Mönchkröttendorf
Familentag

Mönchkröttendorf rückt in den Fokus

Ein Dorf stellte sich auf etwas andere Art vor und Besuchern Fragen zur Natur.
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Nagelbilder bastelten die Teilnehmer an einen Stand der "Buntspechte". Fotos: Gerda Völk
Nagelbilder bastelten die Teilnehmer an einen Stand der "Buntspechte". Fotos: Gerda Völk
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Beinahe pünktlich zum Familientag in Mönchkröttendorf öffnete der Himmel seine Schleusen. Es regnete. Doch davon ließen sich die Teilnehmer der Dorfrallye nicht abhalten. Sie gingen einfach etwas später auf ihren Rundgang durch den Ort und die angrenzende Natur. Der Familientag wurde vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und vom Obst- und Gartenbauverein Mönchkröttendorf ausgerichtet. Die Besucher erwartete eine spannende Rallye durch den Ort und die angrenzende Natur.

Alle Sinne waren gefragt

Meist kennt man das kleine Jura-Dorf nur vom Durchfahren. Nicht so am Familientag, da präsentierte sich der Ort einmal von einer ganz anderen Seite. "Die Dorfrallye bietet einen Einblick in Ecken, die sonst nicht im Fokus stehen", erklärt Simone Fischer, vom örtlichen Gartenbauverein. Bei der Rallye wurden alle Sinne angesprochen, gefragt waren Geschicklichkeit, Gemeinschaftssinn und das Interesse an der Natur. Die Fragen waren so aufgebaut, dass sie auch von jüngeren Kindern beantwortet werden konnten. Bei etwas kniffligeren Fragestellungen war dann die mit Hilfe der Eltern gefragt. Für Kreisfachberater Michael Stromer erfüllt der Familientag gleich zwei Anliegen. Die Besucher lernen die ausrichtende Ortschaft näher kennen und der Kreisverband kann sich und seine Arbeit vorstellen.

Mit einem sogenannten Laufzettel, ausgegeben am Spielplatz an der Dorfstraße, ging es auf einen Rundweg, der 14 Stationen umfasste, bei dem es um Fragen zur Natur und Kultur ging. Relativ leicht waren die Fragen bei den Jägern zu beantworten: "Welcher Vogel ruft seinen eigenen Namen und legt seine Eier in fremde Nester?" oder "Wo bringt der Fuchs und Dachs seine Jungen zur Welt?"

In Carolas Gemüsegarten, einem typischen Bauerngarten, sollten drei Gemüsesorten und zwei Beerensträucher benannt werden.

Am "Wasserhäusla" vorbei

Unterwegs waren auch drei Mütter mit fünf Kindern aus Isling. Der dreijährige Elias hat an der vierten Station das Gesuchte sofort entdeckt. "Weihnachtsbäume" ruft er den Erwachsenen zu. Die neunjährige Marie weiß auch, um welche Bäume es sich dabei handelt. "Das haben sie in der Schule gelernt", erklärt ihre Mutter. Der Weg führt vorbei an einem großen alten Baum, an dem der Kronendurchmesser geschätzt werden muss, über das "Wasserhäusla" zu einem besonders schönen Punkt, der einen Ausblick weit in die Landschaft bietet. Die Frage, wie viele Windräder zu sehen sind, lässt sich noch relativ leicht beantworten. Dagegen braucht man bei der Frage, welche Ortschaften zu sehen sind (Roth und Schwürbitz), schon genauere Ortskenntnisse.

Am Rand einer Wiese warten Helmut und Kerstin Schmidt mit geballten Informationen über Bienen auf die Teilnehmer. Kerstin Schmidt ist Mitarbeiterin der Umweltstation. Ihr Anliegen ist nicht nur über die Honigbiene zu informieren, sondern auch über andere Bestäubungsinsekten aufzuklären. "Während die Honigbiene erst bei acht bis zehn Grad fliegt, starten Wildbienen und Hummeln schon bei zwei Grad." Kerstin Schmidt will nicht nur informieren, sondern hat auch eine Wabe mit Inhalt mitgebracht sowie verschiedene Gläser mit Honig. Wer möchte, kann alles durchprobieren. Ein Angebot, das sich vor allem die Kinder nicht entgehen lassen.

Mit Shuttle zur Schäferei

Wieder im Ort wartet Heiner Gesslein aus Marktgraitz auf die Gruppen. Hier kann Weide mit etwas Fantasie zu Armreifen oder etwas Dekorativen verarbeitet werden. Mit dem Shuttlebus geht es zur Schäferei Wunderlich. Hier können die Teilnehmer Einblicke in die Arbeit einer modernen Schäferei gewinnen. Der Betrieb besitzt rund 1300 Mutterschafe und Lämmer.

Am Familientag nahmen rund 200 Personen teil. Dabei haben vier Teams die volle Punktzahl erreicht: die Familie Warmuth aus Michelau, die Familie Ros aus Strössendorf, die Jugendgruppe der Weidnitzer Feuerwehr und die "Buntspechte" der Gartenfreunde Lahm. Ihnen gratulierten Kreisfachberater Michael Stromer und Landrat Christian Meißner, die die Preise überreichten.

Kreisfachberater Michael Stromer freute sich, dass trotz des Wetters noch so viele gekommen seien. Ein positives Fazit zog auch die Vorsitzende des örtlichen Gartenbauvereins, Carola Zeis.

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