Lichtenfels
Umbau

Lichtenfelser mit Ideen für das "Schlecker-Haus" gefragt

Am Samstag stellte die Stadt Lichtenfels erste Konzepte für das Gebäude am Marktplatz 10 vor. Wie soll die Stadtbibliothek in Zukunft aussehen?
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Das Interesse am Tag der Städtebauförderung war groß. Foto: Markus Häggberg
Das Interesse am Tag der Städtebauförderung war groß. Foto: Markus Häggberg
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Das Gebäude Marktplatz 10 in Lichtenfels bleibt nach Beschluss nicht so, wie es ist. Der Tag der Städtebauförderung lockte am Samstag zahlreiche Bürger an und forderte Meinungen heraus. Denn bei der Gestaltung der Stadtbibliothek, die dort bald auch untergebracht sein wird, waren die Lichtenfelser selbst gefragt. Ihre Ideen sollen in das Konzept, das im Oktober abgeschlossen sein soll, mit einfließen.

Geschichte und Zukunft

Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) erinnerte daran, dass der Tag der Städtebauförderung nun schon zum fünften Mal auch in Lichtenfels begangen wird und dass die Zukunft des Gebäudes eng damit verbunden sei.

Welche Geschichte das Haus hat und wie es bald aussehen soll, wurde auf Stellwänden gezeigt. Im Hof war einst das erste Lichtenfelser Kino "Hotel Krone" untergebracht, beherbergte später aber auch einen Aldi. Der Volksmund machte aus dem Gebäude das "Schlecker-Haus". Das wird in Zukunft das Amt für Wirtschaft, Tourismus und Kultur beherbergen.

Zudem soll es die Stadtbücherei unterbringen. 150 Quadratmeter Fläche hat diese jetzt. Aber, das betonte in diesem Zusammenhang City-Manager Steffen Hofmann, "900 Quadratmeter empfiehlt die Landesfachstelle für eine moderne Bücherei".

Modern ist das Stichwort, denn wie modern, mit welchem Angebot und in welcher Optik, dazu sind die Lichtenfelser selbst gefragt.

Literatur und Inklusionscafé

So landeten auf den Stellflächen immer wieder Wünsche und Anregungen der Besucher. "Literatur für alle Fachsparten", war zu lesen, oder "Inklusions-café".

Auch die Stadtbücherei selbst sorgte für Anregungen. Sie sieht sich immerhin als Partner für Schulen und Kindergärten, als Vermittlerin von Medienkompetenz und als Kommunikations- und Kulturraum. "Für unsere Stadt als Ganzes ist Ihre Initiative von unschätzbarem Wert", sagte Hügerich in seiner Begrüßung. Die Ideen der Besucher sollen geprüft und nach Möglichkeit in einer europaweiten Ausschreibung den Architekten ans Herz gelegt werden.

Diese sollen zwischen Juni und Oktober Konzepte erarbeiten, aus denen in einer Preisgerichtssitzung das Siegerkonzept vorgestellt wird. Neben Stadtbaumeister Gerhard Pülz war an diesem Samstag auch Rita von Frantzky vor Ort.

Die Teamleiterin für städtebauliches Projektmanagement stand nicht selten an einem Modell, welches den Marktplatz und insbesondere das "Schlecker-Haus" zeigte, für welches auch eine Verbindung zum Stadtschloss thematisiert wird.

Dort erläuterte sie Fragenden von den Möglichkeiten, mit denen die künftige Nutzung des Gebäudes angereichert werden könnte. Außerdem sprach sie über Programme für Stadtsanierung, Geschäftsflächen und Ansiedlung.

Es gehe um Rahmenbedingungen für Förderungen, um das Kenntlichmachen, dass es feste Ansprechpartner für derlei gebe. Auch sie erachtete den Tag als Erfolg, wurden mit ihr doch zwei konkrete Beratungsgespräche vereinbart.

"Es war überraschend viel Besuch da, ich fand' s großartig, wie viele Ideen kamen und dass diese auch aus Familien mit Kindern kamen", so Frantzky. Sie betonte immer wieder ihren Wunsch nach einer Leseecke und einem Inklusionscafé.

Stadt offen für weitere Ideen

Überhaupt habe sich die Anteilnahme der Bürger an dem Tag der Städtebauförderung ihrer Einschätzung nach in der Kreisstadt gut entwickelt. Doch der Samstag sei nicht unbedingt der einzige Tag gewesen, an dem man für Anregungen in Bezug auf die Ausgestaltung der Stadtbücherei offen war.

Das betont auch Steffen Hofmann. Wohl noch für die Dauer der nächsten Wochen sei man für Eingaben seitens der Bevölkerung offen. "Im Prinzip kann man das laufend machen."

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