Weismain
Stadtrat

Sanierung des Rathauses kommt auf den Weg

Das Vorhaben in Weismain wurde ins Programm "Nationale Projekte des Stadtebaus" aufgenommen und wird mit einem Fördersatz von 90 Prozent bezuschusst.
Artikel drucken Artikel einbetten
Endlich, wird manch Weismainer Bürger sagen, kommt Leben in die Sanierungsplanungen des Rathauses.Roland Dietz
Endlich, wird manch Weismainer Bürger sagen, kommt Leben in die Sanierungsplanungen des Rathauses.Roland Dietz
+1 Bild

Sicherlich wären die Haushaltsberatungen im nicht öffentlichen Teil der Stadtratssitzung in Weismain interessanter gewesen. Dennoch hatte es der einzige Tagesordnungspunkt in der öffentlichen Sitzung genauso in sich: Es ging um die Sanierung des Weismainer Rathauses.

Bereits seit April wissen die Weismainer, dass dank der Aufnahme des markanten Renaissance-Gebäudes in das Förderprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" nun eine komplette Sanierung möglich ist. Im Rahmen dieses Programms sollen eine Generalsanierung des Rathauses sowie die Erweiterung zu einem Bürger- und Kulturhaus unter Einbeziehung des Anwesens "Am Markt 21" erfolgen.

Die Bezirksregierung hatte der Stadt Weismain bereits im Dezember einen Zuschuss in Höhe von 393 100 Euro für den barrierefreien Umbau des Rathauses bewilligt. Mit dieser Maßnahme wurde noch nicht begonnen da man sich auf das Bundesförderprogramm "Nationale Projekte des Städtehaus 2018/201 beworben hatte.

Baukosten bei 5,9 Millionen euro

Nachdem das Bundesbauministerium im April mitgeteilt hatte, dass dem Weismainer Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm stattgegeben wurde und im Zuge der Generalsanierung auch der barrierefreie Umbau gefördert wird, schlug die Regierung von Oberfranken vor, den Antrag auf Förderung nach dem Kommunalinvestitionsprogramm zurückzunehmen. So könne man eine ohnehin nicht zulässig Doppelförderung der Maßnahmen zur Barrierefreiheit vermeiden und die für die Stadt Weismain bereitgestellten Mittel in Höhe von 393 100 Euro für andere Projekte verwenden.

So kann sich die finanziell klamme Stadt das ehrgeizige Projekt leisten. Zu den Baukosten von rund 5,9 Millionen Euro erhält Weismain von der Bundesregierung eine Förderung von 5,31 Millionen Euro (90 Prozent), so dass sie noch 590 000 Euro beisteuern muss.

Ein weiteres Thema war einmal mehr die Verschmutzung und Zweckentfremdung an den Glascontainern in der Niestner Straße und am Bauhof. Selbst Teppiche und Computeranlagen wurden inzwischen dort unrechtmäßig entsorgt. Auch die Beseitigung von Altglas mache anscheinend für gewisse Personen Probleme, da immer wieder Glasabfall und Scherben vor den Containern vor zu finden seien, machte Dritter Bürgermeister Michael Dreiseitel (SPD) seinem Unmut Luft. Bürgermeister Udo Dauer erklärte, dass derartige Verunreinigungen kein Kavaliersdelikt mehr seien und man rechtlich dagegen vorgehen könne.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren