Bad Staffelstein
Vorhaben

Schramm verfolgt Pläne weiter

Der Beschluss der Stadtrates, an der Oberauer Straße einen geänderten Bebauungsplan aufzustellen, könnte für ein Projekt neuen Rückenwind bedeuten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Grau mit blauen Elementen: So wie hier am Bahnhof könnte sich Martin Schramm auch eine Gestaltung des Lärmschutzes an der Oberauer Straße vorstellen.
Grau mit blauen Elementen: So wie hier am Bahnhof könnte sich Martin Schramm auch eine Gestaltung des Lärmschutzes an der Oberauer Straße vorstellen.
+2 Bilder

Es wird noch einige Monate dauern, bis der neue Bebauungsplan an der nördlichen Seite der Oberauer Straße rechtskräftig wird. Dort soll künftig eine Nutzung vorgesehen sein, die neben Sportanlagen Kleingärten, Wochenendhäuser und Ferienwohnungen umfasst. Die Grenzwerte für dort geltende Bebauung hatte der Stadtrat in seiner Januar-Sitzung festgelegt. Für Martin Schramm könnte damit ein rund 18-jähriger Stillstand auf dem Grundstück, das einer seiner Firmen gehört, zu Ende gehen.

An dem Areal, das direkt an die Oberauer Straße grenzt, stehen die Reste des ehemaligen Betonsteinwerks Wakro, das die Schramm-Gruppe dort betrieb.

"Von mir aus kann es so schnell wie möglich losgehen", sagt Martin Schramm.

Denn die Pläne für ein Projekt, das er dort umsetzen möchte, liegen bei ihm schon lange in der Schublade. Es ist schon ein paar Jahre her, da hat er sie sogar bereits öffentlich vorgestellt. Im Mai 2014 lagen im Bauausschuss der Stadt Zeichnungen für ein Feriendorf mit 69 Häusern vor, die auf dem rund 18 000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen könnten. Damals scheiterte die Umsetzung genau an dem Punkt, den die Stadt jetzt angeht: der Berücksichtigung der Lärmemissionen. Schon damals wollte man einen entsprechenden Bebauungsplan angehen.

Der Investor, der das Vorhaben umsetzen würde, stünde noch immer bereit, sagt Martin Schramm. Und daran, dass man zur Oberauer Straße und zum Sportplatz hin Lärmschutzwände bauen muss, solle es auch nicht scheitern. Berechnungen der Stadt hatten ergeben, dass an der Oberauer Straße eine drei Meter hohe Wand nötig wäre, um Lärmgrenzwerte einzuhalten, zum Sportplatz hin eine fünf Meter hohe Wand.

Man könnte daraus sogar eine Tugend machen: "Das wird ein Feriendorf, in dem man seine Ruhe hat und das etwas abgeschirmt ist." Denn auf dem Gelände sollen nur Elektroautos unterwegs sein, es gibt einen Parkplatz am Eingang. 45 oder 180 Quadratmeter Grundfläche sollen die Häuser haben, teils ein- oder zweistöckig sein. Sie würden an Privatleute verkauft, die es teilweise selber nutzen oder vermieten könnten. Die Nähe von Sportanlagen wie dem Tennisplatz oder dem Fußballgelände sieht Schramm sogar als Vorteil: "So etwas kann man in der Vermietung positiv herausstellen." Und bei der Gestaltung des Lärmschutzes auf dem Areal könnte man sich an der Gestaltung der Wände am Bahnhof orientieren.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren