Ebensfeld
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Martini-Kirchweih Döringstadt

Samariter als Kirchenpatron: Döringstadt feiern Patrozinium ihres Gotteshauses - Messe um 8.45 Uhr.
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Das Kirchenschiff des Gotteshauses Sankt Martin in Döringstadt wurde 1716 errichtet.   Foto: Mario Deller
Das Kirchenschiff des Gotteshauses Sankt Martin in Döringstadt wurde 1716 errichtet. Foto: Mario Deller

Den Bürgern des 400-Seelen-Ortes Döringstadt liegt es am Herzen, die Entstehungsgeschichte ihres Gotteshauses Sankt Martin lebendig zu halten. Das beweist das Patronatsfest, welches der Ort am Sonntag nun wieder begeht.

Aus diesem Anlass lohnt sich ein Blick in die lange Kirchenhistorie in Döringstadt. Bereits 1412 errichtet wurde der Kirchturm, wie die Inschrift auf der Ostmauer verrät: "MCCC darnach Ym XII jar wart der pau am nächsten Sunntag nach unseren herrn lychnamstaga angehoben". Die ältesten erhaltenen Teile des Gotteshauses sind die im unteren Bereich des Turmes verarbeiteten, noch vom um 1325 entstandenen Vorgängerbau stammenden Steine. Das heutige Kirchenschiff entstand 1716. Die älteste der drei Glocken wurde 1516 gegossen, erschallt somit seit einem halbem Jahrtausend - wirklich beeindruckend.

Seit Jahrhunderten ist das Martinspatrozinium für die Doringstadter die "wahre Kerwa". Im von Pfarrer Rudi Scharf zelebrierten Festgottesdienst am Sonntag, 11. November, um 8.45 Uhr wird des "großen Frankenheiligen" Martin von Tours gedacht. Mitgestaltet wird der Gottesdienst von der 2010 gegründeten Band "Friedensnetz". Der Fokus des Ensembles liegt auf "Neuem geistlichen Lied". Das Repertoire der jungen Musiker umfasst aber auch klassische Kirchenmusik, christliche Rock- und Popsongs oder Taize.

Döringstadt darf sich mit Fug und Recht zu einem der ältesten und geschichtlich bedeutendsten Orte am Obermain zählen. Zum ersten Mal wird der Ort als "Dorrestat" im Jahre 797 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda genannt. Bis heute präsentiert sich der Ebensfelder Gemeindeteil als Dorf mit regem Vereinsleben und dörflichem Zusammenhalt. Das Miteinander der Generationen wird hier gelebt. Davon zeugt auch der Erfolg beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", Döringstadt brachte es dabei bis zur Silbermedaille auf Landesebene.

Kirchweihspezialitäten

Genauso wie Gotteshaus und Gaststätte in Döringstadt nur unweit entfernt liegen, darf neben dem Seelenwohl auch der leibliche Genuss nicht fehlen. Das örtliche Gasthaus Senger bietet zur Kerwa verschiedene Schnitzel und Hähnchen an. Im Zusammenhang mit dem Gasthaus nicht unerwähnt bleiben soll die Tatsache, dass in dem 1725 errichteten Fachwerkgebäude einst Dr. Adam Senger, der bis 1935 über zwei Jahrzehnte als Weihbischof des Erzbistums Bamberg wirkte, das Licht der Welt erblickte.

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