Lichtenfels
Unternehmerfrühstück

Lichtenfelser Unternehmer netzwerken bei Kaffee und Käsesemmel

Vertreter der Lichtenfelser Wirtschaft sind regelmäßig im lockeren Dialog mit der Stadt.
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Reden, zuhören, alles in gepflegter Atmosphäre und mit Appetit Foto: Markus Häggberg
Reden, zuhören, alles in gepflegter Atmosphäre und mit Appetit Foto: Markus Häggberg
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Es sieht aus wie ein Frühstück und das ist es natürlich auch. Insofern ist es banal. Doch was sich daraus ergeben soll, ist weniger banal, soll zum Florieren der Stadt beitragen und zu einem Schulterschluss zwischen hiesigen Unternehmern. Am Donnerstag feierte das Lichtenfelser Unternehmerfrühstück im Café Moritz ein kleines Jubiläum.

Anregungen, Ideen und Anfragen

Es gibt Dinge, die lassen sich mit Zahlen nicht belegen. Was bringt wodurch wie viel ist eine Frage, die beim Unternehmerfrühstück nicht serviert zu werden braucht. Es geht um eine freundliche Geste seitens der Stadt, es geht darum, dass sich Menschen in gelöster Atmosphäre gegenüber sitzen, was gelöste Gespräche auslösen soll. So gesehen wird aus dem Banalen das Hintersinnige. Peter Belina sagt es mal so: "Da ist schon was dran an der Idee. In dem Moment, wo man sich schätzen lernt, tauscht man sich auch aus." Der Mann muss es wissen, er ist Geschäftsführer des IHK-Gremiums Lichtenfels, Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren Oberfranken und in solchen Eigenschaften nimmt er jährlich an mehreren solcher Frühstücke teil. Nach zwei Stunden Dauer wird er aufstehen und sich zum Gehen wenden, mit Anregungen, Ideen und Anfragen unterm Arm, die während der Frühstückszeit an ihn herangetragen wurden.

Jede Menge Sanierungsanfragen

Klar, es gibt ein Zeremoniell, kein großes, aber eines nach Minimalprinzip. Punkt Eins gehört dabei der Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Hügerich. Das Stadtoberhaupt nutzte die Gelegenheit, um vor deutlich über 30 Frühstückern aus der Lichtenfelser Geschäftswelt Rückschau und Ausschau zu halten. Offizielles in vertraulich wirkender Atmosphäre, bei Kaffee, Brötchen, Wurst- und Käseteller. In der Stadt seien "so viele Sanierungsanfragen wie nie" eingegangen, erklärt er und teilt auch mit, dass die Lif-Card zu Anfang dieses Jahres die "halbe Million geknackt" habe und so viel Geld habe "an den Lichtenfelser Wirtschaftskreislauf binden können".

Besonders gerne, so schien es, hörte man ihm zu, als er vom FADZ sprach, dem geplanten Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien, geplant von der Stadt, dem Landkreis und der Hochschule Coburg. Wer jetzt, so gegen 7.30 Uhr, noch keinen Gesprächsstoff gehabt haben sollte, der hatte jetzt welchen. Das Wir-Gefühl, die Erkenntnis der Teilhabe an Entwicklungen, suchte auch Citymanager Steffen Hofmann zu verstärken, in dem Fall auch als Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, der 2020 mit dem Treffpunkt Lichtenfels zusammengehen wird und längst schon federführend beim Jahresprogramm der Korbstadt ist. Das Weinfest sei etabliert, der "Flechtkulturlauf nicht mehr wegzudenken", der Kino-Sommer ein Publikumsmagnet.

Ist er mit der Veranstaltung zufrieden und bringt sie was? "Sehr", erklärt Hofmann und lobt auch den Rücklauf zu den Einladungen. "Die haben sich gemeldet und kamen auch", so der Citymanager zur Zuverlässigkeit der Teilnehmer. Nach fünf Jahren könne man nun auch von einer gewissen Konstanz reden, denn die Besucherzahl liege immer so um die 30. "Es ist eine Plattform, um Anliegen, Kritik und Iden an mich und den Bürgermeister heranzutragen. So ein Frühstück ist halt gerade bei Kritik und Ideen ein anderer Rahmen."

Eine Idee die hochkam, wurde beiläufig genannt, ließ Hofmann stutzig werden und nachdenklich schauen. Vielleicht könnte das Unternehmerfrühstück bei der sechsten Auflage so ablaufen, dass die Gesprächspartner von Zeit zu Zeit die Plätze wechseln, um so neue Bekanntschaften und Ideen anzustoßen.

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