Bad Staffelstein
Modernisierung

Obermain-Therme: Bambus-Optik in mildem Licht

Über zehn Millionen Euro investierte der Thermalsolbad-Zweckverband in die technische und optische Umgestaltung der Staffelsteiner Obermain-Therme. Während des einjährigen Umbaus lief der Badebetrieb störungsfrei weiter.
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Statt der bisherigen geraden Schrank-Gassen bilden nun platzartige Räume in warmem Licht die Umkleidebereiche.Matthias Einwag
Statt der bisherigen geraden Schrank-Gassen bilden nun platzartige Räume in warmem Licht die Umkleidebereiche.Matthias Einwag
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"Es war eine Riesenaktion", atmet Werkleiter Hans Josef Stich auf. Über den Zeitraum eines Jahres hinweg lief die Modernisierung der Obermain-Therme. Neu gestaltet wurden der Umkleidebereich im Obergeschoss sowie technische Anlagen im Keller. Insgesamt wandte der Zweckverband Thermalsolbad, der vom Kreis Lichtenfels und von der Stadt Bad Staffelstein getragen wird, mehr als zehn Millionen Euro für diese Modernisierung auf.

Wer nun die neu gestalteten Umkleidebereiche betritt, ist überrascht von der hellen Holz-Optik. Die vom Eingangsbereich bekannten Bambus-Elemente wurden aufgenommen und tauchen dezent in den Umkleiden wieder auf. Wo sich bis vor kurzem die langen Geraden der Schrank-Gassen erstreckten, gliedern nun platzartige Räume die Umkleidebereiche.

800 Schränke ausgetauscht

Rund 800 Schränke samt der Schließsysteme wurden im laufenden Betrieb ausgetauscht. Das ging nur, weil viele Mitarbeiter der Therme in Nachtschichten beim Umrüsten halfen. "Wir haben nachts die alten Schlösser gegen neue ausgewechselt", sagt Hans Josef Stich und freut sich, dass das ohne eine einzige Stunde Verlust an Öffnungszeit über die Bühne ging.

"Wir wollten einen anderen Akzent setzen", sagt er über die hellen Holzelemente, die nun die Umkleiden prägen. "Licht war ein großes Thema", fährt er fort. Beim Umgestalten sei Wert darauf gelegt worden die Umkleidebereiche in mildes, angenehmes Licht zu tauchen.

Technik im Keller erneuert

Nicht nur im Innenbereich wurde gearbeitet, auch die hölzerne Außenfassade wurde renoviert. Die Sanierung der technischen Anlagen im Keller des Thermalbads seien noch nicht ganz abgeschlossen. Diese Arbeiten liefen nahezu unbemerkt ab, denn von den technisch aufwendigen Lüftungs- und Wasserreinigungsanlagen sollen die Besucher ohnehin nichts sehen.

Kassensystem ausgetauscht

Nachdem zugleich das Kassensystem erneuert werden sollte, hatte sich der Zweckverband im Vorfeld entschieden, gleich alle alten Schrankschlösser samt der Transponder sowie die Geldwertkarten auszutauschen, sagt der Werkleiter. Das sei nun bei laufendem Betrieb erfolgt. "Nach der Modernisierung ist vor der Modernisierung", fährt Stich fort. Nächstes Planziel ist es, mehr Parkplätze zu schaffen. Dafür soll die ehemalige Gießerei der Firma Schröder an der Oberauer Straße abgerissen werden, an deren Stelle Stellplätze entstehen werden. "Der Abbruch soll heuer noch erfolgen - und wenn's die Zeitschiene hergibt, wollen wir noch in diesem Jahr mit dem Parkplatzbau beginnen", sagt der Werkleiter.

In Planung sei zudem eine Schrankenanlage, die für Entspannung auf dem großen Parkplatz der Therme vor dem Eingang zum Kurpark sorgen soll. Immer noch nutzen nämlich zu viele Kurparkbesucher die Stellplätze des Thermalbads.

Das Schranken-Projekt könne jedoch erst angegangen werden, wenn die neuen Parkbuchten auf dem gegenüberliegenden Schröder-Gelände verwirklicht sind. Für die Umstellungsphase sei die Kapazität dieses Areals unverzichtbar. Vorgesehen sei ferner, eine Einbahnregelung für den bestehenden Parkplatzbereich auszuweisen, um den Gästen künftig das lästige Hin- und Herfahren zu ersparen.

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