Im Alltag absolviert sie in München eine Ausbildung zur Köchin - doch der Alltag steht bei der 21-jährigen Patrizia Dinkel aus Schwabthal bis Anfang Oktober erst einmal hinten an. Sie ist das Wiesn-Playmate 2017 des Playboy-Magazins und hat deshalb derzeit jede Menge zu tun - auch schon vor dem Oktoberfest-Auftakt am kommenden Samstag.

Patrizia, wie kam es denn dazu, dass du das diesjährige Wiesn-Playmate geworden bist?
Patrizia Dinkel: Davon habe ich eigentlich schon geträumt, seit ich 16 Jahre alt war. Vor anderthalb Jahren bin ich beruflich nach München gezogen und habe dann beschlossen, mich zu bewerben. Ich habe einen Brief geschrieben und auch einige Bilder mitgeschickt. Dann bin ich zum Casting eingeladen worden. Dort wurden mir dann einige Fragen gestellt, zum Beispiel, ob ich ein Tattoo habe. Es wurden auch schon ein paar Bilder gemacht - angezogen und in Unterwäsche. Dann hieß es, sie würden sich bei mir melden.

Und wie war das, als die Zusage letztendlich kam?
Ich mache gerade eine Ausbildung zur Köchin und an dem Tag haben wir gerade eine Destillerie besichtigt. Ich bin total ausgeflippt. Auch meine Mutter hat fast geweint, als ich ihr davon erzählt habe.

Wo du es gerade ansprichst: Was hat denn deine Familie zu deinen Plänen gesagt?
Meine Mutter war erst total dagegen. Sie hat gesagt: "Mein Gott, spinnst du?" Ich habe ihr dann aber gesagt, dass ich das wirklich unbedingt machen möchte. Sie hat mir dann später sogar dabei geholfen, die Bilder für die Bewerbung auszusuchen. Mein Freund ist sehr stolz auf mich und unterstützt mich bei allem. Mein Vater war sowieso voll dafür. Und meine Oma war auch sehr süß: Sie hat gesagt, sie möchte unbedingt mein erstes Autogramm. Das war für mich schon sehr emotional.

Wie ist das Shooting für den Playboy dann abgelaufen?
Als der Anruf kam, habe ich auch direkt den Termin bekommen, gleich zwei Wochen später. Die Location war ein Wellnesshotel in Hafling in Südtirol und eine Alm, die zum Hotel gehört. An einem Bergsee haben wir dann auch noch ein paar Videos gedreht. Insgesamt hat das drei Tage gedauert.

Wie geht es jetzt weiter? Hast du als Wiesn-Playmate irgendwelche Verpflichtungen?
Ja, im September bin ich komplett von der Arbeit freigestellt. Diese Woche geht es zum Beispiel zu Angermaier Trachten nach Stuttgart. Dann werde ich natürlich auch fast jeden Tag auf der Wiesn sein und mich mit engen Kunden des Playboy treffen. Bei einem Spiel vom EHC München werde ich den "Bully" vor dem Spiel ausführen. Ich mache auch viel zusammen mit dem Wiesn-Playmate aus dem Vorjahr, die mich wirklich wie eine große Schwester unterstützt.

Wie sieht denn dein Leben aus, wenn du gerade nicht modelst oder als Wiesn-Playmate unterwegs bist?
Ich bezeichne mich gar nicht als Model. Ich hatte bisher ja nur eine Handvoll Shootings. Durch den Beruf als Köchin habe ich auch nicht so viel Freizeit und kaum Zeit für Hobbys. Wenn ich mal frei habe, dann bin ich zuhause bei meinen Freunden und meiner Familie. Ich bin extrem heimatverbunden und fahre auch fast jede Woche mal nach Hause.

Das Gespräch führte Jann Weckel.