Bad Staffelstein
Vorhaben

Sechs von 61 Kilometern sind geschafft

Bad Staffelstein ist Pilotprojekt für eine neue Verlegetechnik für Glasfaser. Nach vier Wochen zieht die Telekom eine erste Bilanz.
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So sehen die Schlitze aus, die die Maschine in die Straße fräst. Darin liegen die roten Leerrohre, in die später die Glasfaserkabel eingeblasen werden. Foto: Tobias Kindermann
So sehen die Schlitze aus, die die Maschine in die Straße fräst. Darin liegen die roten Leerrohre, in die später die Glasfaserkabel eingeblasen werden. Foto: Tobias Kindermann
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Es läuft besser als gedacht: Seit rund vier Wochen ist die Telekom dabei, Glasfaserkabel in der Stadt zu verlegen. Das an sich ist nichts Ungewöhnliches. Doch Bad Staffelstein ist eines von drei Pilotprojekten in Deutschland, weil hier eine neue Verlegetechnik erprobt wird: das Trenching.
Mit Hilfe einer großen Scheibe, die etwas an eine überdimenionierte Kreissäge erinnert, werden rund zehn Zentimeter breite und 40 Zentimeter tiefe Furchen in die Bürgersteige und Straßen gefräst, darin wird ein Kabel mit sieben Leerrohren gelegt . Die eigentlichen Glasfaserkabel werden erst später per Pressluft eingeblasen.
Der Vorteil der Methode: man spart Zeit. Etwa fünf Meter in der Minute schafft das Gerät - mit einem Bagger brachte man dafür sonst etwa eine Stunde. Unter dem Strich ist man etwa viermal schneller Arbeiten an einem Straßenzug sind in der Regel an einem Tag beendet, da die Rinne gleich danach mit einem Gemisch aus Sand, Beton, Kunststoff und weiteren Zusätzen verschlossen wird, Flüssigerde nennen die Bauarbeiter das. Man liegt gut im Zeitplan - und vor allem das Trenching lässt sich an vielen Stellen einsetzen. "Bisher haben wir rund 80 Prozent der Kabel so verlegen können", sagt Projektleiter Marcel Kraus. Bis Ende des Jahres will man fertig sein. Auch die wenig ansehnlichen Striche der Flüssigerde werden ab Ende Juli verschwinden. Dann wird die Straßenoberfläche auf 50 Zentimeter Breite abgefräst und bekommt eine neue Asphalt-Feinschicht.


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