Weismain
Fasching

Narren spotten über die Stadt

Beim Gaudiwurm in Weismain waren auch Geschehnisse im Ort wieder ein gern aufgenommenes Thema.
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Politische Prominenz war auf den Frontwagen des Kaulhaazes vertreten. Fotos: Roland Dietz
Politische Prominenz war auf den Frontwagen des Kaulhaazes vertreten. Fotos: Roland Dietz
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Kaulhaazia Hellau, erklang es aus 1000 Kehlen als Oberkaulhaaz Frank Eizenberger auf der Bühne des Marktplatzes in Weismain den diesjährigen Gaudiwurm ankündigte. Viel lokales Geschehen war in den Themen des Zuges eingebaut. Er ist jedes Jahr etwas Besonderes, der Kaulhaazen-Fasching in Weismain. So waren natürlich auch in diesem Jahr tausende Narren und Schaulustige gekommen um ab 13.30 Uhr den Gaudiwurm in der Jurastadt
anzuschauen und die erwartete Büttenrede von "Till" (Franz Besold) zu verfolgen. Angeführt wurde der Zug vom Bieroldtimer der Pülsbräu Weismain . Danach folgte zu Fuß der Weismainer Narr"Till".
Selbst die in den Faschingsreden oft gescholtenen Politiker
ließen es sich nicht nehmen, auf dem Wagen mit dem Kaulhaaz mitzufahren. Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, stellvertretender Landrat Helmut Fischer und die Bürgermeister aus Burgkunstadt, Christine Frieß, aus Altenkunstadt Robert Hümmer und aus Mainleus Robert Bosch nahmen teil.


Viele Süßigkeiten für die Gäste

Hinter ihnen hielten die Prinzenpaare aus Weismain und Mainleus mit ihren Prinzengarden Einzug auf der Bühne. Von den Wagen des überdimensionalen Kaulhaaz wurden Bonbons, Chips und Schokolade, wie auch von allen bunt geschmückten Wagen, wie in einem Dauerregen auf die Zuschauer geworfen.
Der Kaulhaazwagen hatte gleich ein Thema aufgegriffen. "Der Tomatenanbau, ein 6er im Lotto sei er gewesen, doch nix wars, ein Grüppchen war dagegen gewesen".
Die drei Blaskapellen aus Weismain, Altenkunstadt und Modschiedel sorgten für richtigen Rhythmus. Die Stadträte waren diesmal als Getier des Dschungelcamps dabei. Öfters wurde auf die aussterbende Geschäftswelt hingewiesen. So stand auf dem Wagen des Skivereins Weismain "Oh Weismain bist a arma Stadt, die fast kanna Läden mehr hat".


"Klexit" in Kleingiegenfeld

Ihren Schabernack trieben die Geister "Hui-Buh" der Dorfgemeinschaft Geutenreuth "In Weismain musst du schon ganz bald ins Wirtshaus, sonst bekommst du bis 11 keinen Rausch". Die Dorfgemeinschaft Kleinziegenfeld wiederum nahm die Durchfahrt des Kleinziegenfelder Tals mit Radweg zum Anlass zu schreiben "Was für England ist der Brexit, ist für Klaziegenfeld der Klexit. Wer durch unser Tal will fohrn, muss mit den Claudiustaler zahln" vom Erlös baun wir uns selbst an Radweg, der wird aber dann ganz pompös".
Die Wiederbelebung des Korches hatte sich der Kapellenbauverein Giechkröttendorf auf die Fahnen geschrieben. "Mit der Korchesbelebung hot sich immer nuch nix gedoh, drumm fanga mir jetzt selber oh." Der FC Baiersdorf machte auf den Handwerkermangel in der Region aufmerksam. Ganz im Zeichen 150 Jahre Feuerwehr Weismain standen die Wägen der Jugendfeuerwehr Weismain und Altenkunstadt.
Mit von der Partie war auch die SCW Obermain mit der Rückeroberung des Tempels (Sportheim) sowie die REWE-Markt Kolbe mit dem Minionswagen. Etwas Gutes gab´s von der kleinsten Fußtruppe von der Bäckerei Schäfer, die einen Eierlikörwagen dabei hatten. Die Turnerjugend und "Fit und Fun" Weismain rundeten als Waschweiber den Zug ab. Und so feierten die Weismainer und ihre Besucher den Gaudiwurm, den Till mit seiner Rede und die Kaulhaazia in Weismain.
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