Lichtenfels
Insolvenz

Scherer & Trier: Landrat will Signal der Staatsregierung"

Landrat Christian Meißner war in München, um Unterstützung der Michelauer Firma Scherer & Trier einzufordern, die Insolvenz angemeldet hat.
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Die Fortführung des Geschäftsbetriebes der Firma Scherer & Trier ist nach Aussage eines Sprechers der Insolvenzverwaltung für die nächsten drei Monate sicher. Überhaupt sei der Insolvenzverwalter optimistisch, dass die Firma saniert werden könne.  Foto: Ramona Popp
Die Fortführung des Geschäftsbetriebes der Firma Scherer & Trier ist nach Aussage eines Sprechers der Insolvenzverwaltung für die nächsten drei Monate sicher. Überhaupt sei der Insolvenzverwalter optimistisch, dass die Firma saniert werden könne. Foto: Ramona Popp
Noch am Montagabend, nach Bekanntwerden der Insolvenz der Michelauer Firma Scherer & Trier, hatte sich Landrat Christian Meißner in einem Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer gewandt und um staatliche Unterstützung bei der Bewältigung dieser prekären Situation gebeten. Insbesondere ging es ihm darum, den 2300 Beschäftigten der Firma eine Zukunftsperspektive bieten zu können.

Am gestrigen Dienstag fuhr der Landrat dann persönlich nach München, um die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung einzufordern. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung bekannt gab, führte Christian Meißner ein erstes Gespräch mit Staatssekretär Franz Josef Pschierer im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.
Ziel dieses einstündigen Gespräches sei es gewesen, die weiteren Schritte im Insolvenzverfahren der Firma Scherer & Trier zu besprechen und abzustimmen.

Landrat Meißner und Staatssekretär Pschierer seien sich darin einig, dass der Insolvenzverwalter seine Arbeit aufnehmen soll, um einen Überblick über die derzeitige Situation des Unternehmens zu bekommen. Staatsministerin Ilse Aigner und Staatssekretär Pschierer seien sich der Bedeutung des Unternehmens für den Landkreis Lichtenfels bewusst und hätten ihre Unterstützung sowie die konstruktive Begleitung während des Insolvenzverfahrens zugesichert.

Landrat Meißner wird sich nun mit den Abgeordneten aus der Region, Emmi Zeulner (MdB), Jürgen Baumgärtner (MdL) und Monika Hohlmeier (MdEP), in einem gemeinsamen Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner wenden und darin ein Gespräch vor Ort einfordern. "Wir brauchen ein Signal der Staatsregierung", erklärte Meißner gegenüber dem Fränkischen Tag. "Und ich gehe auch davon aus, dass eine Reaktion kommt."

Optimismus für Sanierung

Wie Sebastian Glaser als Sprecher des Insolvenzverwalters Joachim Exner von der Nürnberger Rechtsanwaltskanzlei Dr. Beck und Partner auf Anfrage mitteilte, gebe es noch keine großen Neuigkeiten im Insolvenzverfahren. Priorität habe nun erst einmal, den weiter laufenden Geschäftsbetrieb von Scherer & Trier zu stabilisieren. Der Insolvenzverwalter verschaffe sich derzeit einen Überblick über die Situation der Firma, sei aber optimistisch, was deren Sanierungsfähigkeit betrifft. Entsprechende Optionen würden geprüft.
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