschuss

Sorgen um neue Bushaltestelle in Altenkunstadt

Das Altenkunstadter Gremium befürchtet, Sprayer und Kleber auf den Plan zu rufen.
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Die Bushaltestelle in der Theodor-Heuß-Straße unweit der Mainbrückenkreuzung hat seit kurzem ein schmuckes Buswartehäuschen. Vorerst wird noch kein Hinweis angebracht, dass dort nicht wild plakatiert werden darf.   Stephan Stöckel
Die Bushaltestelle in der Theodor-Heuß-Straße unweit der Mainbrückenkreuzung hat seit kurzem ein schmuckes Buswartehäuschen. Vorerst wird noch kein Hinweis angebracht, dass dort nicht wild plakatiert werden darf. Stephan Stöckel
Ein Buswartehäuschen ist keine Litfaßsäulen, an denen man Plakate aufhängt. Das müsste eigentlich jedem klar sein. Leider kommt es immer wieder vor, dass unverantwortliche Zeitgenossen eine solche Unterstellmöglichkeit als Werbefläche nutzen, sie besprühen oder verschmutzen. Mit diesem Thema beschäftigte sich der Bauausschuss am Dienstagabend, denn auch in der Gemeinde am Obermain könnte es dazu kommen.
Die Bushaltestelle in der Theodor-Heuß-Straße in Altenkunstadt unweit der Mainbrückenkreuzung hat nämlich seit kurzem ein schmuckes Buswartehäuschen aus Glas. Noch nicht vollendet ist die Unterstellmöglichkeit in der Rechtsanwalt-Krauß-Straße gegenüber der Sparkasse. Hier fehlt noch die Rückwand.
"Sie sind ein gelungener Beitrag zur Ortsgestaltung", lobte Hans-Werner Schuster (CSU) die neuen Unterstellmöglichkeiten. Zugleich hegte er die Befürchtung, dass die Glaswände beklebt werden könnten. "Man sollte einen Hinweis anbringen, dass Bekleben und Plakatieren verboten sind", forderte er. "Öffentliche Einrichtungen dürfen überhaupt nicht beklebt oder besprüht werden. Deshalb brauchen wir auch keine Hinweisschilder anzubringen", widersprach ihm Walter Limmer von der Jungen Wähler Union (JWU). "Abwarten", meinte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU). Dieser Sichtweise schloss sich das Gremium an. Von einer Abstimmung über Schusters Antrag wurde abgesehen.
Sobald Gewerbe- und Industriegebiete an Wohnbebauung angrenzen, sind Probleme vorprogrammiert. Aus diesem Grund nahm das Landratsamt Lichtenfels den Bauantrag der Firma SEL Erd- und Leitungsbau GmbH genauer unter die Lupe. Die ortsansässige Firma möchte in der Straße Gewerbegebiet zwischen der Brauerei Leikeim und dem Weg entlang der Flutmulde einen Lagerplatz errichten. Dort sollen Container, Rohre und Kabeltrommel gelagert werden, die von schweren Lastwagen angefahren werden.


Lärm und Staub reduzieren

Um die Bewohner der benachbarten Wohnhäuser vor Belästigungen durch Lärm und Staub zu schützen, wurde ein ganzes Bündel an Auflagen erlassen. Bürgermeister Robert Hümmer verlas die einzelnen Punkte. Die Geräuschkulisse auf dem gesamten Betriebsgrundstück darf einschließlich Fahr-, Lade- und Lieferverkehr einen Lärmpegel von 52 Dezibel nicht überschreiten. "Ein Lieferverkehr sowie das Be- und Entladen der Lkw ist nur in der Zeit zwischen 6 Uhr morgens und 10 Uhr abends erlaubt", stellte Hümmer klar. Außerdem wurde der Betreiber des Lagerplatzes dazu verpflichtet, einen Lärmschutzwall zu errichten, der begrünt werden muss. Zur Vermeidung von Staubaufwirbelungen ist den Ausführungen Hümmers zufolge, die Geschwindigkeit im Bereich der Lageflächen und der Fahrwege auf zehn Stundenkilometer zu begrenzen. Das Landratsamt empfiehlt die Fahrwege mit einer Decke aus bituminösen Straßenbaustoffen, in Zementbeton, Verbundsteinpflaster oder gleichwertigem Material auszuführen und zu säubern. "Die Zufahrt zum Betriebsgrundstück darf nur über die Straße Gewerbegebiet erfolgen", verlas Hümmer.
"Wie sollen die Auflagen eingehalten werden?", fragte sich Dritte Bürgermeisterin Almut Schumann (SPD). "Sollten sich Anwohner beschweren, dann werden wir Lärmschutz- oder Geschwindigkeitsmessungen durchführen lassen", antwortete der Bürgermeister. Dem Antragsteller wurde unter Einhaltung der Auflagen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.


Pflaster für Rollatoren

Der gepflasterte Weg vom oberen in den unteren Bereich des Altenkunstadter Friedhofes weist zahlreiche Setzungen auf. Aus diesem Grund sah sich das Gremium genötigt, den Weg vom Bauhof neu pflastern zu lassen. "Er soll ein gutes Pflaster für Rollatoren werden, deshalb wird solches mit kleinen Fugen verwendet." Ludwig Winkler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) hingegen plädierte für eine Teerung. "Pflaster kann sehr schnell gefrieren", lautete seine Begründung. Sein Vorschlag fand keinen Widerhall im Gremium. Seine Ausschusskollegen sprachen sich für eine Pflasterung aus. Die Materialkosten schätzte Gerd Hofmann von der Bauverwaltung auf weniger als 1000 Euro.
Eine andere Anregung Winklers hingegen fand Gehör: Er hatte darauf aufmerksam gemacht, dass sich der geteerte Weg im unteren Teil des Friedhofes bei den Gruften in einem schlechten Zustand befinden. "Es sind Risse vorhanden", sagte der Gemeinderat. Vor Ort soll ermittelt werden, ob Sanierungsbedarf vorhanden ist oder nicht. Wie ist es um die Treppe bestellt, über die man in den unteren Bereich des Gottesackers gelangt? "Sie ist stabil", teilte der Bürgermeister in diesem Zusammenhang mit.
Zwei Bauanträge erhielten einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Sie waren von folgenden Personen eingereicht worden: Stefan und Caroline Fürst (Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Fertiggaragen in Altenkunstadt) sowie Philip Engelhardt und Kerstin Natterer (Bau eines Einfamilienwohnhauses mit zwei Garagen in Altenkunstadt).

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