Lichtenfels
Aufführung

Russische Profis und heimische Tanzmäuse auf der Bühne der Lichtenfelser Stadthalle

600 Zuschauer genossen in der Lichtenfelser Stadthalle die Aufführung "Der Nussknacker". Neben Könnern aus Russland waren auch 76 Tänzerinnen des Ballettstudios Diroll auf der Bühne dabei.
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Der Nussknacker, ein romantisches Weihnachtsmärchen, verzauberte die Besucher in der Stadthalle.  Fotos: Gerda Völk
Der Nussknacker, ein romantisches Weihnachtsmärchen, verzauberte die Besucher in der Stadthalle. Fotos: Gerda Völk
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Mit Tschaikowskys romantischem Märchen vom "Nussknacker" bescherten die Tänzerinnen und Tänzer des Klassischen Russischen Balletts am Dreikönigstag den Zuschauern eine farbenprächtige und glanzvolle Tanzdarbietung. Das Moskauer Ballettensemble gastierte damit bereits zum zweiten Mal in Folge in der Lichtenfelser Stadthalle. Rund 600 Zuschauer ließen sich für zwei kurzweilige Stunden in eine Welt der Poesie und Schwerelosigkeit entführen. Erstmals waren 76 Tänzerinnen der Tanzschule Doris Diroll mit dabei. Die Proben dafür liefen seit Juni letzten Jahres.
Die Geschichte erzählt von der kleinen Clara (Olga Grigorieva), die von ihren Patenonkel Drosselmeyer (Timur Kinzikeev) zu Weihnachten einen Nussknacker geschenkt bekommt. Nach dem Fest, als längst schon alle zu Bett gegangen sind, werden die Puppen lebendig.
Auch die kleinen Mäuse kommen aus allen Ecken in das Weihnachtszimmer geströmt, ebenso der böse Mäusekönig (Maxim Maloyaroslavtsev). Schließlich nimmt der Nussknacker den Kampf gegen den Mäusekönig und sein Heer auf.


Im Land der Zuckerfee

Im weiteren Verlauf der Handlung verwandelt sich der Nussknacker in einen Prinzen (Alexander Butrimovich), der gemeinsam mit Clara in das Land der Zuckerfee reist. Doch auch dort finden sie keine Ruhe vor dem Mäusekönig. Schließlich gelingt es dem Prinzen, sein Reich zu verteidigen. Vor Freude darüber tanzen die Puppen für Clara und ihren Prinzen Tänze aus verschiedenen Ländern und Kulturen, darunter auch einen temperamentvollen spanischen und einen von wehenden Tüchern geprägten orientalischen Tanz. Am Ende war alles nur ein schöner Traum und Clara erwacht mit dem Nussknacker im Arm in ihrem Sessel, in dem sie Stunden zuvor eingeschlafen war.
Bereits in einer der ersten Szenen, als eine illustre Gesellschaft einschließlich einer Schar fröhlicher Kinder zur Bescherung eilt, haben die jüngsten Tänzerinnen der Lichtenfelser Ballettschule ihren großen Auftritt.
Nele Behr hatte vor ihren Auftritt doch etwas Lampenfieber, gesteht sie. In Erinnerung wird ihr neben den Tanzen mit den Erwachsenen auch ihr Kostüm bleiben. "Das war ein Matrosenkleid", erzählt die Neunjährige stolz. Unter den Zuschauern war ihre gesamte Familie. "Toll, wie sie das gemacht haben", loben ihre Eltern Dunja und Holger Behr.
Im zweiten Akt haben die größeren Mädchen der Tanzschule ihren Auftritt. Sie tanzen gemeinsam mit Solisten aus Moskau verschiedene Tänze. "Das ist schon etwas Besonderes, gemeinsam mit den Profitänzern aufzutreten", erklärt Chiara Alex. Am Ende durften sie sich über Autogramme und Aufnahmen mit den Profitänzern freuen. Nicht bei jeder Aufführung des Klassischen Russischen Balletts ist eine örtliche Ballettschule dabei. "Die müssen schon ein gewisses Niveau haben", erklärt die Veranstalterin.
Unter den Zuschauern sind oft komplette Familien mit Großeltern, Onkel, Tanten und Paten vertreten, die natürlich ihre Freude haben.
Die Tänzer des Balletts aus Moskau haben ein weiteres Mal das Lichtenfelser Publikum mit Präzision und vollendeter Harmonie begeistert. Dafür gab es auch immer wieder Szenenapplaus. Besonders aber für Olga Grigorieva und Alexander Butrimovich und den "Pas de deux". Eine exzellente Beleuchtungstechnik und Spezialeffekte, wie von der Decke rieselnder Kunstschnee, taten ein Übriges. Auch das "Corps de ballet" überzeugte mit perfekter Synchronisation und anmutigen Bewegungen. Erwähnenswert sind die aufwendigen Kostüme und ein stimmiges Bühnenbild. Insgesamt ein gelungener Abend, für den es viel Applaus eines rundum zufriedenen Publikums gab. Über stürmischen Beifall durften sich die 76 Tänzerinnen der Tanzschule Diroll freuen.
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