Uetzing
Adventskonzert

Musikverein Uetzing-Serkendorf bot seinem Publikum fulminante 90 Minuten

Die ganze Bandbreite ihres Könnens präsentierten 60 Akteure des Musikvereins Uetzing-Serkendorf in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer.
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Erstmals spielten die "Nussolinos" mit der Blaskapelle beim Adventskonzert zusammen.Gerd Klemenz
Erstmals spielten die "Nussolinos" mit der Blaskapelle beim Adventskonzert zusammen.Gerd Klemenz
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Mit einer beeindruckenden musikalischen Vielfalt wurde den Zuhörern des Adventskonzertes des Musikvereins Uetzing-Serkendorf ein gelungenes Programm im voll besetzten Gotteshaus geboten. Mitwirkende in den fulminanten 90 Minuten waren neben dem Schülerorchester des Musikvereins, den "Nussolinos", auch die "Nussominis" jeweils unter der Leitung von Astrid Krappmann sowie die Uetzinger Blaskapelle mit ihrem neuen Dirigenten Petr Horejsi. In diesem Jahr präsentierte sich die Blaskapelle erstmals im neuen Outfit, das im Hinblick auf das Kreismusikfest 2020 angeschafft wurde.

Die "Nussolinos" eröffneten das Adventskonzert mit dem amerikanischen Weihnachtslied "Little drummer boy". Nach dem Gospel-Rock mit dem Titel "Christmas spiritual" von Luigi de Ghisallo spielten dann die Jüngsten im Musikverein auf. Die "Nussominis" erlernen erst seit ein bis zwei Jahren ein Instrument und musizieren erst seit Oktober gemeinsam. Was sie in dieser kurzen Zeit schon gelernt haben, konnte sich mit "Jingle Bells" und "Morgen kommt der Weihnachtsmann" hören lassen.

Ausflug zu magischem Ort

Nach einer kurzen Umbauphase setzte die Blaskapelle mit "Sedona" den Konzertabend fort. Sedona, eine kleine Künstlerstadt in Arizona, ist ein magischer Ort, umringt von ausgedehnten Kiefernwäldern und roten Canyon-Wänden. Diese Felsenwände bieten beim Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ein atemberaubendes Schauspiel. Menschen aus der ganzen Welt reisen an, um dort Energieströme in sich aufzunehmen, denn ihnen wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Dieses Naturschauspiel von Sedona beschrieb der amerikanische Komponist Steven Reineke sehr lebendig und anschaulich. "Nächstes Jahr werden wir dieses Stück auf dem deutschen Musikfest in Osnabrück als Selbstwahlstück spielen", erklärte der Moderator des Adventskonzerts, Elmar Kerner.

Ende der 60er Jahre hatten der Komponist Andrew Lloyd Webber und der Musicaltexter Tim Rice die irrwitzige Idee, aus der Passionsgeschichte die Rockoper "Jesus Christ Superstar" zu machen. Neben der Ouvertüre mit dem Hauptthema spielte die Blaskapelle aus der Oper die Titel "I dont now how to love him", "Everythings alright", "Gethesemane" und "Hosanna". Nach einer kurzen Weihnachtsgeschichte von Andrea Kerner wurde das Konzert mit der Ballade "Mandy", einem Welthit von Barry Manilow aus dem Jahr 1974, fortgesetzt.

Nach der ruhigen Liebesballade wurde es nun etwas turbulenter, denn bei der Filmmusik "Fluch der Karibik Teil 3 - Am Ende der Welt" des deutschen Komponisten Hans Zimmer kamen Piraten ins Spiel. Zimmer ist es dabei gelungen, ein Meisterwerk zu schaffen, das die Dramaturgie des Blockbusters maßgeblich betont. Er ließ sich dabei musikalisch von asiatischen Klängen beeinflussen und hat seine Komposition mit fernöstlichem Charme versehen.

Erster gemeinsamer Auftritt

Zusammengefasst unter dem Titel "All you want for Christmas" folgten von Peter Kleine-Schaars ausgewählte und bearbeitete Lieder wie ein großartiges Medley mit den bekannten Weihnachts-Popsongs "Merry Christmas everybody", "Do they know it's Christmas" und "All I want for Christmas is you".

Zum ersten gemeinsamen Auftritt von Schülerorchester und Blaskapelle kam es beim Weihnachtslied "Aber Heidschi Bumbeidschi". Selbstbewusst meisterten die "Nussolinos" diesen Gemeinschaftsauftritt.

Den Schlusspunkt des Adventskonzerts setzte "Venite Adoremus" von Heinz Briegel.

Das fachkundige Publikum dankte den Uetzinger Musikern für ihre gelungene musikalische Darbietung mit einem warmen Applaus und verließ die Kirche erst nach "Alle Jahre wieder", "Zu Bethlehem geboren" und "Leise rieselt der Schnee". Darin durften alle mit einstimmen.

Glühwein und Gebäck sorgten nach dem Konzert auf dem Kirchplatz am offenen Feuer für einen gemütlichen Ausklang des Adventskonzertes. Die freiwilligen Spenden kommen der Nachwuchsarbeit, die im Musikverein einen hohen Stellenwert hat, zugute.

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