Weismain
Herbstfest

Naturprodukte steigen nicht nur in der Umweltstation Weismain im Kurs

"Roter Hauptmann", "Blauer Schwede" und eine "Querbeetsuppe": Die Umweltstation tischte Besonderes auf.
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Die Apfelausstellung wurde rege besucht. Fotos: Roland Dietz
Die Apfelausstellung wurde rege besucht. Fotos: Roland Dietz
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"Mmmhhh, der schmeckt aber gut", war oft zu hören beim Herbstfest der Umweltstation Weismain. Gemeint war dabei der Apfelsaft, der gerade gepresst worden war.

Zunächst versuchten sich etliche Kinder an der Häckselmaschine, die die Äpfel zerkleinert. Anschließend kamen diese in die Kelter, wo mit noch höherem Kraftaufwand durch das Pressen der geschnittenen Äpfel köstlicher Saft entstand.

Beim Saftstand war der Leiter der Umweltstation Michael Stromer am Verkaufen der Saftbehälter. "Es ist ein Zeichen, dass die Menschen das Natürliche nicht ganz vergessen haben", bewertete er den Andrang. Denn es waren wieder viele in den Weismainer Kastenhof gekommen, um sich verwöhnen zu lassen oder einfach auch nur, um Naturprodukte mit nach Hause zu nehmen.

Duftender Zwiebelkuchen

Bereits bei der Ankunft lag ein Duft von Zwiebelkuchen, der im Holzbackofen von Maria Püls und ihrem Team gebacken wurde, betörend in der Luft. Hier ließen sich viele den Kuchen mit einem frischen Schluck Federweißen schmecken. Etwas Besonderes war sicher die schmackhafte "Querbeetsuppe". Diese machte ihrem Namen alle Ehre, hatte Karin Braun von der Umweltstation alles aus der heimischen Region hineingegeben, was eine Suppe schmackhaft macht: Stielmus, Mangold, Wurzelpetersilie, Lauchzwiebel, Knollensellerie, Löwenzahn, Girsch und Kartoffeln waren die Zugaben.

Für die Kartoffeln gab es sogar eine kleine Ausstellung. Bei dieser wurden die Sorten "Ditta", "Gunda", "Blauer Schwede" und "Krone" nicht nur gezeigt, sondern gleich verkauft. "Natürlichkeit durch selbst- und hausgemachte Produkte stehen hoch im Kurs", war sich Elvira Hornung aus Kümmel sicher. Und was sie den Besuchern an Gelees und Marmeladen anbot, war schon mehr als beachtlich. Mit Mispel-Bratapfel, Zuchini-Himbeer oder Wildfruchttöpfchen, Kirsch und Quittengelee, Hagebuttentöpfchen, sind nur ein paar Marmeladensorten gnannt, die sie vertreibt.

Riesenäpfel gab die Ernte in diesem Jahr kaum her. Dennoch waren wieder viele da, die ihre Äpfel aus dem eigenen Garten vom Experten Friedhelm Haun bestimmen ließen. Aber auch die Apfelausstellung hatte es in sich. "Haben Äpfel aber komische Namen", wandet sich Moritz an seine Mutter. Und recht hatte er, so gibt es mit "Champagner Renette", "Croncels", "Roter Hauptmann", "Kaiser Wilhelm" oder "Grüne Schafsnase" Bezeichnungen, die man nicht gleich Äpfeln zuordnen würde.

Eine Besonderheit für Kinder hatten Kerstin und Helmut Schmidt von der Umweltstation vorbereitet. So durften diese kleine Figuren und Ketten aus Kastanien basteln.

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