Hochstadt am Main
Bauarbeiten

Mainbrücke bei Hochstadt bekommt 1300 Tonnen Beton

Die Arbeiten bei der Mainbrücke bei Hochstadt laufen auch Hochtouren. In dieser Woche fließen dort 1300 Tonnen Beton. Deshalb wird es eine Ampel geben.
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Die Bauarbeiter betonieren hier gerade die Mainbrücke. Foto: Christoph Wiedemann
Die Bauarbeiter betonieren hier gerade die Mainbrücke. Foto: Christoph Wiedemann

1300 Tonnen Beton, zwischen 70 und 80 Lastwagen in zehn bis zwölf Stunden. Das sind die nackten Zahlen der größten Baumaßnahme an der Mainbrücke bei Hochstadt. Gestern wurde die neue Brücke mit Beton gefüllt.

Der genaue Bau-Tag richtete sich nach den Vorarbeiten, die noch geleistet werden mussten. Es mussten noch Spannstahl und Betonstahl fertig werden, sagte der Verantwortliche, Klaus Schnapp vom Staatlichen Bauamt in Bamberg.

Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen waren, rückte der Beton an. "Zwischen 70 und 80 LKW fahren dann die Baustelle an", sagte Schnapp. Und das war eine logistische Herausforderung. Denn die Lieferungen mussten zeitlich exakt abgestimmt sein, "da der Betoniervorgang kontinuierlich von statten gehen musste", erläuterte er.

Zeit ist wichtig

Beton ist zähflüssig und wird dann fest. Wenn zwischen den Betonlieferungen zu viel Zeit vergeht, "trocknet der Beton bereits. Der neue flüssige Beton verbindet sich dann nicht optimal", erklärte Schnapp.

Um den Beton stringent fließen zu lassen, waren viele LKW notwendig. Das heißt auch, dass die Baustelle ständig von einem Lastkraftwagen befahren und verlassen wurde. "Wir hatten zwischen 70 und 80 LKW, die zehn bis zwölf Stunden im Einsatz waren", sagte Schnapp. Daraus ergab sich, dass rund alle zehn Minuten ein LKW in die Baustelle hinein- oder herausgefahren ist. Aus diesem Grund "wurde eine Ampelanlage aufgestellt", erläuterte Schnapp.

Beidseitig rote Ampeln

Die Ampel musste dann auf beiden Fahrbahnen auf rot gestellt werden, sagte er weiter. Nur so konnten die Fahrzeuge die Baustelle in Richtung Zettlitz verlassen. Die Ampeln waren wegen der Enge der Baustelle nötig.

Diese Enge der Baustelle sorgt auch dafür, dass "im Durchschnitt sechs Mitarbeiter - je nach Arbeit - beschäftigt sind", sagt Schnapp. Für mehr Arbeiter und deren Maschinen sei auf der Brücken-Baustelle kein Platz.

"Im Moment geht es zügig voran", erklärte Schnapp. In einer der ersten Pressemitteilungen vom 23. Mai 2017 wurde noch Sommer 2018 als Bauziel genannt.

Das hat sich mittlerweile "auf Mai 2019" verschoben, sagte Schnapp.

Winter war zu feucht

Grund ist der feuchte Winter des vergangenen Jahres. "Wir mussten die Arbeiten im letzten Herbst unterbrechen, weil es zu nass war", erklärte Schnapp, "und diese Zeit konnten wir bisher nicht aufholen", sagte er weiter.

Das neue geplante Ende der Baustelle ist auf Mai 2019 datiert. "Die Behelfsbrücke soll entfernt sein, Grünanlagen und Pflasterarbeiten unter der Brücke fertig gestellt sein", erläuterte Schnapp. Der Verkehr könne schon früher die neue Brücke nutzen. Schnapp hofft, dass die Brücke im März befahren werden kann. Ob diese Pläne eingehalten werden können, "hängt von der Witterung ab", sagte Schnapp. Der gestrige Betontransport sei die letzte große logistische Herausforderung gewesen.



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