LKR Lichtenfels
Straßensanierung

Sanierung der B173: Noch zwei Wochen Vollsperrung

Noch zwei Wochen Vollsperrung der B173 zwischen Lichtenfels-Ost und Hochstadt, aber mehr als die Hälfte ist überstanden.
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Dass es nach Lichtenfels in nördlicher Richtung nicht mehr weiter Richtung Michelau, Kronach und Kulmbach geht, daran mussten sich auch einheimische Verkehrsteilnehmer erst gewöhnen.
Dass es nach Lichtenfels in nördlicher Richtung nicht mehr weiter Richtung Michelau, Kronach und Kulmbach geht, daran mussten sich auch einheimische Verkehrsteilnehmer erst gewöhnen.
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Der Pfingstferienbeginn hat die erwartete Entspannung gebracht. Wer über Schney nach Lichtenfels fährt, kommt morgens deutlich besser voran. Viele haben jetzt Urlaub oder ein paar Tage frei, müssen nicht zu den Stoßzeiten unterwegs sein.

Vor 14 Tagen sah das noch ganz anders aus. Da stauten sich an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße/Coburger Straße die Fahrzeuge bis zur Mainbrücke, wo die Kreuzung mit Ampel gerade im Berufsverkehr ein Nadelöhr darstellt. Um Richtung Autobahn nach Kösten abzubiegen, musste man sich ebenso lange anstellen, wie diejenigen, die in die Kreisstadt einfahren wollten. Eine zusätzlich aufgestellte Ampel an der Kreuzung aus und nach Schney konnte die Rückstaus zwar nicht verhindern, sorgte aber zumindest für ein gefühlt besseres, weil kontrollierteres Vorankommen. Nach einigen Tagen Beobachtung habe man sich mit der Landkreisverwaltung und der Polizei auf diese Regelung geeinigt, sagt Thomas Neundörfer vom Staatlichen Bauamt Bamberg, das für die Sanierungsarbeiten auf der B173 verantwortlich ist. Die Ortsdurchfahrt Schney sei ja nicht die offizielle Umleitung, ergänzt er, die verlaufe ja viel weiträumiger, über die B 303 oder die Staatsstraße 2203 (Lichtenfels-Klosterlangheim-Roth-Pfaffendorf). Doch die Leute mit Ortskenntnis beziehungsweise diejenigen, die zu den Gewerbebetrieben möchten oder von dort kommen, nehmen natürlich diese Route.

Es bleibt bei Gesamtsperrung

Die großräumige Umleitung ist auch der Grund dafür, dass das Teilstück Lichtenfels-Ost bis Michelau nach Erneuerung der Teerdecke nicht umgehend für den Verkehr freigegeben wird. Solange die Strecke im weiteren Verlauf nicht fertig ist, würde sich sonst der Verkehr durch Michelau quälen.

Aktuell wird vor allem in Hochstadt gearbeitet. Auch dort ist die Fahrbahndecke zu erneuern. Das soll vor allem den Anwohnern etwas bringen, wie seitens des Straßenbauamtes betont wird - weniger Lärmbelastung nämlich. Die Mainbrücke in Hochstadt ist zwischenzeitlich wieder befahrbar, ein Rückbau der Behelfsbrücke wird folgen.

Insgesamt werden fünf Fahrbahnkilometer in zwei Bauabschnitten erneuert, wie der Vertreter des Bauamtes erklärt. Das sei ein beachtliches Stück, das in den rund fünf Wochen der Vollsperrung bewältigt werden soll. "Schneller geht's nicht", betont Neundörfer. Die Alternative wäre eine halbseitige Sperrung und bis zu 20 kleine Bauabschnitte gewesen. Dann hätte man wohl bald ein ganzes Jahr mit Behinderungen in den betroffenen Bereichen rechnen müssen. So habe man versucht, einen Teil der Arbeiten auch noch in die Ferienzeit zu legen. Von den Verkehrsteilnehmern erhoffe man sich Verständnis.

Das war allerdings oft nicht gegeben. "Es sind sehr viele Beschwerden aufgelaufen", sagt Thomas Neundörfer, auch Beschimpfungen habe es gegeben. "Es menschelt eben", sagt er ruhig. Offenbar ist man das bei solchen Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs schon gewohnt. Dabei lief es bislang gut, wie zu erfahren ist. Die Polizei verzeichnete keinen größeren Unfall; zwei Warnbaken wurden umgefahren, ein paar Streifvorgänge im Begegnungsverkehr auf der Straße Richtung Trieb durch den Wald gab es, und einige Auffahrunfälle durch Unachtsamkeit, wie Jürgen Hagel von der Polizeiinspektion Lichtenfels berichtet. Und es wurden einige Verwarnungen ausgesprochen, weil Sperrschilder ignoriert beziehungsweise verbotene Schleichwege benutzt wurden.

Der Behauptung, dass in der ersten Woche der Vollsperrung sich überhaupt nichts getan habe, musste das Bauamt mehrfach entgegnen. Die nötigen Vorarbeiten inklusive Abbau der Leitplanken und Einrichten der Umleitungen benötigen eben Zeit, und man sieht dabei auf der Straße nicht viel. Zum Ende der Baumaßnahme wird es ähnlich sein. Zeitlich liegen die Arbeiten voll im Rahmen. Am Freitag, 28. Juni, soll die Strecke wieder geöffnet werden. Das ist der Plan. Nur das Wetter muss noch mitspielen.

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