Stublang
Restaurierung

Marienkapelle ein Ort zum Bitten und Danken

Mit einer Maiandacht feierten viele Besucher den Abschluss der Arbeiten an der Marienkapelle bei Stublang.
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Viele Gäste nahmen an den Feierlichkeiten und der Mai-Andacht vor der 1894 erbauten und nun liebevoll und fachgerecht restaurierten Kapelle teil. Fotos: Monika Schütz
Viele Gäste nahmen an den Feierlichkeiten und der Mai-Andacht vor der 1894 erbauten und nun liebevoll und fachgerecht restaurierten Kapelle teil. Fotos: Monika Schütz
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Wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist die Marienkapelle am Ortseingang. Das wurde gefeiert.

Vor 125 Jahren erkrankte Maria Franziska, geborene Flieger aus Stublang, schwer. Die Ordensfrau gelobte, im Falle ihrer Genesung eine kleine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes zu stiften. Die fromme Frau wurde wieder gesund und erfüllte ihr Versprechen. Sie ließ 1894 eine Kapelle errichten.

Doch in den letzten Jahren konnten Gläubige und Wanderer die Marienstatue in dem quadratischen Sandsteingebäude mit der tiefen Nische nur durch eine Gitterabsperrung bewundern. Das fand Elvira Reinhardt sehr schade. Die Mutter-Gottes-Verehrerin begann zu recherchieren: Die Kapelle war mittlerweile im Besitz der Loffelder Familie Siegfried Gagel. Gerne übergab diese dem Ortssprecher und Stadtrat Wolfgang Herold die Schlüssel zum Gebäude. In monatelanger Handarbeit kümmerten sich nun Ehrenamtliche um die Restauration. Die umfangreichen Ausbesserungs-, Putz- und Malerarbeiten übernahmen Elvira Reinhardts Ehemann Siegfried Reinhardt und Hubert Hellmuth, die Restaurierung der Marienstatue übernahm Elviras Tochter Clarissa. Um die alte Holzbank kümmerte sich Peter Reichert, und des Weihwasserbeckens nahm sich Bernhard Weidner erfolgreich an .

Fenster lagerten in Dreschhalle

Die Einfachverglasung der Fenster ließ Elvira Reinhardt entfernen und jene bunten Bleikristallfenster einbauen, die in den 1950er-Jahren aus der Hauptkirche entnommen und jahrzehntelang in einer Dreschhalle eingestellt waren.

Finanzielle Unterstützung zur Deckung der Materialkosten kam von den Motorradfreunden Stublang und dem Stammtisch Moggerla, aber auch von einigen Stublanger Bürgern.

Nun sind die Arbeiten abgeschlossen. Freundlich geschmückt mit Birken und bei strahlendem Sonnenschein fand am Freitagnachmittag die "Wiederingebrauchnahme" der Marienkapelle statt. "Viele Wege führen an der Kapelle vorbei: Straßen, Wanderwege, der Weg zum Friedhof und Bachläufe", stellte Pfarrer Georg Birkel die Bedeutung der kleinen Kirche dar. Sie markiert nicht nur eine Stelle für Radarmessungen, die interessanterweise an diesem Tag dort stundenlang stattfanden . "Gesegnet werden muss sie nicht mehr. Der Segen, den sie einst bekommen hat, gilt noch", erklärte Pfarrer Birkel den vielen Gästen. Gemeinsam mit dem Musikverein Uetzing-Serkendorf wurde eine Maiandacht abgehalten.

Für Elvira Reinhardt ging ein Herzenswunsch in Erfüllung. Ihr großer Dank galt allen Helfern, die es möglich gemacht haben, "dass  jeder wieder eintreten und danken und bitten kann".

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