Lichtenfels

Ragnarök: Alles, nur kein "Weltuntergang"

Das weltweit größte Pagan-Metal-Festival "Ragnarök" ist für dieses Jahr gelaufen. Am Sonntag mussten die letzten Camper das Feld um die Lichtenfelser Stadthalle räumen. Tausende von Besucher waren wieder dabei.
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Zwei Tage lang Konzertauftritte von mittags bis nachts: Die Fans drängten sich um die Bühnen der Lichtenfelser Stadthalle. Fotos: Elena Gabler
Zwei Tage lang Konzertauftritte von mittags bis nachts: Die Fans drängten sich um die Bühnen der Lichtenfelser Stadthalle. Fotos: Elena Gabler
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Im nächsten Jahr wird das mittlerweile wohl größte Pagan-Metal-Festival wohl das zehnte Jubiläum feiern. Heuer lockte das Ragnarök 10 wieder Tausende von Besuchern nach Lichtenfels.

Seit seinen Anfängen im Jahr 2004 ist das Festival zu einem Ereignis von nahezu internationaler Bedeutung für die Metal-Szene herangewachsen. So zieht das Ragnarök-Besucher (und Bands) aus ganz Europa an. Verblüffend, wenn man überlegt, wie alles seinen Anfang nahm.


Wie alles anfing

Ursprünglich wollte der Veranstalter und Geschäftsführer Ivo Raab einen passenden Auftrittsrahmen für seine eigene Band schaffen. Was 2004 in kleinem Rahmen noch in der Hollfelder Stadthalle stattgefunden hatte, ist in der Zwischenzeit zu einem Großereignis geworden.

Schon am Donnerstag, 4.
April, reisten viele der Besucher an, um gute Schlafplätze zu ergattern. Noch am selben Abend fand als Auftakt des Festivals eine Party mit DJs, "Mosher's Night”, statt. Am frühen Freitagnachmittag begannen die Bands dann, in die Vollen zu gehen: Abwechselnd auf zwei nebeneinander liegenden Bühnen lieferten knapp 15 Gruppen ihren Auftritt ab, darunter "Eluveitie", offizieller Headliner des Festivals. Ohne große Unterbrechung gaben die in diesem Jahr 30 Bands am Freitag und Samstag die volle Dröhnung.


Große Zielgruppe angesprochen

Nicht nur an der Musik, sondern auch am Publikum ist ersichtlich, dass sich die Veranstaltung an eine breite Szene wendet. Neben dem eigentlichen Konzert-Angebot und den üblichen Verpflegungsständen gab es auch in diesem Jahr wieder ein Begleitangebot wie Verkaufsstände und Schaukampfaufführungen.

"Viele der Besucher hier nehmen das mit dem Viking-Metal schon ernst", sagt Guido, einer der ältesten Mitglieder der "Danelag-Wikinger”. Als die Gruppe ihr historisches Lager erstmals am Ragnarök in Lichtenfels ausgebreitet hatte, war Ivo Raab so begeistert, dass er die Gruppe um Besuch im nächsten Jahr bat. In der Zwischenzeit haben sich der Danelag-Gruppe weitere "Wikinger” aus der französischen Schweiz angeschlossen. "Andere Leute haben andere teure Hobbys”, meint der authentisch wirkende Hobby-Wikinger und zuckt mit den Schultern.

Der Großteil der Besucher ist hingegen weniger anspruchsvoll: Zelten bei Minusgraden, preiswertes Bier und Gegrilltes in geselliger Runde sowie bassgestählte, gern laute Musik. Im nächsten Jahr feiert das Ragnarök dann sein zehntes Jubiläum.

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