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Kleukheim
Wettbewerb

Namensgebung: Wer hat die beste Idee für das Stadion des TSV Kleukheim?

Der TSV Kelbachgrund sucht einen Namen dafür und lobt "einen besonderen Preis" aus. Projekte und der Sportbetrieb ruhen derzeit.
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Der TSV Kelbachgrund Kleukheim sucht einen Namen für sein Stadion. Schriftführerin Kathrin Peetz, hier mit ihrem Sohn Maximilian, und Uwe Schmitt, Spielleiter der 1. Mannschaft, sind die Initiatoren des Wettbewerbs. Foto: Monika Schütz
Der TSV Kelbachgrund Kleukheim sucht einen Namen für sein Stadion. Schriftführerin Kathrin Peetz, hier mit ihrem Sohn Maximilian, und Uwe Schmitt, Spielleiter der 1. Mannschaft, sind die Initiatoren des Wettbewerbs. Foto: Monika Schütz

Eigentlich läuft es gut. Rund 600 Vereinsmitglieder gehören zum TSV Kelbachgrund, zwei große Fußballspielfelder, ein geräumiges und gepflegtes Vereinsheim und mehrere Mannschaften der Herren, Damen, Kinder und Jugendlichen, die allesamt gute Trainer und ebenso gute Trainingsmöglichkeiten haben. Dazu hat der Vorstand schon fast druckreife Ideen in der Schublade, wie das Gelände um einen Geräteparcours für Groß und Klein, sprich: um einen "Mehr-Generationen-Spielplatz", erweitert werden kann. Dann soll auch noch der Hang, der die großen Rasenflächen umgibt, fachmännisch abgesichert werden und ein Kleinfeld für die Jugend dazukommen.

Eigentlich. Denn der Spielbetrieb ruht, wie bei so vielen anderen Sportvereinen auch. Das heißt: Es gibt Kosten für die Instandhaltung, aber keine Einnahmen aus dem Spielbetrieb. Die geplanten Erweiterungen müssen also warten, ebenso die aktiven Spieler aller Mannschaften, die ihre Spielsaison nach der Winterpause wegen Corona nicht fortsetzen konnten.

"Lediglich zwei Punktspiele hatten wir im Frühjahr, gegen Breitengüßbach und gegen Würgau. Das war's dann", erklärt Dominik Zenk die Lage.

Normalerweise sieht es hier im Stadion am Ortsrand von Kleukheim ganz anders aus: Auf dem Gelände, dessen nächste "Nachbarn" die Orte Kümmel, Scheßlitz und Oberküps sind, scharen sich die Besucher bei Derbys zu Hunderten. "Gegen Ebensfeld oder Lauf waren schon 500 bis 600 Zuschauer da", erzählt Vorstandsmitglied Dominik Zenk und grinst. Aber diese Zeiten seien vorbei.

Wie lange dauert die Pause noch?

Jetzt hoffen alle darauf, die unterbrochene Saison fortsetzen zu dürfen. Laut Informationen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) kann die jetzige Saison frühestens ab 1. September weitergespielt werden. Da würde dann aber schon die neue Saison laufen, grübelt Uwe Schmitt. Er ist Spielleiter der 1. Mannschaft. Neben der 1. und 2. Mannschaft gibt es auch das Senioren-Team, und dazu kommen noch die Damen, die G- und die F- Jugend, die alle in Spielgemeinschaften mit Ebensfeld, Unterleiterbach, Lauf, Zapfendorf und Sassendorf trainieren und spielen.

Jetzt sind allerdings erst einmal die Fans des TSV gefragt. Gesucht wird nämlich ein Name für das Stadion. Bisher hieß und heißt es einfach nur "Stadion". Das gefiel der Schriftführerin und auch dem Spielleiter der "Ersten" nicht mehr. Sie riefen für die Namensgebung zu einem Wettbewerb auf. Auf der Homepage des Vereins kann jeder mitmachen und Vorschläge liefern. Auch beim Vorstand selbst kann man sich melden. Dazu muss man kein Mitglied sein, sondern einfach nur eine gute Idee haben. Bis zum 30. Mai läuft der Wettbewerb, dann wird der Vorstand um Rainer Sommer, Dominik Zenk und Thomas Eberth eine Vorauswahl treffen und die meistgenannten Vorschläge präsentieren. Danach folgt die Endabstimmung. Der endgültige Name wird dann zum Start der Rückrunde bekanntgegeben. Zu gewinnen gibt es "einen besonderen Preis".

Einst eine Kiesgrube

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Gemeinde Kleukheim vor mehr als 50 Jahren dieses  Gelände am Ortsrand gekauft hat. Darauf befand sich einst eine Kiesgrube. Hier sollte ursprünglich ein Schulgebäude errichtet werden. Da dieses Vorhaben nicht ausgeführt wurde, stand das Areal für eine anderweitige Nutzung zur Verfügung. Die Chronik zum 50-jährigen Bestehen des Vereins enthält dazu etliche Details.

Bereits ein Jahr nach der Vereinsgründung 1968 begann der TSV Kleukheim unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Andreas Giel mit dem Bau des Vereinsheimes. Bereits 1971 konnte das Sportheim eröffnet werden. 1977 erwarb der TSV den Hauptplatz mit Trainingsplatz von der Gemeinde Kleukheim und ist seitdem Eigentümer des gesamten Sportgeländes mit einer Fläche von beachtlichen 12 000 Quadratmetern. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch mit den Erweiterungsplänen 2020?

Hier gibt es aktuelle Neuigkeiten

"Einen Käfig-Bolzplatz möchten wir auch gerne mit errichten", erklärt Dominik Zenk. Außerdem ist auch an eine Unterstellhütte auf dem oberen Platz gedacht.

Unter www.tsv-kelbachgrund.de kann man sich schon einmal im Internet zum Wettbewerb informieren. Dort gibt es auch aktuelle Neuigkeiten zu Spielbetrieb oder Spielpausen. Denn nicht nur bei den Fußballern ruht aktuell der Ball: Auch bei den Gymnastikdamen des TSV darf zurzeit nicht geturnt und geprobt werden. Die Auflagen seien einfach zu hoch, bedauert  Schriftführerin Kathrin Peetz. Sie war mit ihrem kleinen Sohn Maximilian zum Pressetermin erschienen. Der Sechsjährige aus der G-Jugend brachte es auf den Punkt: "Wann darf ich endlich wieder spielen?"