Vierzehnheiligen
Sanierung

"Logistische Mammutaufgabe"

Weil alle vier Gebäude des Bildungshauses Frankenthal entkernt werden und Wert auf Schuttrannung gelegt wird, dauert die Sanierung länger.
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Das Haupthaus wird mit der Kapelle durch eine Passage verbunden.  Foto: Andreas Welz
Das Haupthaus wird mit der Kapelle durch eine Passage verbunden. Foto: Andreas Welz
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Die Sanierungsarbeiten im Bildungshaus Frankenthal in Vierzehnheiligen laufen auf Hochtouren. Allerdings geht es nicht so zügig voran, wie man im Frühjahr angenommen hatte. "Das Entkernen der vier Häuser nahm viel Zeit in Anspruch", sagt Raimund Hümmer unserer Zeitung. Es werde Wert darauf gelegt, das entsorgte Material zu trennen, so der Geschäftsführer des Diözesanhauses und weist auf ein halbes Dutzend Container auf dem Parkplatz. "Die Investitionskosten bezifferte er auf einen hohen einstelligen Millionenbetrag". Die Planung und Durchführung der Maßnahme liege in den Händen von Architekt Alwin Zenkel aus Bamberg, Träger der Maßnahme sei die Erzdiözese Bamberg.


40 Jahre ständige Nutzung

"Wir müssen eine logistische Mammutaufgabe schultern", machte Hümmer deutlich. Eine Sanierung in mehreren Bauabschnitten, wie im Diözesanhaus, sei nicht möglich, da in allen vier Häusern gleichzeitig gebaut werde. Nach 40 Jahren ständiger Nutzung sei eine Erneuerung der Gebäude erforderlich, so Raimund Hümmer. "Die 41 Gästezimmer müssen den heutigen Ansprüchen an Komfort und Wohnlichkeit genügen und die Bildungshäuser insgesamt attraktiver werden", so Hümmer. Darüber hinaus sei auch ein effektiver Brandschutz erforderlich. Die Gebäude sind vollständig entkernt. Derzeit wird die Decke der Hauskapelle mit einer Betonsäge herausgeschnitten. "Die neue Decke wird bedeutend höher", merkte dazu Raimund Hümmer an. Die Maurerarbeiten haben begonnen. Erwin Marx von der Firma Eberth aus Bamberg mauert gerade den Türsturze der Badezimmer. "Die alten waren aus Holz und entsprachen nicht den Sicherheitsvorschriften", erläuterte Vorarbeiter Markus Eck. Vom Durchbruch im ersten Stock des Haupthauses erkennt man die Kapelle. "Hier wird eine überdachte Passage entstehen, damit auch Rollstuhlfahrer problemlos die Gottesdienste besuchen können". Es gebe dort keinen Fahrstuhl. Zukünftig könne der Fahrstuhl im Haupthaus genutzt werden und durch den neuen Übergang könnten die Rollstuhlfahrer in die Kapelle gelangen. Schließlich sei Barrierefreiheit im Konzept der Sanierung enthalten.


Überdachter Innenhof

Die vier Häuser sollen mit einem überdachten Innenhof verbunden werden. Die gläserne Decke wird den Blick zur Basilika freigeben. Die zum Teil dunklen Tagungsräume erhalten viel Licht durch verglaste Wintergärten. Der unter Denkmalschutz stehende Gasthof "Goldener Hirsch" bleibt in Form und Ausstattung erhalten. Dort entsteht ein neuer attraktiver Biergarten. "Es wird nichts Überflüssiges gemacht und auf Sparsamkeit geachtet, es soll jedoch trotzdem zeitgemäßer Komfort geschaffen werden", so der Geschäftsführer. Zum Beispiel werde der Grundriss der Zimmer nicht verändert, jedoch eine attraktive Ausstattung eingebaut. Eine weitere Zufahrt zum Parkplatz diene auch den Rettungsfahrzeugen. Außerdem würden zwei Elektrotankstellen am Parkplatz installiert.


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