Lichtenfels
Bauvorhaben

Richtfest für neue Förderstätte

Das 3,25 Millionen-Projekt des Diözesan-Caritasverbandes soll im kommenden Sommer fertig werden.
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Ein Mitarbeiter der Zimmerei Holzbau Thiel sprach den Richtspruch und ließ den Bauherrn, die Gäste und die am Bau beteiligten Handwerker hochleben. Fotos: Alfred Thieret
Ein Mitarbeiter der Zimmerei Holzbau Thiel sprach den Richtspruch und ließ den Bauherrn, die Gäste und die am Bau beteiligten Handwerker hochleben. Fotos: Alfred Thieret
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Bei regnerischem Wetter fand am Freitag in der Wittelsbacher Straße das Richtfest für den Neubau einer Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums der Caritas statt, an der sich viele Ehrengäste sowie Klienten und Mitarbeiter der Fördergruppe des Wohnheims St. Elisabeth beteiligten.
Friederike Müller, Bereichsleiterin der trägereigenen Einrichtungen des Caritasverbandes der Erzdiözese, erläuterte, dass bereits seit dem Jahr 2003 eine Fördergruppe mit aktuell 17 Personen besteht, die räumlich dem Wohnheim St. Elisabeth angegliedert ist. Betreut würden erwachsene Personen, die infolge schwerer geistiger, körperlicher, psychischer Behinderung oder starker Verhaltensauffälligkeiten nicht arbeits- bzw. werkstattfähig seien.
Da ein größerer Bedarf besteht, werde jetzt eine eigene Förderstätte erbaut, in der 28 Personen, aufgeteilt in vier Gruppen zu jeweils sieben Personen, von zwei Mitarbeitern pro Gruppe betreut werden sollen. Mit der Fertigstellung des Gebäudes kann bis zum Spätsommer 2018 gerechnet werden. Die mit 3,25 Millionen Euro veranschlagte Baumaßnahme werde mit Fördermitteln in Höhe von 1,177 Millionen Euro durch die Regierung von Oberfranken aus Fördermitteln des Bayerischen Sozialministeriums, durch den Bezirk Oberfranken mit 185 000 Euro und durch die Aktion Mensch mit 110 000 Euro unterstützt. Der Rest werde aus Eigenmitteln finanziert. Die Nutzfläche für das neue Gebäude beträgt 900 Quadratmeter.
Friederike Müller bedankte sich im Namen des Trägers herzlich bei den Fördermittelgebern und wünschte der Baumaßnahme eine erfolgreiche Realisierung. Landrat Christian Meißner, der auch die Grüße der anwesenden Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner übermittelte, bedankte sich beim Diözesan-Caritasverband für die Investierung von Millionensummen im Landkreis und beim Heilpädagogischen Zentrum für das große Engagement bei der Betreuung von Menschen mit Behinderung. Die Stadt sei geprägt von Einrichtungen der Caritas, nun komme eine weitere hinzu. Durch die vielen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung werde in Lichtenfels Inklusion großgeschrieben.
Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner bedankte sich im Namen der Stadt, dass der Diözesan-Caritasverband dem Standort Lichtenfels die Treue hält. Im August 2016 habe der Caritasverband das 1120 Quadratmeter große Grundstück von der Stadt erworben, im April 2017 folgte die Baugenehmigung, im Mai der Baubeginn, am 4. Juli der offizielle Spatenstich und nun die Fertigstellung des Rohbaus.


Gute Zusammenarbeit

Marcus Baier, der Architekt der Joseph-Stiftung, der für die Bauplanung verantwortlich zeichnete, stellte die gute Zusammenarbeit mit Thomas Geldner, dem Leiter des Wohnheims St. Elisabeth und mit Tilo Stadelmann, dem Leiter der Fördergruppe, heraus. Das Projekt liege ihm sehr am Herzen, weil dadurch ein sozialer Beitrag für Menschen mit Behinderung geleistet werde. Sein Dank galt der Firma Raab aus Ebensfeld und der Zimmerei Holzbau Thiel aus Schwürbitz für die Errichtung des Dachstuhls. Ein Mitarbeiter der Zimmerei sprach schließlich den Richtspruch und ließ den Bauherrn, die Gäste und die am Bau beteiligten Handwerker hochleben.

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