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Bad Staffelstein
Wetter

Sehr warm und extrem viel Regen

Der Februar gab sich ungewöhnlich nass und lag deutlich über dem Mittelwert. Das war nicht zu erwarten.
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Auf diesem Feld zwischen Ebensfeld und Unterleiterbach ist gut zu erkennen, wie die vielen Regenfälle im Februar den Boden getränkt haben. Foto: Tobias Kindermann
Auf diesem Feld zwischen Ebensfeld und Unterleiterbach ist gut zu erkennen, wie die vielen Regenfälle im Februar den Boden getränkt haben. Foto: Tobias Kindermann

Man konnte es auch merken, ohne auf die Messwerte zu schauen: Der Februar gab sich in diesem Jahr ausgesprochen nass. Auf vielen Feldern stand das Wasser, ein Bild, das in den vergangenen Jahren selten geworden war.

Doch das ist ein gutes Zeichen: Endlich dringt der Regen auch wieder in tiefere Schichten, mehrere Meter hinab, wo er gespeichert wird und den Pflanzen hilft, besser durch trockene Perioden zu kommen. Auch für den in den Trockenjahren 2018 und 2019 geschwächten Wald kommt der hohe Februar-Niederschlag noch zur rechten Zeit, um weitere Dürreschäden zu vermeiden.

Nur an acht Tagen verzeichnete die Wetterstation in Bad Staffelstein keinen Regen. Dafür am 10. Februar sogar mehr, als im gesamten Februar des Vorjahres gefallen war. An diesem Tag wurden 15,1 Liter pro Quadratmeter gemessen. Im gesamten Februar 2019 fielen insgesamt 14,5 Liter. Noch trockener war es 2018: Hier kamen nur 11,9 Liter Regen zusammen. Unter dem Strich fielen in diesem nassen Februar 95,5 Liter am Obermain, womit der eher trockene Januar (29,2 Liter) ausgeglichen wurde. Üblich sind in diesem Monat in Deutschland 52 Liter. Dieser Wert wurde mit 125 Litern deutlich übertroffen.

In der Regel gibt sich der Februar am Obermain trocken. 2015 gab es nur 5,5 Liter Regen, in der Regel bewegt sich der Wert zwischen 20 und 30 Litern, schaut man auf die vergangenen 20 Jahre zurück. Nur 2002 wurde der Niederschlag von heuer überboten: Damals fielen 100,7 Liter.

Dieser Februar war aber auch in anderer Hinsicht ungewöhnlich: Er fiel erneut deutlich wärmer aus als gewohnt. 5,4 Grad wurden im Schnitt gemessen, bundesweit lag man bei 5,3 Grad. Das sind rund vier Grad mehr als üblich. Damit ist er der zweitwärmste Februar gewesen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Ein Jahr zuvor bewegte man sich am Obermain bei 2,4 Grad, 2018 lag man sogar nur bei -1,9 Grad.

Rund 78 Stunden sollte die Sonne im Schnitt bundesweit scheinen. In diesem Februar landete man bei 65 Stunden. Am Obermain kamen 50 Stunden zusammen. Das ist nicht nur unterdurchschnittlich wenig, sondern kaum die Hälfte von 2019 und 2018, als es deutlich sonniger war (113/119 Stunden).

Der Februar brachte auch viel Wind mit sich. Selbst als Sturm "Sabine" durchgezogen war, folgten einige Tage lang noch kräftige Windböen. Am Obermain gab es in diesem Monat zudem die einzige nennenswerte Menge Schnee in diesem Winter, am Donnerstagabend, 27. Februar. Doch der blieb nicht lange liegen, es war einfach zu warm.