"The same procedure as every year, James!" Nein, dieser Satz aus "Dinner for One" muss nicht zum Programm werden, auch wenn ein bisschen Kontinuität für die meisten Menschen am Silvesterabend zum Ritual gehört. Ebenso wie das alljährliche Formulieren guter Vorsätze, die jedoch meist schon am Neujahrstag über den Haufen geworfen werden. Wir haben uns umgehört.

Chefarzt Dr. Stefan Middeldorf von der Staffelsteiner Schön-Klinik: "Für viele bedeutet der Jahreswechsel, Bilanz ziehen, in die Zukunft schauen, gute Vorsätze fassen. Da aus diesen ja bekanntermaßen meistens nichts wird, versuche ich das grundsätzlich gar nicht erst anzufangen. Es kommt dann aber doch, ich kann mich dem nicht entziehen, spätestens wenn um Mitternacht die Glocken schlagen, stellt sich doch dieses Gefühl des Besonderen ein - ein besonderer Moment, ein Übergang vom Vergangenen in die Zukunft ist spürbar."

Keine Kracher mehr

Der Kommandant der Staffelsteiner Feuerwehr, Stefan Liebl, meint: "Da ich die Angst der beiden Hunde meiner Tochter bereits miterleben musste, wenn ein Silvesterkracher explodiert, habe ich mich heuer dazu entschlossen, keine Kracher zu kaufen. Stattdessen werden meine Tochter und ich das Geld dem Tierheim Lichtenfels spenden.

Meine Wünsche fürs kommende Jahr sind Gesundheit für meine Familie. Denn ich denke, Gesundheit ist das höchste Gut auf Erden und man darf Gott danken, wenn er die Familie gesund hält.

Ich wünsche mir auch, dass sich Menschen nicht über Kleinigkeiten aufregen. Es gibt Leute, denen geht es schlechter, sie müssen Leid und Krankheit ertragen. Sind wir doch mit dem zufrieden, was wir haben.

Feuerwehrtechnisch möchte ich zum Jahreswechsel folgendes Resümee ziehen: Wir fuhren 2018 fast 150 Einsätze, hatten etwa 40 bis 50 Übungen. Und dies alles ehrenamtlich! Für 2019 stehen neben dem regulären Tagesgeschäft die beiden Beschaffungsplanungen für Kommandowagen und Löschfahrzeug an. Dies bedarf einer gründlichen Planung und Vorbereitung, um bei einem Fahrzeugkauf nicht auf die Nase zu fallen. Die Einsatzzahlen zeigen, dass so ein Fahrzeug durchschnittlich alle zwei Tage mitunter in Extremsituationen gefordert wird.

Ich sehe eine große Feuerwehr wie eine Firma. Wir haben ca. 70 Mitarbeiter, hochwertige Fahrzeuge und spezielle Gerätschaften. Wir Kommandanten müssen planen, den Laden am Laufen halten und dafür Sorge zu tragen, dass Ersatzbeschaffungen zeitnah umgesetzt werden.

Natürlich ist es im Ehrenamt sehr wichtig, sich besonders auch um das Wohlbefinden und die Zufriedenheit aller Mitglieder zu kümmern. Denn nur so können wir unser Motto Einer für alle, alle für einen leben."

Und was macht Katharina Pflaum, die bis vor kurzem Staffelsteiner Thermenkönigin war? "Die Silvesterplanung ist tatsächlich noch nicht endgültig abgeschlossen. Sicher ist aber, dass gemeinsam mit der Familie gefeiert wird, natürlich bei gutem Essen, vielleicht dem einen oder anderen Glas Wein, Zinngießen - und um Mitternacht mit Knallern und Raketen. Ich blicke auf eine tolles Jahr zurück. Mein persönlicher Höhepunkt war - wie es leider dazugehört - die Verabschiedung aus dem Amt als Thermenkönigin. Fürs neue Jahr habe ich keine konkreten Vorsätze. Während der Amtszeit waren so einige Wochenenden schon weit ins neue Jahr verplant, daher lasse ich mich von 2019 einfach überraschen."

Mit Posaunen- und Orgelklängen

Zum Abschluss des Jahres findet in der Basilika Vierzehnheiligen um 17 Uhr ein Silvesterkonzert statt. Dazu konnte das "Hathor Posaunen Ensemble" unter Leitung des am Obermain ansässigen Soloposaunisten des WDR, Harry Ries, gewonnen werden. Das Ensemble gastiert mit vielfältigen Programmen auf renommierten Festivals und in Konzerthäusern in ganz Europa.

Zusammen mit dem Basilika-Organisten Georg Hagel werden die Musiker Werke aus vier Jahrhunderten in den weihnachtlich geschmückten Sakralraum zaubern. Karten gibt es nur an der Abendkasse ab 16 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro (ermäßigt acht Euro). Die Kirchenbänke sind beheizt; Decken mitzubringen wird empfohlen.