Lichtenfels
Kinderfestzug

Lichtenfelser Kinder gestern, heute, morgen

Der Kinderfestzug zum Lichtenfelser Schützenfest bot mit rund 2000 Teilnehmern einen Streifzug vom Korbmacher zur 4.0-Generation.
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Mittelschüler zeigten sich beim Kinderfestzug gut vernetzt in der digitalen Welt.Alle Fotos: Ronald Rinklef
Mittelschüler zeigten sich beim Kinderfestzug gut vernetzt in der digitalen Welt.Alle Fotos: Ronald Rinklef
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Kinder im digitalen Wandel, bestens vernetzt, verspielt und fantasievoll wie eh und je präsentierte der Schützenfestzug. "Vom Korbmacher zur 4.0-Generation" lautete diesmal das Motto, zu dem sich die annähernd 2000 Teilnehmer Gedanken gemacht hatten. In mehrmonatiger Vorbereitungszeit waren kunterbunte Kostümierungen, Spruchtafeln und originelle Begleitwagen entstanden.

In Erinnerung an die Korbmachertradition in der Region kamen kleine Flechter in blauen Schürzen und mit den Produkten aus ihren Werkstätten daher. In einer kurzen Zeitreise zeigten Kinder und Jugendliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten von früher und heute auf. Man sah Schiefertafeln und Steckenpferdchen, Kopfhörer und Hippie-Bus, Smartphones und 3D-Brillen.

Der Stadtrat präsentierte sich traditionsverbunden mit grünen Weidenruten, gleichzeitig futuristisch gestylt: Ausdruck dafür, dass in der Korbstadt dieses Handwerk lebendig und modern ist. Zum letzten Mal sah man in dem Festzug übrigens die drei Bürgermeister in dieser Konstellation. Im nächsten Frühjahr wird neu gewählt, und Dritter Bürgermeister Winfried Weinbeer hat bereits kundgetan, dass er nicht mehr antreten wird.

Als Architekten der Zukunft standen hier nun aber die Kinder im Mittelpunkt. Die Kleinen vom "Vogelnest" hatten ihren Ideen mit Pappe und Farbe Gestalt verliehen. Türme und Riesenrad waren gebastelt worden, alles in tragbarer Form. In einem konnten sich die vielen Zuschauer da sicher sein: Wenn es nach den Kindern geht, wird Lichtenfels in der Zukunft eine (noch) bunte(re) Stadt.

Wer sich von den "Großen" vielleicht an die eigene Teilnahme an diesem alljährlichen Spektakel zum Schützenfest erinnerte, der konnte feststellen: Gespielt wird immer noch genauso fröhlich. Musikkapellen und Vereine bereicherten wiederum den gemeinsamen Auftritt. Apropos Gemeinschaft: Dass zwischen Hüpfbällen und Cityrollern ein Mädchen mit Gipsfuß im Rollstuhl mitgeschoben wurde, war eine schöne Geste, die durchaus gesondert erwähnt werden darf.

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