Altenkunstadt
Bauausschuss

Podeste ersetzen den Spielturm

Vier Räume in der Kathi-Baur-Kita in Altenkunstadt werden durch Sanierungsmaßnahmen heller und freundlicher.
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Der Spielturm in  diesem Gruppenraum  wird durch ein Podest auf mehreren  Ebenen ersetzt. Darüber informierten Claudia Spieler und Manuela Deuber  (links) von der Kathi-Baur-Kita den Bauausschuss. Stephan Stöckel.
Der Spielturm in diesem Gruppenraum wird durch ein Podest auf mehreren Ebenen ersetzt. Darüber informierten Claudia Spieler und Manuela Deuber (links) von der Kathi-Baur-Kita den Bauausschuss. Stephan Stöckel.

ng, wenn sich die Buben und Mädchen in einer Kindertagesstätte nicht wohlfühlen? Das dachte sich der Gemeinderat von Altenkunstadt und beschloss vor ein paar Jahren, die vier Gruppenräume in der Kathi-Baur-Kita komplett zu sanieren.

Diese Meinung vertreten aber auch die Mitarbeiter der Kindertagesstätte. "Der Raum in einer Kita wird häufig als weiterer Erzieher für die pädagogische Arbeit gesehen", heißt es in einem Schreiben. Die Leiterin der Einrichtung, Claudia Spieler, überreichte es den Mitgliedern des Bauausschusses. Dieser hatte am Dienstagabend der Einrichtung, die vom Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) der Caritas in Lichtenfels betrieben wird, einen Besuch abgestattet.

Spieler führte zusammen mit Kinderpflegerin Manuela De uber und Bautechniker Armin Freitag von der Gemeinde Altenkunstadt die Gäste durch die Räume. In den vergangenen drei Jahren war jeweils in den Sommerferien ein Gruppenraum saniert worden.

Immer in den Sommerferien

Freitag erläuterte die durchgeführten Baumaßnahmen. Boden und Decken wurden saniert, die Beleuchtung ausgetauscht und die Räume mit neuen Möbeln ausgestattet.

Ein Raum, der auch zum Schlafen genutzt wird, wurde mit einem Rollo ausgestattet. In einem Raum war Feuchtigkeit von außen eingedrungen, was Abdichtungsarbeiten nötig machte.

Heuer ist in den Sommerferien der Raum mit dem großen Spielturm an der Reihe. Der Turm, der nach Ansicht der Kita-Mitarbeiter verdunkelnd wirkt, wird durch drei übereinander gebaute Podeste ersetzt, die durch Treppen miteinander verbunden sind und für Helligkeit im Raum sorgen sollen.

"Ob Bauen, Rollenspiel oder Theater - mit dieser Lösung ermöglichen wir den Kindern ein flexibleres Spielen über mehreren Ebenen", sagte Spieler. Auch das Mitspielen der Erzieher werde erleichtert, so die Einrichtungsleiterin. Der Turm wandert in die Halle, wo er "die gesamte Kita aufwerten soll", wie es in dem Schreiben der Mitarbeiter an den Ausschuss heißt. Die Wendeltreppe zu einem Abstellraum wird abgebaut, um mehr Platz und Helligkeit zu schaffen. Die Kammer ist nur noch über einen anderen Gruppenraum zu erreichen.

Vor einer kniffligen Frage standen die Mitglieder des Gremiums im Ortsteil Pfaffendorf. "Was passiert mit dem Klärschlamm im ehemaligen Klärteich?" Das Dorf war vor ein paar Jahren an die Kläranlage in Weidnitz angeschlossen worden. Aber die Hinterlassenschaften blieben. "Der Schlamm wurde von der Baufirma Dietz aus Weismain auf die eine Seite des Beckens geschoben. Auf der anderen Seite hat sich Quell- und Oberflächenwasser angesammelt", erläuterte Freitag.

Der Experte hielt es für denkbar, den Schlamm zu entsorgen und mit Aushub, der beim Neubau der Kanalisation in Spiesberg und Zeublitz angefallen ist, zu verfüllen. Auch das Schilf müsse dann entfernt werden, das sich auf der Wasserseite ausgebreitet habe.

Biotop geht nicht

Für Ludwig Winkler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) ist ein kleines Biotop entstanden, das man bewahren sollte. Mit dem Aushub könnte man in Spiesberg und Zeublitz einen Damm aufschütten und begrünen. Einspruch kam von Freitag: Das Lichtenfelser Landratsamt als Aufsichtsbehörde schreibe vor, dass der Schlamm entsorgt werden müsse, um eine mögliche Verunreinigung des Bodens zu verhindern.

Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) wies darauf hin, dass aufgrund der neuen Düngeverordnung die Ausbringung auf den Feldern nicht mehr möglich sei. Es bleibe nur die Entsorgung in einer Kläranlage. Die Kosten hierfür bezifferte der Redner auf 100 bis 140 Euro pro Kubikmeter. Die Ortsbesichtigung hatte rein informativen Charakter. Der Gemeinderat wird sich mit diesem Problem weiter auseinandersetzen.

Die Parkmoral lässt stark zu wünschen übrig Der keltische Abenteuerspielplatz "Spielwinix" lockt zahlreiche Besucher auf den Kordigast. Der Weg von Paffendorf dorthin ist allerdings in schlechtem Zustand. Der Bauausschuss sprach sich dafür aus, den Weg nicht zu teeren, sondern ihn zu schottern. Das sei vollkommen ausreichend, hieß es. Ludwig Winkler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) erinnerte, dass es sich um einen ehemaligen Forstwirtschaftsweg handle, der nur 3,50 Meter breit war. Im Lauf der Jahrzehnte sei der Weg auf fünf Meter ausgefahren worden. Für die 500 Meter nach dem Parkplatz, die nur für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr freigegeben seien, solle daher kein Ausbau auf fünf Meter erfolgen, sondern nur die Fahrbahn hergerichtet werden.

Hans-Werner Schuster (CSU) legt großen Wert darauf, einen stabilen Weg zu bauen, der auch von schweren land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden könne. Winkler mahnte zum wiederholten Mal an, dass Weismain seiner Verpflichtung nachkommen solle, den Weg zum Spielplatz von Weismainer Seite aus zu sperren.

Auch das Café in der Neumühle, dem Wahrzeichen Altenkunstadts, lockt Besucher an. Winkler wies auf die Kehrseite der Medaille hin: Während der Öffnungszeiten herrscht rund um die neue Lokalität ein Parkchaos. "Der Betreiber muss sieben Parkplätze vorhalten", informierte Bürgermeister Robert Hümmer.

Hans-Werner Schuster beklagte die schlechte Parkmoral in weiten Teilen Altenkunstadts. Winkler erinnerte daran, dass man in der Caritas-Wohnanlage Gehwegparkern mit Erfolg Hinweiszettel an die Scheibenwischer gesteckt habe. Hümmer wies darauf hin, dass man in der Langheimer Straße Halteverbotsschilder abgebaut habe. "Und jetzt funktioniert es nicht mehr", stellte er ernüchtert fest.

Im Herbst wird mit der Generalsanierung der Grundschule begonnen. Während der Bauzeit werden die Kinder in sechs ebenerdig aufgestellten Containern unterrichtet.

Stephanie Dittrich (BündnisGrüne) wünscht sich eine weitere Wasserentnahmestelle für den alten Teil des Friedhofs, um älteren Mitbürgern das Gießen zu erleichtern. Man kam überein, darauf hinzuwirken, dass bei der geplanten Baumaßnahme von der katholischen Kirchengemeinde eine weitere Wasserentnahmestelle errichtet werde. stö

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