Bad Staffelstein

Schlagerhölle für Stars und Sternchen

Der TSV-Fußballer-Fasching wird wohl wieder eine Riesengaudi. Das Motto legt nahe, sich als Marianne Rosenberg, Madonna, Frank Zander oder Wolfgang Petry zu verkleiden.
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Als Schlagerstar und -sternchen kostümiert sollten die Besucher des Fußballer-Faschings gehen. Foto: Volker Ernst
Als Schlagerstar und -sternchen kostümiert sollten die Besucher des Fußballer-Faschings gehen. Foto: Volker Ernst
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"Ob Schlager, Hardrock oder Pop - beim TSV wird's wieder top!", lautet das Motto des Fußballer-Faschings in der Peter-J.-Moll-Halle. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, sagt Volker Ernst, der seitens der TSV-Fußballabteilung die Tanzveranstaltung federführend organisiert. "Das ist heuer der einzige Faschingstanz in Bad Staffelstein", sagt er, "weil der SKK ja leider keinen Ball veranstaltet."

Zum sechsten Mal findet der Fußballer-Fasching in diesem Jahr statt. 500 Personen werden eingelassen, dann wird aus Sicherheitsgründen konsequent zugemacht, sagt Volker Ernst. Die Musik kommt - entsprechend dem Motto - aus allen Genres: Von Faschingshits über Schlager bis zu den Charts. Für Stimmung sorgen die beiden DJs Fabian Schlund und Jonas Lulei.

Selbst etwas organisieren

Die Idee, eine solche Faschingsveranstaltung auf die Beine zu stellen, hatten Christian Ehnes und Volker Ernst nach dem Faschingszug 2013: Nur noch ein bisschen zusammensitzen ohne fetziges Programm war ihnen zu fad. Deshalb beschlossen sie mit einigen Gleichgesinnten, 2014 den ersten Fasching dieser Art zu organisieren.

Zutritt ab 16

Auch wenn heuer kein Faschingszug in Bad Staffelstein stattfinden wird: Den Fußballer-Fasching wollen die TSVler unbedingt beibehalten. Schon deshalb, um etwas für junge Leute anzubieten. Von der Security eingelassen werden alle ab 16 Jahre, die als Schlagersternchen oder vielversprechende DSDS-Talente kostümiert sind. Alle unter 18 erhalten einen "Mutti-Zettel", weil Jugendliche in diesem Alter eine Begleitperson brauchen; die Eltern können jedoch auf diesem Zettel ihre Aufsichtspflicht an eine erwachsene Begleitperson ihrer Wahl übertragen.

Stets große Resonanz

Über mangelnde Nachfrage machen sich Volker Ernst und seine Mitstreiter keine Sorgen: "Der Fußballer-Fasching war bisher immer ausverkauft." Mundpropaganda, das Teilen in Sozialen Medien und die verteilten Flyer schlugen so gut ein, dass meist mehr Besucher kamen als eingelassen werden konnten.

"Wir haben ein schmales Budget. Der gesamte Gewinn, den wir machen, fließt in den Ausbau der Sportstätte Oberau", fährt Volker Ernst fort. Dafür engagieren sich die TSV-Fußballer ehrenamtlich beim Fasching, um einen kleinen Gewinn zu erzielen für den Kauf und die Installation einer Flutlichtanlage. Der Eintrittspreis von drei Euro ist bewusst niedrig gehalten, um den Besuch für junge Leute erschwinglich zu halten. In der Halle gibt es neben Musik und Light-Show natürlich auch Speisen und Getränke: Frauendorfer Bier sowie Pizza und belegte Laugenstangen.

In welches Kostüm Volker Ernst am 22. Februar schlüpfen wird, ist noch ungewiss: "Entweder als Frank Zander oder als Wolfgang Petry", sagt der 37-Jährige - wobei der letztgenannte Barde den Wahnsinns-Vorteil böte, "Hölle, Hölle, Hölle!" zu brüllen.

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