Schönbrunn
Einweihung

Maintal-Kita erhält integrative Turngeräte

Heller, größer, praktischer: In der Maintal-Kita in Schönbrunn wurde der neugestaltete Turnraum eingeweiht.
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Die Kinder der Maintal-Kita in Schönbrunn können sich über neue Turngeräte im neugestalteten Turnraum freuen. Jutta Rudel
Die Kinder der Maintal-Kita in Schönbrunn können sich über neue Turngeräte im neugestalteten Turnraum freuen. Jutta Rudel
Nach zwei Jahren ist es endlich so weit: Die Maintal-Kita in Schönbrunn veranstaltete gestern eine kleine Einweihungsfeier für den neugestalteten Turnraum und die neuen integrativen Turngeräte. "Der Umbau hat extrem lange gedauert", so die Leiterin Silvia Herzig. "Die Kinder wurden mit eingebunden, sie durften malen, welche Geräte sie sich wünschen. Darüber hinaus gab es natürlich einen großen Absprachebedarf mit den Eltern, der Stadt, und so weiter. Das hat viel Zeit in Anspruch genommen."
Umso größer war nun die Freude bei allen Anwesenden, darunter Zweckverbandsvorsitzender Jürgen Kohmann (CSU), Vertreter des Rotary Clubs Obermain, Mitglieder des Elternbeirats, und natürlich bei den Kindern. "Gefällt euch denn der neue Turnraum?", fragte Bürgermeister Jürgen Kohmann in die Menge. Nach einem deutlich "Ja!" sagte er freudig: "Mir auch!"


Freundliche Atmosphäre

Für insgesamt 5000 Euro wurde die Turnhalle auf Vordermann gebracht. Der Bürgermeister begrüßt die Veränderung. "Die Halle ist freundlicher geworden, zuvor war es hier deutlich dunkler. Es gab eine dunkle Holzverschalung mit buntem Anstrich." Nun sind die Wände weiß gestrichen. Die alte Kletterwand, so die Kita-Leiterin, ist ebenfalls neu gestrichen worden. Das mache den Raum heller und einladender.
"Auch die frühere Beleuchtung ist dem Raum nicht gerecht geworden", führt Jürgen Kohmann fort. "Durch moderne LEDs ist es hier schön hell." Zudem wirke die Halle viel geräumiger: "Die sonstige Einrichtung, also die alten Fallschutzmatten und der Kletterturm, wurden entfernt. Jetzt gibt es durch die therapeutischen Klettergerüste an der Wand deutlich mehr Platz zum Spielen."
Das Geld hat die Kita im Dezember 2016 als Spende vom Rotary Club Obermain im Rahmen der Christbaumkugelaktion in der Obermain-Therme erhalten. "Die Spende war von Anfang an für unsere integrative Gruppe gedacht", erklärt Silvia Herzig.


Im Zeichen der Inklusion

Seit September 2002 wurde in der Kita eine integrative Gruppe etabliert. Nur wenn man mindestens drei Kinder hat, die behindert sind oder das Risiko dafür besteht, so die Leiterin, wird von einer integrativen Gruppe gesprochen. "Momentan haben wir nur ein Kind in Betreuung, also sprechen wir von einer Einzelintegration", sagt sie. Es zeichne sich aber ab, dass die Zahl im kommenden Jahr steigt.
"Das Ganze steht unter dem Überbegriff Inklusion", erklärt Silvia Herzig weiter. "Die beeinträchtigten Kinder sollen mit den anderen Kindern Kontakte knüpfen, damit sie in die Gesellschaft integriert werden."
Der neue Turnraum eigne sich dafür ideal: "Wir haben uns für Anschaffung integrativer Turngeräte entschieden, weil hier ganz viel für die Körperwahrnehmung getan werden kann. Außerdem können alle anderen Kinder genauso damit spielen." Derzeit beherberge die Kita 45 Kindergarten- und 13 Krippenkinder. Die Leiterin freut sich darauf, dass nun wieder regelmäßig Turnstunden stattfinden können. Doch nicht nur dafür soll die freundliche Atmosphäre genutzt werden: "Zudem können im neugestalteten Raum in Zukunft auch größere Veranstaltungen stattfinden", fügt sie hinzu.

Antje Vogt vom Rotary Club zeigte sich von der Umsetzung der Investition begeistert: "Wir müssen bei unserer nächsten Christbaumaktion noch einen Zahn zulegen, denn das Geld ist, wie man hier sehen kann, immer sinnvoll aufgehoben."
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