Reundorf
Einweihungsfeier

Reundorfer Bauplätze sind alle bis auf einen weg

Impressionen zu Verwirrungen, einer Baumpflanzung und neuen Nachbarschaften.
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Was bei der Feierlichkeit für die Anwesenden nicht zu sehen war, sind die Dimensionen der Solaranlage auf der dem Bahndamm zugekehrten Seite des Lärmschutzwalls. Foto: Markus Häggberg
Was bei der Feierlichkeit für die Anwesenden nicht zu sehen war, sind die Dimensionen der Solaranlage auf der dem Bahndamm zugekehrten Seite des Lärmschutzwalls. Foto: Markus Häggberg
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Die Vorgänge um die Einweihung des Baugebietes am Wendehammer hatten am Dienstagnachmittag schon eine starke Symbolkraft. Ein Ort fand sich dort gewissermaßen ein, um die neuen Ortsansässigen willkommen zu heißen. Impressionen zu Verwirrungen, einer Baumpflanzung und neuen Nachbarschaften.

16 Uhr, dieser Zeitpunkt war bekannt. Aber wo jetzt genau? Wendehammer Maintalstraße, hieß es bei den Einladungen, dort sollte eine gute Nachbarschaft dadurch besiegelt werden, dass ein Baum gepflanzt wurde. So zogen Vertreter der Ortsvereine, der Stadt, der Stadtverwaltung und eben auch die künftigen Bauherren des neuen Wohngebiets dorthin, um feierlich zu werden.

4,9 Hektar großes Gelände

34 von 48 Bauplätzen auf diesem rund 4,9 Hektar großen Gelände an der Verbindungsstraße zwischen Lichtenfels und Reundorf sind mit Stand vom 15. Oktober verkauft, 13 reserviert und einer noch zu haben. Doch am Wendehammer angekommen, stellte die Schar fest, dass dieser nur eine ungefähre Ortsangabe war, ein Näherungswert. Der symbolische Akt sollte weiter oben geschehen, auf einer rund fünf Meter höher und parallel zum Eisenbahnlärmschutzwall gelegenen Terrasse. So stakte man wie der Storch durch den Salat nach oben, reichte sich erheitert auf dem erdigen Geläuf die Hände und zog sich nachbarschaftlich hoch.

Zukünftige Nachbarn treffen sich

Begegnungen fanden statt, mitunter erstmalige. So wie zwischen Uwe Held und der Familie, zu der er zufällig feststellen konnte, dass er mit ihr Garten an Garten wohnen wird. Thomas Schramm und seine Lebensgefährting Christina Kruschinski fanden das auch heiter. Schramm, Vertriebsleiter in einer Firma, genießt sichtlich den erhöhten Ausblick und erzählt von so etwas wie monatelanger Vorfreude auf das neue Domizil. "Einmal pro Woche fahre ich hier (absichtlich) durch", erklärt er und entsinnt sich der Anfänge: "Wir waren hier im Sommer und haben uns gefragt: ,Wollen wir hier bauen?‘"

Ein Zug fährt in diesem Augenblick wenige Meter entfernt von ihm vorüber. Der begrünte Lärmschutzwall nimmt ihm das allzu Störende. Dann beginnt der offizielle Teil. "Es freut mich sehr, dass so viele Bauherren gekommen sind", erklärt Bürgermeister Andreas Hügerich eingangs seiner kleinen Rede. Er wird davon sprechen, was hier zwischen 2016 und 2019 alles realisiert wurde. Er wird das neuartige Mono-System der Kanalisation erwähnen, bei dem ein Schacht bis zu vier Hausanschlussschächte ersetzt, wird auf den Lärmschutz zu sprechen kommen, der ein begrünter Naturwall ist und auf der den Bahnlinien zugekehrten Seite über mehrere hundert Metern mit Solaranlagen versehen wurde, und er wird zu den rund 1,4 Mio. Euro städtischer Gesamtkosten bilanzieren: "Hier wurde ein Baugebiet geschaffen, das Maßstäbe setzen wird." Auch Lob für die Zügigkeit innerhalb der eigenen Verwaltung wird er spenden, was einen sichtlich gut gelaunten Stadtbaumeister Gerhard Pülz veranlasst, einem Verwaltungsmitarbeiter auf den Rücken zu klopfen. "Ein Wahnsinn, was in kurzer Zeit von euch geleistet wurde", so Hügerich.

Dann fällt der Hinweis zur "starken Ortsgemeinschaft". Die, vertreten durch Abgeordnete und Vereinsmitgliedern, sind auch vor Ort. Mitunter sogar in Montur, so wie beim Obst- und Gartenbauverein. Die Einweihungsfeier sollte nach Hügerich mehr sein "als nur ein Band durchschneiden", sie sollte Reundorf auch "mit neuen Leuten" zusammenwachsen lassen und aufzeigen, welche Freizeitangebote es hier für die Neuen gibt. So waren sie da, die Vertreter der "Maapiraten", des CSU-Ortsverbands, der Feuerwehr, des Angelverein, des Sportvereins und eben auch des Gartenbauvereins.

Noch während man zu den Schaufeln griff, um symbolisch den schonerwähnten Baum zu pflanzen, stieg 200 Meter entfernt Rauch auf. An der Maintalhalle wurde gleichzeitig die nächste Symbolhaftigkeit in die Wege geleitet: Bratwurstgrillen. Ein Willkommen geht in Franken über den Magen und Geselligkeit. Der Ort lud seine Neubürger zum Platznehmen und zur Geselligkeit.

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